Saphiras Sicht
Flashback
Lächelnd verließ ich mit Vito an meiner Seite die Schule und hielt dabei seine Hand.
Fünf Monate waren wir jetzt schon zusammen und seit zwei Monaten saß er hinter Gittern.
Und während die ersten Wochen nach meiner Rückkehr aus der Reha und seiner Verurteilung wirklich schwierig für mich gewesen waren, konnte ich jetzt nicht glücklicher sein, vor allem seitdem Joel jetzt auch offiziell mit bei den Collister wohnte und sich super mit Vitus verstand.
Es konnte also im Prinzip gar nicht besser laufen, doch war mir auch klar, dass ich noch lange nicht über meine Vergangenheit hinweg war.
Das wurde mir spätestens wieder ins Gedächtnis gerufen als ich mit Vito auf dem Heimweg war und ein Bellen hörte.
Mit der Furcht in den Knochen sah ich mich direkt um und verstärkte dabei unwillkürlich meinen Griff um Vitos Hand.
Zu meinem Pech schien der Hund sogar auf uns zu zu laufen und während Vito sich direkt zu dem Hund herunter beugte und ihn mit strahlenden Augen streichelte, stolperte ich unwillkürlich zurück.
Es ist nicht Luzifer, Saphira. Es ist nicht das Monster, dass dich fast getötet hätte. Es ist nur ein harmloser Hund, der gerne gestreichelt wird. Er wird dir nichts tun.
Und egal wie sehr ich versuchte es mir einzureden, sobald der Hund sich zu mir drehte und den Anschein machte hechelnd an mir hochzuspringen, war ich wieder das 13 Jährige Mädchen, dass flehend und weinend auf dem Boden lag und versuchte Luzifer von sich runter zu kriegen.
Das 13 Jährige Mädchen, dem niemand half und der alle nur dabei zu sahen wie sie um ihr Leben kämpfte.
Und so geschah es wie von alleine, dass meine Instinkte einsetzten und ich los rannte. Gefangen in meinen Erinnerungen um mein Leben rannte, in der Hoffnung die Schreie meines 13 jährigen Ich's aus meinem Kopf zu kriegen.
Während ich also rannte ignorierte ich nicht nur die Rufe von Vito nach mir und die verwirrten Blicke der Menschen, sondern auch das mein Herz ungesund schnell in meiner Brust raste.
Dr. Summer hatte mir schließlich nicht umsonst ein Sportverbot erteilt.
Nicht mal als ich die berüchtigte Collisterstraße erreichte wagte ich es anzuhalten, denn ich wusste genau, dass mich meine Erinnerungen dann endgültig heimsuchen würden.
Doch wie als hätte das Schicksal es nicht anders gewollt, verließen Valentin und Vincent zusammen ihr altes Elternhaus und schienen mich direkt zu bemerken.
„Haltet sie fest" Vitos Schrei ließ die beiden Brüder dann direkt reagieren und so befand ich im nächsten Moment in Vincents Armen wieder.
Und während ich getrieben von meinen Erinnerungen mich versuchte zu befreien, tauchte seine Stimme in meinem Kopf aus und ließ mich endgültig die Realität aus den Augen verlieren.
„Kleine Schlampe, darf ich dir vorstellen. Luzifer, mein treuer Freund" knurrend sah mich der blutrünstige Hund an und ließ mich ängstlich von ihm weg treten. „Na na na Bea. Nicht so eilig. Luzifer würde gerne mit dir spielen" Und er ließ ihn mit mir spielen. Bildlich vor Augen sah ich mein jüngeres Ich mit Luzifer in einem Raum eingesperrt und musste mir mit ansehen wie er Narben hinterließ, die ich nie vergessen sollte.
„Saphira, du musst dich beruhigen"
„Juwel, bitte"
„Bitte bitte kann mir jemand helfen. Irgendjemand. Bitte, ich muss hier raus. Ich kann nicht mehr " weinend sackte mein blutendes Ich an der Tür herunter während Luzifer nach wie vor kleffend vor ihr stand und jeden Moment wieder angreifen würde. „Bitte irgendjemand"
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Bonuskapitel-Buch
ChickLitIn diesem Buch werden alle von euch gewünschten Bonuskapitel der ,,...ins Herz'' Reihe kommen. Ihr könnt euch entweder Kapitel aus anderen Sichten wünschen oder Momente aus den Zukunften oder Vergangenheiten der Protagonisten. Natürlich könnt ihr e...
