Part 14 ~ Es wird ernst

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"Alles okay bei dir?" fragte mich Capi, als Samra weg war.
"Ja klar wieso?"
"Naja Samra kann manchmal ein bisschen Impulsiv sein."
"Ein bisschen?" wiederholte ich mit einem empörten Lachen.
"Ja naja er hatte es halt nicht leicht früher. Hatten wir beide nicht. Samra wird eben schnell wütend, ich glaube nicht mal dass er ein direktes Problem mit dir hat." Nahm er ihn in Schutz.
"Also wütend ist echt untertrieben." korrigierte ich ihn, und auf seinem Gesicht bildete sich ein kleines Lächeln, was sich innerhalb von Sekunden zu einem Lachen entwickelte.
"Was hast du?" fragte ich. Sein Lachen zwang mich automatisch dazu ebenfalls zu grinsen.
"Ich stell mir nur gerade Samras Fresse vor als du ihm den Kaffee übergekippt hast" fing er an zu feiern. Nun musste ich auch lachen. Irgendwie war es ja schon lustig. Obwohl Samra da wahrscheinlich anderer Meinung war.
"Oh man ich wäre gerne dabei gewesen." Sagte er, nachdem er sich wieder eingekriegt hatte.
"Ah, glaub mir, wärst du nicht. So sauer wie der war. Ich bin echt um mein Leben gerannt."
Grinsend kam er mir näher, strich mir eine Haarsträhne nach hinten und beugte sich dann über mich.
"Hmm vielleicht solltest du das bei mir auch tun." hauchte er in mein Ohr, was mich zum kichern brachte, da sein heißer Atem an meinem Hals kitzelte.
"Was, dich mit Kaffee übergießen?" Scherzte ich.
"Du bist heute ganz schön frech, dafür dass du mir jetzt eigentlich schon zwei Gefallen schuldest." knurrte er in meine Halsbeuge.
"Warum zwei?" fragte ich schwer atmend, als er anfing meinen Hals mit sanften kleinen Küssen zu übersähen.
"Naja ich hab dir heute zum zweiten mal deinen kleinen süßen Arsch gerettet. Wäre ich später wiedergekommen hätte Samra dich mit Sicherheit zerfetzt. Und genau deswegen schuldest du mir jetzt was." Ich schluckte. Meinte er...das?
Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Wie ferngesteuert zog ich meine Beine auf die Couch und rutschte zur Seite, sodass er hoch klettern konnte. Und schon lag er über mir. Ohne großartig nachzudenken nahm ich ihm seine Cap ab und fuhr durch seine schwarzen, mittellangen Haare. Und dann endlich kam der Moment, auf den ich gewartet hatte. Er beugte sich zu mir runter und sein Atem prallte auf meinen Lippen ab, genauso so wie meiner auf seinen. Lächelnd zögerte er und spannte mich somit auf die Folter. Zwischen uns hätte nicht mal mehr ein Batt Papier gepasst. Dann tat er es endlich. Gierig presste er seine nach Minze schmeckenden Lippen auf meine, während ich ihm immer wieder durch die Haare fuhr. Sofort beschleunigte sich mein Herzschlag und ich hatte keine Kontrolle mehr über meine Atmung. Hastig befreite er mich von meinem Pullover und drückte dann wieder seine weichen Lippen auf meine. Mein Kopf war wie benebelt, alles um uns herum schien egal zu sein. Was in diesem Moment zählte waren nur wir beide, und seine Zunge, die in meinem Mund immer wieder um Einlass bat. Sanft biss er mir auf die Lippen, um mir klar zu machen, dass ich sie endlich reinlassen sollte – was ich dann auch tat. Es fühlte sich an als wären wir miteinander verschmolzen. Hungrig begann er wieder meinen Hals zu küssen, während sich seine Hand langsam unter mein Top schob. Mit einem Ruck hatte er mich auch davon befreit, und wanderte mit seinen Küssen immer tiefer. Mit einem leichten stöhnen zog ich den Bauch ein, als er an meinem Bauchnabel angekommen war. Dreckig grinsend öffnete er erst seinen Gürtel, bevor er sich an meinem zu schaffen machte. In den Moment machte es klick und ich war wieder völlig klar im Kopf.
"Stop!" rief ich völlig außer Atem, bevor er weiter machen konnte. Fragend sah er mich an.
"Capi ich...ich weiß nicht wie..." Ich konnte sehen, wie sich tausend Fragezeichen über seinem Kopf bildeten.
"Was weißt du nicht?" fragte er mich ungeduldig.
"Ich bin noch Jungfrau." platzte es einfach aus mir heraus. Seine Augen funkelten kurz auf, als ich den Satz ausgesprochen hatte. Ich konnte seinen Blick nicht deuten. Ich wusste nicht ob es Freude, Erleichterung oder doch Enttäuschung war. Für einen Moment lang sagten wir beide nichts. Er starrte mich an, während ich nicht wusste was ich sagen oder tun sollte.
"Du...du bist noch nie?..." stammelte er verwirrt.
"Du willst mir gerade echt erzählen dass du mit 21 Jahren noch nie von jemandem durchgenommen wurden bist?"
Die Röte schoss in meine Wangen, als er mir diese Frage stellte. Langsam kroch er wieder zu mir hoch und schaute mir prüfend in die Augen.
"Wow" kam es nur von ihm. Und schon stieg er von mir runter.
Ich lag immernoch in der gleichen Position da und war mit der Situation komplett überfordert.
"Zieh dich an, ich fahr dich nach Hause." Kam es von ihm, als er seinen Gürtel wieder zu machte. Als wäre das gerade alles nicht passiert. Ich tat einfach was er sagte und zog mir mein Top wieder an. Den Pullover ließ ich aus, da mir immernoch extrem warm war. Stumm stand er vor mir und beobachtete mich nachdenklich.
"Den Pullover auch." sagte er trocken.
"Aber mir ist warm."
"Ist mir egal, so gehst du mir nicht raus. Entweder ziehst du ihn an oder ich zieh ihn dir mit Gewalt an." Drohte er mir. Ich wollte mich nicht mit ihm anlegen, also tat ich es einfach. Traurig stand ich auf und nahm meine Tasche, die ich zuvor auf der anderen Couch abgelegt hatte.
"Hast du alles? " fragte er noch einmal, bevor er die Tür öffnete.
"Capi warte" flehte ich ihn an.
"Hm?" murmelte er und drehte sich noch einmal zu mir um.
"Ich..." fing ich an zu stottern, während ich mit aller Mühe versuchte die Tränen zurück zu halten. Es verletzte mich unheimlich, wenn er so kalt zu mir war.
Seufzend schloss er die Tür wieder und kam auf mich zu. Mit einem mitleidigen Blick strich er mir eine Strähne hinters Ohr und sah mich an. Ich schaute ihm kurz in die Augen, und dann wieder auf den Boden. Ich spürte, wie mir eine Träne entwich und über meine Wange lief, bevor ich mich sammeln konnte um zu sprechen.
"Bitte schubs mich nicht weg" flüsterte ich mit zittriger Stimme.

Mademoiselle ~ Band 1Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt