Part 85 ~ Poolparty

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„So, auf uns!" rief Samra und alle hoben ihre Becher zum anstoßen.
„Auf die Musik, Bratans und Bratinas." Fügte Vladislav hinzu und zwinkerte kurz zu mir herüber.
„Ja eben, auf die Frauen!" grinste Samra und legte wieder seinen Arm um Valentina, die keine andere Chance hatte als sich von ihm rüberziehen zu lassen.
„Ich würde sagen, ab ins Wasser!" sagte Ghassan laut und zog sein Shirt aus, was ihm dann alle anderen gleich taten. Melanie schlüpfte so elegant wie möglich aus ihrem Minirock und warf ihn dann Nima zu, der ihn grinsend auffing. Ein zwinkern in Richtung Vladislav konnte sie sich allerdings auch nicht verkneifen. Während die anderen im Pool herumalberten und Vladislav die ganze Zeit damit beschäftig war sich irgendwas zu mischen, saß ich alleine auf der Liege und beobachtete das ganze Schauspiel. Irgendwie hatte ich mir den Abend anders vorgestellt. Lustiger. Gut, für die anderen war es lustig. Aber ich fühlte mich irgendwie unwohl. Als alle im Pool irgendwann nur noch mit rummachen beschäftigt waren, hielt ich es für angebracht vielleicht einfach die Shisha neu zu machen, dann konnte ich wenigstens rauchen und musste nicht nur dumm rum sitzen. Seufzend schnappte ich mir den Kopf und transportierte ihn in die Küche, wo ich ihn ausspülte und neue Kohlen auflegte.
„Na Prinzessa." Ich erschrak leicht, als sich zwei starke Arme um meinen Bauch schlangen, während ich den Tabak im Kopf verteilte.
„Na du Alkoholiker." kicherte ich und Vladislav legte sein Kinn auf meinem Kopf ab.
„Bin kein Alkoholiker." nuschelte er trotzig und kuschelte sich noch enger an mich heran.
„Vladislav, du erdrückst mich!" mahnte ich lachend, doch er reagierte nur mit einem sehr verwaschenen „Würde ich niemals machen."
Während er an mir klebte wie ein Koalabär machte ich den Kopf fertig und wusch mir dann die Hände, an denen noch Tabak klebte.
„Komm, lass uns rauchen. Die anderen sind eh beschäftigt." sagte ich zu ihm und versuchte seine Arme von mir zu lösen.
„Du kannst gerne Shisha rauchen. Aber ich will dann mit Samra einen buffern." lallte er und löste sich von mir.
„Ist das so eine gute Idee? Wenn du eh schon eine ganze Menge Alkohol in dir hast?" hakte ich besorgt nach, doch ich redete gegen eine Wand.
„Willst du mir gerade vorschreiben was ich machen darf und was nicht?" Er schaute mich leicht gereizt an und versperrte mir den Weg nach draußen.
„Nein, natürlich nicht. Ich will nur nicht, dass du dich übernimmst." lächelte ich warm und schlich mich an ihm vorbei.
„Weißt du was ich heute noch nehmen werde Baby?" rief er und folgte mir zurück zur Liege.
„Dich, und zwar so richtig." brummte er, zog mich an meiner Hand an sich und küsste mich, während ich nebenbei versuchte den Kopf mit den Kohlen nicht fallen zu lassen.
„Das werden wir noch sehen." grinste ich. Wenn er weiter so trinken würde wie jetzt, dann würde das heute ganz bestimmt nichts mehr werden. Er antwortete nicht, sondern verzog nur schelmisch den Mund und ging dann rüber zu Granit, der sich irgend eine Mische machte. Während die zwei sich unterhielten widmete ich mich wieder meiner Shisha und lehnte mich entspannt auf meiner Liege zurück, während ich immer mal wieder an meinem Vodka Energy nippte.
„Hast du das Becherchen immernoch nicht leer?" Fragte Granit, der meine Beine anhob, sich hinsetzte und sie dann auf seinem Schoß platzierte.
„Nö." sagte ich und grinste ihn provokativ an.
„Nimm mal nen richtigen Schluck. Du bist ja wie Capi, der eine Woche für eine Fritz Cola braucht." stichelte er und legte seine Hände auf meinen Beinen ab.
