Special-Bonuskapitel

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Marias Sicht:


Tollpatschig wie ich nun mal mit meinen jungen 16 Jahren war, stolperte ich aus der U-Bahn, rempelte dabei ausversehen eine Oma an, die mir empört hinter her schrie, doch von mir nur ignoriert wurde und sprintete dann zur Rolltreppe. 

So sehr mich das Schicksal nun mal liebte, stieß ich vorher aber noch mit jemanden zusammen und da ich nun mal keine wirkliche Kontrolle über meinen Körper hatte, verlor ich direkt das Gleichgewicht und landete auf meinem Hintern. 

Hätte ich doch mal auf meine Schwester gehört und mit ihr diesen Yogakurs gemacht, dann hätte ich mir wenigstens diesen blauen Fleck an meinem Steißbein ersparen können. 

Der Typ, der mich umgerannt hatte, stotterte eine Entschuldigund und streckte mir seine Hand aus, doch schlug ich diese nur weg und stand dann selber auf. 

Ich war eine selbstständige Frau, ich verzichtete auf so einen möchtegern Typen, der gerne Gentleman spielt. 

Ohne ihn an zu sehen lief ich wieder weiter, spürte aber weiterhin seinen Blick auf mir, doch hatte ich eindeutig keine Zeit um ihn zurecht zu weisen, dass mein Hintern ganz sicher nicht für seine Augen bestimmt war, schließlich wartete mein Chef wahrscheinlich schon wieder gereizt aufgrund meiner Unpünktlichkeit auf mich. 

Fünf Minuten später kam ich außer Atem an dem großen Opernhaus an, wo heute irgendeine Gala stattfinden würde und bei der ich Glückspilz die Kellnerin spielen durfte. 

Mein Chef wartete wie erwartet Arme verschränkend im Vorraum des Opernhauses auf mich und kurz haspelte ich eine Entschuldigung herunter und wurde von ihm dann sofort in die Küche verwiesen. 

Meine Kollegin lachte mich natürlich erst mal aus als ich mit knallrotem Kopf in die Küche lief und reichte mir dann immer noch lachend diese Kellnerkluft, die ich mir schnell überzog. 

Danach richtete ich noch kurz meine Haare in dem kleinen Spiegel, ließ mir von Lisa ein Tablett mit Sektgläsern reichen und lief dann charmant lächelnd in den großen Galaraum und fing an die ganzen reichen Schnösel mit Sekt ab zu füllen. 

Es war nicht das erste mal, dass ich bei so einer Gala aushalf, normalerweise arbeitete ich in einem ganz normalen Café, aber dadurch wusste ich immer hin schon, dass die Leute, die sich in der Nähe der Bar aufhielten, nebenberufliche Alkoholiker waren und ich an sie ganz schnell alles los wurde. 

Lisa übernahm währenddessen die ganzen anderen Leute, von denen vielleicht jeder dritte nur ein Glas nahm und während sie ihre Runden drehte, verkroch ich mich zu Steve an die Bar, der normalerweise auch bei mir im Café arbeitete. 

,,Na pünktlich wie immer gewesen Maria?'' 

,,Immer doch und außerdem, meine Uhr sagt, dass ich sogar zu früh war'' 

Aber das lag auch nur daran, dass ich meine Uhr extra falsch stellte und so in der Schule auch jedes mal behaupten konnte, dass meine Uhr daran Schuld sei und nicht der Grund, dass ich erst fünf Minuten vor Schulbeginn aufstand. 

,,Du weißt doch hoffentlich, dass Andreas irgendwann noch die Nerven wegen dir verlieren wird oder?'' grinsend winkte ich nur ab und erwiderte dann gebunden, dass Andreas sich das nicht trauen würde. 

,,Maria beweg deinen Arsch jetzt hier her und hör auf meinen Freund von seiner Arbeit ab zu lenken'' Lisa tauchte neben mir auf, küsste kurz Steve ehe sie mich qualvoll vom Barhocker hoch zog und mich nur hilflos Steve ansehen ließ. 

,,Deine Freundin ist eine Hexe'' Steve lachte nur auf und bediente dann den Opi, dessen Bauch mich sehr an den Schwangerschaftsbauch von meiner Nachbarin erinnerte. 

Bonuskapitel-BuchGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt