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Dieses eine Bild, Sophie betrachtet es immer wieder, auf ihrem Smartphone, ihrem Tablet, ihrem Laptop. Vergrößert und ausgedruckt schmückt es als Poster die Wand ihres Zimmers. Auf dem Foto ist ein schlanker, aber athletisch gebauter Junge zu sehen, mit feinen Gesichtszügen, einem verschmitzten Lächeln und wilden, ungebändigten Locken. 

"So schön", murmelt Sophie leise vor sich hin, "ich liebe ihn so sehr!" 

Dabei kennt sie den jungen Mann gar nicht. Nur ein einziges Mal hat sie kurz mit ihm gesprochen. Das Bild stammt von seiner Facebook-Seite und er ahnt nicht einmal, dass Sophie für ihn schwärmt. 

Sie selbst glaubt, dass sie noch nie in ihrem Leben so verliebt war. Aber was hat Blake, der ja auch ein Maler ist, einmal gesagt? Wenn es in der Bibel heißt, man solle sich kein Bildnis machen, dann sei nicht nur Gott gemeint. Wie soll man diesen Satz verstehen? 

Sicherlich darf man Menschen zeichnen, malen, porträtieren und fotografieren. Ein solches Abbild soll jedoch nicht zu einem Götzen werden, den man so anbetet, wie Sophie das Foto ihres Traumboys. Weiß das Mädchen denn, wen oder was sie liebt? Sie kennt diesen Menschen doch überhaupt nicht! 

Bilder können eine große Macht ausüben und unser Bewusstsein kontrollieren. Welchen Rat würde Blake der kleinen Schwärmerin geben?

"Um herauszufinden, ob du wirklich in diesen Jungen und nicht nur in sein Foto verliebt bist, schaue dieses Bild möglichst nicht mehr an, sondern lerne den Menschen kennen."

Die weisen WorteGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt