Nach einem angenehmen Bad lief ich mit meinem Bademantel fest gezurrt über den Flur und rubbelte mir mein Haar mit einem Handtuch handtrocken. Etwas flog an meinem Kopf vorbei und ich sprang locker mal zwei Meter nach hinten.
// Was war das denn? Himmel.// Ein Teddy lag auf dem Boden und als ich mich danach bückte wusste ich schon das Kanato hinter mir stehen würde.
Mit dem Kuscheltier im Arm stand ich auf und hatte Recht, Kanato stand hinter mir und beugte sich so komisch zu mir vor als wenn ich etwas Besonderes im Gesicht hätte das er sich unbedingt ansehen wollte.
„ Das hast du verloren.“ Den Teddy an seine Brust drückend hoffte ich dass er mir ein bisschen Platz lassen würde da ich zwischen einem kleinen Tischchen und ihm eingeklemmt war und nicht weg hätte können.
„ Ich habe ihn nicht verloren ich habe ihn geworfen. Teddy wollte zu dir.“ Diese fiese Stimme von ihm, die er bekam wenn er ´normal´ war fand ich gar nicht gut, für mich war es immer schon das Anzeichen das ich möglichst schnell die Flucht ergreifen sollte.
„ Kanato könntest du mich bitte vorbei lassen? Ich ruiniere euch noch den ganzen Boden, meine Haare tropfen noch.“ Statt mir Freiraum zu geben trat er nur näher an mich heran.
„ Soll ich es dir trocknen?“ Seine Stimme hatte sich verändert und trug dazu bei das ich ihn gar nicht mehr einschätzen konnte. Mühsam versuchte ich meine Kehle zu befeuchten, die plötzliche indiskrete Nähe war mir gar nicht angenehm.
„ Nein, bitte lass mich gehen. Später nicht jetzt ja lass mich wenigstens etwas anziehen.“ Innerlich hoffte ich inständig dass er einen Funken Verstand in sich trug und mich gehen lassen würde.
// Ich weiß es doch, er wird mich nicht gehen lassen, verdammt.// Mich mit meinem Übel abfindend lehnte ich mich gehen die Wand schloss kurz die Augen und krempelte meinen Ärmel hoch.
„ Du willst mein Blut? Hier bitte, ich gebe es dir.“ Ihm mein Handgelenk vors Gesicht haltend wartet ich darauf dass er nach der Hand griff. // Mir bleibt doch nichts anderes übrig oder?// Verwirrt das er, meine Hand herab drückte sah ich hoch und wäre fast in einem Satz über das Tischchen gesprungen.
Keine Handbreit trennte ihn von mir. // Wie zur Hölle habe ich das nicht bemerken können? Bin ich denn schon so verpeilt.//
„ Ich will nicht dein Blut… ich will.... “ Dieser Unterton in seiner Stimme führte dazu dass mir meine Haare im Nacken zu Berge standen. // Was will er? Ich kann ihm nichts anderes geben.
// Oh Gott nein, bitte nicht er auch noch, das gestern reichte mir für eine Ewigkeit, bitte halte dich doch einfach fern von mir.// „ Lauf mir nicht weg. Ich bekomme dich eh.“ // Er hat Recht, verdammt. //
„ Nicht hier.“ Meine Bitte war nicht mehr als ein Hauch, meine Stimme wollte einfach nicht so wie ich. „ Still und mach nichts Falsches.“ Mit einem Nicken willigte ich ein. // Oh man wo ist Reiji wenn man ihn gerade einmal braucht? Oder irgendein anderer der Brüder, wieso kommt denn keiner? Selbst Ayato wäre mir Recht auch wenn ich mir dann um anderes Sorgen machen müsste.//
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