Harry Pov
Spontan hatten Danielle und Liam den Plan geändert. Während die Geister besprachen, was sie wegen diesem Samuel machen wollten, sollten Perrie und ich in unsere Zimmer. Louis und Zayn würden bei uns bleiben.
>>Lou?<, fragte ich, wobei ich nach rechts sah. Ich spürte seine Hand in meiner, doch war er zurzeit unsichtbar. >>Können wir nicht in dein Zimmer?<<
>>Dann wundern sich deine Zimmergenossen, wo du steckst.<<
>>Bitte.<< Er lachte, antwortete aber nicht weiter. Plötzlich wurde mein Arm nach hinten gerissen. Louis musste stehen geblieben sein. >>Lou?<<
>>Planänderung.<<
>>Wieso?<<
>>Samuel.<<
>>Hier?<<, fragte ich leicht ängstlich.
>>Ja. Vertraust du mir?<<
>>Klar.<< Ich konnte seine Arme um meiner Hüfte spüren und wie er mich fest an seine Brust drückte. In der nächsten Sekunde hatte ich keinen Boden mehr unter den Füßen und raste in Richtung Decke. Als ich wahrnahm, dass der Boden weg war, schossen wir auch schon durch die Decke und standen ein Stockwerk weiter oben. Ganz von allein hatte ich mich an Louis festgeklammert. >>Ich wusste gar nicht, dass Geister so was können.<<, keuchte ich. Louis nahm seine Geistergestalt an. Amüsiert sah er mich an.
>>Du weiß vieles noch nicht über Geister.<<
>>Dann erzähl mir alles.<<
>>Irgend wann vielleicht, aber nicht jetzt.<< Mit mir an der Hand ging Louis einige Meter. Ich sah mich dabei um. Wir waren scheinbar auf einem Dachboden oder zumindest wirkte es so. Die Augen hatte Louis geschlossen beim Laufen.
>>Was machst du?<<, wollte ich wissen.
>>Ich probiere dein Zimmer zu finden.<<
>>Und wie?<<
>>Geister können Menschen oder mit ganz viel Übung auch andere Geister aufspüren.<<
>>Klingt praktisch.<< Langsam aber sicher fing diese Geistersache an mich zu faszinieren.
>>Ist es auch. Allerdings bin ich zu faul zum Üben, weswegen ich es nur mit Menschen kann. Du müsstest Liam mal sehen, der braucht ein paar Sekunden und weiß sofort wo sich welcher Geist aufhält und zwar auf den Zentimeter genau.<<
>>Echt jetzt?<<
>>Klar, ich würde dich doch niemals anlügen.<< Inzwischen hatte er die Augen wieder geöffnet und war stehen geblieben.
>>Und was war das mit den Vampiren die Schweinefleisch essen?<<, harkte ich nach, wobei ich eine Augenbraue hoch zog. Bei der Erinnerung musste Louis kichern, was unglaublich süß klang.
>>Das du mir so einen Mist glaubst.<<
>>Also stimmt das mit Liam jetzt oder nicht?<< Skeptisch sah ich ihn an.
>>Ja, es stimmt. Er hat hier aber auch das Sagen und muss die Kontrolle behalten, das ist natürlich leichter, wenn er weiß, wo alle Geister sind.<< Kurz schloss Louis noch mal die Augen, dann zog er mich wieder eng an sich. >>Es ist Zeit für Menschen schlafen zu gehen.<<, grinste er. Erneut verlor ich den Boden unter den Füßen. Dieses mal fielen wir jedoch nach unten. Genau vor meiner Zimmertür landeten wir.
>>Dir macht dies durch die Wände laufen richtig Spaß, oder?<<, harkte ich nach.
>>Oh ja, weiß du eigentlich wie geil man hier Fußball spielen kann, wenn man durch alle Wände, Decken und Böden durch kann.<<
>>Kann der Ball das denn auch?<<
>>Ja, wir können Gegenstände durch Wände werfen bzw. schießen in diesem Fall.<< Lächelnd lehnte der Geist sich vor. Zärtlich legte er seine Lippen auf meine. In dem Moment war alles vergessen. Es existierten nur noch Louis und ich . Zumindest solang bis ein Schrei durch die Gänge halte. Erschrocken zuckte ich zusammen. Schnell hauchte Louis mir noch einen Kuss auf die Lippen, dann wurde er unsichtbar. Gerade noch rechtzeitig, denn schon wurden sämtliche Türen aufgerissen. Die Jungs kamen alle aus ihren Zimmern, also muss der Schrei aus der Etage der Mädchen gekommen sein. Ich spürte Louis Hand, die sich in meine legte. Eilig folgte ich meinen Mitschülern ein Stockwerk nach unten. Louis wich dabei nicht einmal von meiner Seite, was mir ein Gefühl der Sicherheit gab. Ich wusste,dass er im Notfall eingreifen würde.
Wir kamen bei den Mädchen an. Mitten im Gang stand Maja, ein Mädchen aus meiner Klasse. Sie war Blutüberströmt. Es gab keinen einzigen Fleck, der nicht mit Blut bedeckt war. Sie weinte. Ich suchte ihren Körper nach Wunden ab, konnte aber durch all das Blut nichts entdecken.
>>Oh Gott, was ist passiert?<<, fragte die Lehrerin, die uns begleitet hatte Mrs. Wyler.
>>Wi … ir waren in der Ge...Gemeinschaftsdusche duschen … und dann wu ...urde aus dem Wasser … plötzlich Bl … Blut.<<, schluchzte Maja. Liam war inzwischen auch dazu gekommen und hatte Maja zugehört. Außerdem war Mr. Jones mein Klassenlehrer dazu gestoßen. Einen Moment blickte er noch seine Schülerin an, dann sah er wütend zu Liam.
>>Was wird hier für ein krankes Spiel gespielt?!<<, schrie er. Liam wollte gerade den Mund öffnen um etwas zu erwidern, kam aber nicht dazu. >>Es reicht mir! Wir reisen ab und denken Sie nicht, dass Sie auch nur einen einzigen Cent von uns sehen werden.<< Er wand sich an uns. >>Ihr packt jetzt sofort eure Koffer. In einer halben Stunde treffen wir uns in der Lobby. Ich sag dem Busfahrer Bescheid.<< Mit diesen Worten marschierte er davon, aber nicht ohne Liam an zu rempeln.
>>Harry, komm.<<, murmelte Dan neben mir, welcher mich mit sich zog. Mit der anderen Hand klammerte ich mich an Louis. Ich wollte bei ihm bleiben. Egal wie viele Kräfte Geister hatten, ich bezweifelte, dass sie diese Villa verlassen konnten , sonst hätten sie es sicher schon längst getan.
Es gab zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit bestand da drin, dass wir uns gleich verabschieden würden und dann nie wieder sehen. Die zweite Möglichkeit war, dass ich es irgend wie schaffte hier zu bleiben und zum Geist werde.
Die Entscheidung war schnell getroffen.
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Geisterkuss [Larry/Niam] ✔
FanfictionEine alte Villa in der es spuckt? Das sind doch alles nur Gerüchte, davon sind Harry und seine Klassenkameraden fest überzeugt und beschließen in der Villa zwei Wochen zu verbringen. Doch schon früh müssen sie erkennen, dass sie nicht allein sind un...
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