„Lass mich doch. Einer muss ja hier einen kühlen Kopf bewahren, wenn ihr euch alle volllaufen lasst."
„Da hast du wohl recht." Stimmte er mir zu und nahm ein paar Züge von der Shisha, bevor er mit Vladislav ein Stück weiter weg ging. Gerade als ich wieder entspannen wollte, ließ mich ein spitzer Schrei zusammen zucken – Es war Valentina, die las einzigste immernoch mit Samra im Pool war. Sie hielt sich lachend die Hände vor die Oberweite, während er einfach an ihr klebte, ihre Brüste angaffte und ihr immer wieder einen Kuss aufdrückte, während er ihren Hintern massierte. Bäh, so genau wollte ich das alles gar nicht sehen.
„Samra!" kreischte sie lachend, als er versuchte ihr Bikinioberteil zu öffnen.
„Leute, wir sind dann weg. Ich melde mich morgen bei euch, haut rein meine Cousins und Cousinen." Sagte Ghassan und verabschiedete sich von uns allen. Und natürlich hatte er wieder Gina im Schlepptau, die ihm für diese Nacht Gesellschaft leisten würde.
Nachdem die beiden verschwunden waren kamen auch Samra und Valentina aus dem Wasser. Samra konnte nicht eine Sekunde lang die Finger von dem Mädchen lassen, während er nebenbei immer wieder Shots mit Nima trank und sich seine Mische rein leierte. Ich will nicht sagen dass er fast genauso besoffen war wie Valdislav, aber viel fehlte bestimmt nicht mehr. In dem Moment fiel mir auf, dass ich Vladislav aus den Augen verloren hatte. Eben war er noch bei Granit, aber jetzt war er weg. Zur Sicherheit beschloss ich, einfach drinnen mal nach zu sehen, ob alles okay war. Also schlenderte ich durch die Schiebetür in die Küche und sah mich um – aber es war kein Vladislav in Sicht.
„Josy, mach mal die Shisha neu!" brüllte Samra, der mir anscheinend gefolgt war.
„Bin ich dein Sklave oder was?" fragte ich genervt, da ich den Ton einfach unmöglich fand.
„Nein, aber du machst trotzdem was ich dir sage." zischte er und schaute mich herrisch an.
„Sagt wer?" fragte ich und verschränkte die Arme vor meiner Brust.
„Ich sag das. Und jetzt mach." Befahl er grob und drehte sich wieder in Richtung Tür.
„Nein." sagte ich stur. Als er schon einen Fuß draußen hatte blieb er stehen und machte kehrt.
„Was war das?" fragte er und kam näher.
„Ich...hab nein gesagt. Ich hab die vor einer halben Stunde erst neu gemacht...das wäre dämlich." stotterte ich etwas eingeschüchtert, als er mir auf die Pelle rückte, bis ich die Kante der Küchentheke an meiner Lendenwirbelsäule spürte. Er blieb vor mir stehen, lehnte sich mit den Händen neben mir ab und kam mir gefährlich nahe. Mein Herz drohte fast zu explodieren, während ich mich in den Griff der Küchenschublade hinter mir krallte und versuchte, das letzte bisschen Kontrolle über meine Atmung zu halten, das ich noch besaß.
„Angst?" fragte er und grinste fies, doch ich war unfähig zu antworten. Mit aller Kraft versuchte ich meinen Oberkörper noch weiter nach hinten zu lehnen, aber es ging nicht.
„Gut so." flüsterte er in mein Ohr und ich konnte spüren, wie sein heißer Atem an meinem Hals abprallte.
„Hör auf." wisperte ich, als er sanft anfing meinen Hals zu küssen.
„Du bist betrunken. Samra, bitte!" war das letzte was ich noch heraus bekam, bevor er mit seinen Küssen noch weiter nach unten wanderte.
„Josy?" Brüllte Vladislav von oben und ich hörte, wie er die Treppen runterkam.
„Irgendwann." nuschelte Samra und betrachtete mich noch einmal kurz, bevor er endgültig von mir abließ und wieder nach draußen schlenkerte. Erleichtert holte ich Luft und fasste an die Stelle, an der eben noch seine Lippen auf meiner Haut klebten.
"Hey Prinzessa, alles gut?" fragte Vladislav aufgeregt, als er auf mich zu kam.

Mademoiselle ~ Band 1Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt