Bonuskapitel 15.3

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Aayanas Sicht

Wenn ich gewusst hätte, was Vincents kleine Eifersuchtsattacke und meine zweifelnden Gedanken, ob ich ihn und die anderen nicht langsam störte und lieber wieder Zuhause schlafen sollte, bei Maria auslösen würden, dann hätte ich Peter angefleht, dass er Maria nichts davon erzählt, denn als ich keine zwei Wochen später nach der Schule mit den anderen nach Hause kam, drohte ich diesmal einen Herzinfarkt zu bekommen.

,,Ziehen wir um?'' verwirrt sah sich Valentin im Flur um, der voll gestellt mit allen möglichen Umzugskartons war, und ließ auch seine Brüder verwirrt sich umsehen.

,,Also ich hab davon nichts mitbekommen und auch so kann ich es mir nicht vorstellen. Mama und Papa hängen doch total an diesem Haus'' etwas ratlos sah Viktor sich die Kartons an und öffnete dann einen davon, nur um dann mit leicht geweiteten Augen wieder zu uns zu sehen.

Valentin trat darauf zu seinem kleinen Bruder, doch fing gleich an zu grinsen ehe er in die Kiste griff und im nächsten Moment einen BH in der Hand hielt.

Fassungslos sah ich diesen an. Wieso zum Teufel ist in dieser Kiste ein BH von mir?

Vincent, der den BH auch erkannte, riss ihn sofort dem anzüglich grinsenden Valentin aus der Hand und legte ihn zurück in den Karton.

,,An Vincents Reaktion gehe ich jetzt mal stark davon aus, dass das Aayanas BH war. Mama Maria, Aayana, ich wusste gar nicht, dass du solche Unterwäsche besitzt'' Augenbrauen wackelnd sah er mich an und ließ mich nur mit rot schimmernden Wangen auf meine nervös zitternden Hände blicken.

,,Halt die Klappe, Valentin'' Vincent schlug seinem kleinen Bruder kurz auf den Hinterkopf ehe er wieder zu mir trat, um mich dann beruhigend anzublicken und mir einen Kuss auf die Stirn zu drücken.

Gerade als Valentin wieder ansetzen wollte etwas zu sagen, trat Maria mit einem weiteren Karton in den Raum.

,,Das gibt es doch nicht. Seid ihr etwa auf der Stelle festgefroren oder was habt ihr für eine Ausrede, dass ihr eurer Mutter nur dabei zu guckt wie sie schwere Kartons trägt'' empört sah Maria zwischen ihren Söhnen hin und her und ließ Vincent nur Augen rollend den für ihn wohl leichten Karton abnehmen.

,,Willst du uns vielleicht vorher erst mal erklären, was hier los ist?'' nach wie vor verwirrt aber auch neugierig sah Viktor seine Mutter an und ließ diese gleich anfangen zu strahlen.

,,Das erklär ich euch erst, wenn die restlichen Kartons rein getragen wurden. Also hopp hopp'' gleichzeitig aufseufzend setzten sich die drei Brüder in Bewegung und gerade als ich ihnen folgen wollte hielt Maria mich auf.

,,Aayana Schätzchen, du warst damit nicht gemeint. Lass die Jungs ruhig alles schleppen, ich zeige dir in der Zeit was besonderes'' etwas verunsichert von Marias Grinsen folgte ich ihr und befand mich keine Minute später auf dem Dachboden wieder, den ich aber ganz anders in Erinnerung hatte.

Fassungslos sah ich mich in dem neu gestrichenen und aufgeräumten Raum um, in dem statt allen möglichen Kisten jetzt ein Sofa, eine Kommode und ein kleiner Tisch standen. Die Wände waren in einem zarten hellen Orange Ton gestrichen und an der Wand, an der das Sofa stand waren sämtliche Bilder aufgeklebt.

Bei genauerem hinblicken machte ich dabei vor allem Bilder aus, die in den letzten Monaten entstanden waren.

,,Ich hab auch noch ein paar Kinderfotos von Vincent hingehängt'' lächelnd sah ich mir genau ein solches an, auf welchem der gerade einmal eineinhalb jährige Vincent mit einem Teddybären neben dem gerade wohl geborenem Valentin lag und diesen mit leuchtenden Augen betrachtete.

,,Hach, Vincent war so ein süßes Kleinkind und manchmal konnten wir alle echt nicht glauben, dass er gar nicht so viel älter als Valentin und Viktor ist. Er hat schon von Anfang an so ein Verantwortungsgefühl für die beiden entwickelt gehabt und hat sich ständig um die beiden gekümmert und gesorgt'' lächelnd sah ich mir die weiteren Kinderbilder an und konnte Maria nur zustimmen.

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