Bonuskapitel 19.5

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Lillys Sicht

Die letzten zwei Tage vergingen schneller als mir lieb war und so war der Freitag gekommen.

Der Tag des Balles, der Tag meines 17. Geburtstag und das dieser Geburtstag nicht so sein würde wie meine letzten war mir schon um Mitternacht klar als Elias nicht durch mein Fenster geklettert kam, um mir als erster zu gratulieren.

Das war mir spätestens klar als ich am morgen nicht in seinen Armen aufwachte und von ihm wach gekitzelt wurde.

Das war wahrscheinlich auch meiner Familie klar als ich ohne Elias die Treppe runter lief und Vitus nicht wie üblich Elias mit gespielt mahnenden Blicken bewerfen konnte.

Das ich auch absolut nicht in der Stimmung war groß zu feiern war meiner Familie auch klar und so versuchten sie auch gar nicht erst mich nochmal auf den Ball geschweige denn auf meine Pläne für den Tag anzusprechen.

Von meiner Schwester wurde ich schließlich in die Schule gefahren und mir ein Lächeln aufzwingend verabschiedete ich mich von ihr und nickte einverstanden auf ihren Vorschlag nach der Schule dann Kaffee und Kuchen zu machen.

Die wenigen Schulstunden brachte ich dann vor mich hin schweigend rum und ließ mich von Emma und Tara ablenken, die mir trotz den Umständen versuchten einen schönen Geburtstag zu machen.

So kamen die beiden nach der Schule auch ohne groß zu überlegen direkt mit, überhäuften mich mit ihren Geschenken und ließen mich wenigstens für einen Moment meinen Liebeskummer vergessen.

So konnte ich wenigstens für ein paar Stunde wieder lachen, so konnte ich wenigstens für paar Stunden diesen Tag genießen und die Gedanken an Elias verdrängen.

Gegen 16 Uhr half ich den beiden dann sich fertig zu machen und empfing gegen 18 Uhr Mason und Tarek als sie bei mir Zuhause klingelten.

„Na Geburtstagskind" Mason zog mich sobald ich die Tür geöffnet hatte sofort in seine Arme und ließ mich leicht nach Luft ätzen.

„Du erdrückst mich, Mason" brachte ich dann gerade so heraus und ließ ihn lachend sich wieder von mir lösen.

„Also Tara stellt sich nie so an"

Augen rollend nahm ich seine Aussage in Kenntnis und begrüßte dann Tarek, der mir auch schnell gratulierte.

Das die beiden es tatsächlich lebend hergeschafft hatten ohne das Mason Tarek an die Gurgel gegangen war.

„Du brauchst nicht so misstrauisch gucken, kleine Lilly. Wir haben Emma versprochen uns wenigstens bis Mitternacht zusammen zu reißen, auch, wenn ich nur zu gerne diesem möchtegern Typen das Grinsen aus dem Gesicht schlagen würde"

Tarek lachte daraufhin nur auf und schien keinerlei Angst vor Mason zu haben.

„Du hast vielleicht vor Mason und den anderen keine Angst, Tarek, aber sollte meine beste Freundin heute nicht strahlend zurück kommen, dann mach dich auf was gefasst" drohend sah ich den 1.90 m Typen vor mir an, der mich nur besänftigten anlächelte.

„Ich hab nicht vor Emma wehzutun, keine Sorge Lilly"

Das hoffe ich auch für ihn, denn sonst würde ich ohne groß nachzudenken geschweige denn ohne groß zu zögern meinen angestauten Frust an ihm heraus lassen. 

Und der Selbstverteidigungskurs, zu dem Vincent und Vitus Emma und mich gedrängt hatten würde mir da eindeutig gelegen kommen.

„Das gleiche gilt auch für dich Freundchen" warnend sah ich nun Mason an, der salutierend nickte und mich dann beruhigt die beiden Jungs anblicken ließ, die wohl ungeduldig auf Emma und Tara warteten.

Bonuskapitel-BuchGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt