Rising Fire-Part 1

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Keine zwei Tage später verschwand Vi wieder. Bei Mike schrilllten sofort die Alarmglocken. Schließlich war Admiral Harrison immer noch auf freiem Fuß. Er machte sich sofort auf die Suche.

´Sie muss doch hier irgenwo sein. Das Signal kommt von hier.´ Mike befand sich in einer kleinen Seitengasse in der Stadtmitte von Malibu. Außer ein paar Besoffenen war hier aber fast niemand.

"Mike, sie müsste direkt vor dir sein. Jedenfalls stehst du direkt vor dem Signal."meldete sich Michelle.

"Aber da ist sie eben nicht!" Mike sah sich den Boden genauer an. Halb von einem Müllsack verdeckt sah er etwas hervorblitzen. In Erwartung einer Antwort auf sein Rätsel bückte er sich danach. Es war Vi´s Uhr mit dem Sender darin!

"Scheiße war´s! Die Schweine haben ihn anscheinend gefunden! Jetzt müssen wir sie anderst suchen!" In demselben Moment nahm er eine Bewegung war, aber es war schon zu spät! Er bekam so stark einen übergebraten, dass er bewusstlos zusammenbrach.

Sein Kopf dröhnte, und seine Augenlider waren schwer, als er wieder zu sich kam. Als erstes bemerkte er, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Schlagartig war er hellwach und riss die Augen weit auf. Nach ein paar Sekunden voll vergeblicher Bewegungsversuche stellte er fest, dass er mit dicken Schellen aus Stahl an einen Stuhl, welcher ebenfalls aus blankem Stahl bestand, gefesselt war.

´Na toll! Und meine Ausrüstung haben mir die Lutscher auch noch abgenommen.'

Mit schwindender Hoffnung auf eine Flucht und einer Fortsetzung der Suche nach Vi, begann er sich umzusehen. Nachdem sich seine Augen vollends an die Dunkelheit im Raum gewöhnt hatten, sah er, wo er sich befand. Anscheinend war er in einer verlassenen Metzgerei. Überall waren alte, teilweise zerstörte Fliesen, und von der Decke hingen einige dicke Haken, an denen noch Blut klebte, welches nicht einmal alles alt aussah.

'Anscheinend bin ich nicht allein.'dachte sich Mike.

Anderst als in normalen Metzgereien waren hier auch Kameras installiert, und in der Wand gegenüber von Mike ist eine Scheibe eingelassen worden. Auf der anderen Seite war auch ein Raum, was Mike anhand der vollkommenen Dunkelheit auf der anderen Seite der Scheibe schlussfolgerte.

Nachdem Mike eine Weile dasaß, ging eine Tür auf, und ein Bildschirm wurde von zwei Soldaten reingeschoben und angeschlossen. Anschließend verliesen sie den Raum wieder. Der Monitor schaltete sich ein, und Admiral Harrison erschien auf ihm.

"Hallo Mike. Endlich lernen wir uns mal kennen. Zwar nicht persöhnlich, aber trotzdem. Ich hoffe, dass sie es gemütlich haben. Schließlich werden sie diesen Raum nicht mehr verlassen. Dafür haben sie mir zu viele Probleme gemacht."

"Zu viel der Ehre. Sie sind auch nicht schlecht. In ihnen habe ich immerhin einen anspruchsvollen Gegner gefunden. Aber habe ich ihnen wirklich so viele Probleme bereitet?"

"Erst möchte ich mich bei ihnen für das Lob bedanken. Ich finde es sehr schön, endlich jemand kultiviertes als Gegner zu haben. Nur Schade, dass sie mir nicht mehr lange im Weg sein werden. Und um ihre Frage zu beantworten, brauch ich jetzt ein bisschen Zeit, also unterbrechen sie mich bitte nicht. Ok?"

"Ok."

"Dann beginne ich mal mit der Vorgeschichte dieser ganzen Auseinandersetzung. Vor etwa fünf Jahren war ich zusammen mit meinen Hawks in Washington wegen einer Terrordrohung gegen den Präsidenten. Nach zwei Tagen hatten wir die Terroristen ausfindig gemacht. Meine Jungs stürmten die Wohnung, aber als sie drin waren, explodierte diese. Dummerweise war es ein atomarer Sprengsatz, welcher gleich ganz Washington ausradierte. Der Präsident war glücklicherweise zu dem Zeitpunkt auf einer diplomatischen Auslandsreise, weshalb er nicht starb. Der Verlust meiner Jungs traf mich hart, da ich alle in den Jahren ihrer Dienstzeit persöhnlich kennenlernte, und auch ab und zu von ihren Familien zum Abendessen eingeladen worden war. Ich wurde beurlaubt, um mich erholen und darüber hinwegzukommen. Ich nutzte diese Zeit, um die überlebenden Attentäter ausfindig zu machen. Über den Funk meiner Jungs hatte ich nämlich mitbekommen, dass die Wohnung leer war. Nachdem ich sie gefunden hatte, flog ich nach Russland, wo sie sich abgesetzt hatten, und brachte sie alle um. Leider hatte dies Folgen. Die Attentäter waren nämlich Mitglieder des russischen Geheimdienstes, aber der Anschlag war ihr eigenes Werk. Ihre Regierung wusste davon nichts. Wegen den Morden an ihnen hätte es beinahe einen Krieg gegeben, aber glücklicherweise konnte ihnen dann doch der Anschlag nachgewiesen werden, und die Wogen glätteten sich. Aber für mich nicht! Seitdem jagt mich das amerikanische Militär, um mich wegen den Morden und dem Beinahe-Krieg zu einer öffentlichen Hinrichtung zu verurteilen. Allerdings wissen diese Geschichte nur die wenigsten. Den anderen wurde eine Geschichte erzählt, in der ich die Waffen des Militärs unter der Hand an Terroristen und Mafia-Mitglieder verkauft hätte. Wären bis hierhin Fragen?"

"Welche Rolle hat Smith in der ganzen Geschichte?"

"Hahaha, sie denken mit. Aber leider nicht gut genug. Strengen sie mal ihre grauen Zellen an. Was wurde ihnen erzählt? Dass er wegen Waffenhandel gegen mich aussagen würde?"

"Moment mal! Er war doch auch im Militär. Wieviel von dieser Geschichte weiss er?"

"Alles! Er war der Vorgesetzte, der mich beurlaubt hat."

"Also war alles eine Inszenierung? Aber warum haben sie dann Vi von ihren Hawks entführen lassen?"

"Ich wollte Smith eine Lektion erteilen. Er sollte erkennen, dass er mit dem Feuer spielt. Und hat darauf seinen Joker gespielt. Dich."

"Falsch. Ich habe daraufhin auf eigene Verantwortung gehandelt. Er hat keine Kontrolle mehr."

"Oh. Ok. Dann hast du allein die Auslöschung der Hawks zu verantworten?"

"Ja und nein. Einer von ihnen hat versucht Vi zu vergewaltigen. Daraufhin hab ich nicht länger auf Verstärkung gewartet und bin auf sie losgegangen. Also hat eigentlich einer ihrer Leute die beinahe totale Auslöschung der Hawks zu verantworten. Denn zwei leben noch. Aber sie sind nicht einsatzfähig."

Eine Pause entstand. Anscheinend musste Harrison erst einmal verkraften, was er da hörte. Schließlich hat ein einziger Mann seine 12 besten Kämpfer ausgeschaltet. Und gibt die Schuld sogar einem von ihnen. Nach ein paar Minuten allerdings fing er wieder an zu sprechen.

"Du hälst dich wohl für sonderlich klug. Schließlich kann ein Toter nichts mehr abstreiten,..."

"Der Schuldige ist einer der beiden Überlebenden."

"UNTERBRICH MICH NICHT! Du hast meine besten Leute, welche auch meine engsten Vertrauten waren, umgebracht! Dafür lasse ich dich langsam und qualvoll sterben! Und nicht nur dich!"

Im Raum hinter dem Fenster ging das Licht an. Dort saß Vi auf einem weiteren Stuhl aus Stahl. Ihre Hände waren mit einem dicken Seil hinter ihrem Rücken gefesselt, und ihre Füße waren ebenfalls mit einem dicken Seil gefesselt.

"Davon kann ich ihnen nur abraten! Wenn sie ihr was tun, werde ich nicht ruhen, bevor ich sie nicht erwische! Und das würde mir dann ein gewaltiges Vergnügen bereiten, wenn ich sie langsam in Scheiben zerlege und ihre Eingeweide am lebendigen Leib entferne!"

"Dafür müsstest du überleben, aber das wirst du nicht. Ich wünsche dir noch viel Spass."

Der Bildschirm ging aus.

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