Part 33 ~ King Khalil

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Josy

Mit schweren Augenliedern und leichtem Schwindel wurde ich durch eine Stimme wach. Benebelt schaute ich mich um. Ich hatte keine Ahnung wo ich war und wie ich hier her gekommen war. Alles an was ich mich erinnern konnte war die Sache mit Vladislav und dann diese Typen. Vladislav. Der Gedanke an ihn, wie er mit dieser Bitch rumgemacht hatte verpasste mir einen schmerzhaften Stich in meinem Herz. Wie konnte er mir das antun. Ich hatte wirklich geglaubt, dass ihm was an mir liegen würde. Aber vielleicht war das auch alles nur Show.
"Sie ist wach" riss mich eine männliche Stimme aus meinen Gedanken. Es war einer der beiden Typen, die mich überfallen hatten. Der Ausländer vor mir schaute mich abwertend an und verließ dann den Raum, was mir kurz Zeit gab zu realisieren in welcher Situation ich mich befand.
Ich lag auf einer Couch, in einem schick eingerichteten großen Hotelzimmer. In dem Raum befand sich ein riesiger Fernseher und zwei Sessel, wo eben noch der Typ saß der mich mitgenommen hatte. Mit wackligen Beinen stand ich auf. Mein Handy hatten sie mir weggenommen. Ich hatte also keine Chance irgendwen um Hilfe zu bitten. Ich entdeckte zwei breite Fenster und taumelte vorsichtig zu ihnen. Ich befand mich relativ weit oben, vielleicht 2. oder 3. Stock. Das Fenster war also kein Fluchtweg. Zaghaft berührte ich den Griff, um es zu öffnen, als ich eine Person hinter mir wahrnahm.
"Das würde ich lieber sein lassen." Mein Herz überschlug sich fast. Ängstlich drehte ich mich um und blickte einem bärtigen Libanese ins Gesicht. Seine Augen waren Pechschwarz und sein Blick durchbohre mich auf so eine unangenehme Weise, dass es mir eiskalt den Rücken hinunter lief. Er war ungefähr genau so groß wie Vladislav. Und tausend mal angsteinflößender als ein aggresiver Samra. Ich ging ein paar Schritte zurück, er blieb jedoch stehen und beobachtete jede einzelne Bewegung die ich machte.
"Wer bist du?" fragte ich mit zittriger Stimme.
"Du weißt nicht wer ich bin?" In seinem Blick zeichnete sich Empörung ab. Er hob eine Augenbraue und rückte wieder ein Stück näher zu mir auf, um mich genau zu betrachten. Regungslos blieb ich in der Mitte des Raumes stehen, während er mich mit langsamen Schritten umkreiste. Mir wurde augenblicklich heiß, als ich ihn hinter mir spürte. Ich zuckte unwillkürlich auf, als seine Hand meine Haare erst nach hinten und dann auf eine Seite legten.
"Ich bin der, der das Leben deines Freundes zerstören wird. Aber du kannst mich Khalil nennen." Ängstlich kniff ich die Augen zusammen, als ich seinen Atem an meinem Ohr spürte. Seine Finger wanderten von meiner Schläfe zu meinem Hals, und dann zu meinem Dekolte.
"Ganz ruhig." hauchte er in mein Ohr und drückte mich näher an sich heran. Ich war unfähig, mich zu bewegen.
"Was willst du von mir" flüsterte ich, während er mit seiner rechten Hand von vorne auf meine linke Schulter griff, sodass sein Unterarm sich gegen meine Kehle drückte.
"Mal sehen. Entweder töte ich dich..." Sein Griff verfestigte sich, wodurch ich kurz aufschreckte.
"Oder ich werde ein bisschen Spaß mit dir haben. Vielleicht werde ich mich auch erst ein bisschen mit dir vergnügen und dich dann erledigen."
Blitzschnell packten seine großen Hände meine Schultern und er drehte mich zu sich um. Unsere Gesichter waren nur noch ein kleines Stück voneinander entfernt. In seinem Blick lag Belustigung. Er spielte mit mir. Verlegen wich ich seinem Blick aus, was ihn zum grinsen brachte. Ruckartig ließ er mich los und betrachtete mich zufrieden.
"Ich freue mich jetzt schon auf heute Abend. Dann werden wir uns das Bett mal genauer anschauen." raunte er mir zu, bevor er sich auf die Couch niederließ und den Fernseher einschaltete. Ich war starr vor Schreck. Er wollte sich an Vladislav rächen, indem er mich erst vergewaltigen und dann töten würde. Ich würde hier niemals lebend rauskommen. Als ob es Vladislav interessieren würde, wo ich war. Und was mit mir passieren würde. Er hatte mich doch schon abgeschrieben und durch Vanessa ersetzt. Ohne jegliche Hoffnung auf irgendeinen Ausweg oder Rettung setzte ich mich stumm neben den Typ, der mein Leben beenden würde.
"Braves Mädchen." Seinen Arm platzierte er um meine Hüfte, um mich näher zu sich zu ziehen. Ich saß einfach nur da und starrte auf den Fernseher. Was blieb mir auch anderes übrig?

Mademoiselle ~ Band 1Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt