Kapitel 4.

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Luca p.o.v.
"Seit deinem Versuch sich das Leben zu nehmen hat sich alles verändert.. Wir haben uns verändert. Jeder geht anders mit dieser Situation um.. Unsere Gruppe hat sich in zwei geteilt. Natalie, Veronika, Loredana und ich probieren das Leben weiterzuleben. Wir weinen und reden immer über den Verlust. Nils, Monika, Paul und Eric schwänzen Schule, rauchen, trinken. Sie brechen alle Regeln. Als wir versucht haben mit ihnen zu reden haben sie uns angeschrieen und uns beleidigt, bedroht. Uns allen geht es scheiße. Unser ganzes Leben steht auf dem Kopf.. letztens wurden die vier sogar von der Polizei abgeführt, da sie einen Jungen aus unserer Stufe verprügelt haben.. Wir wissen nicht was wir machen sollen. Ich hoffe, du kommst bald zurück zu uns und bringst alles wieder in Ordnung. Wir vermissen dich..", erzähle ich Sophie. Ein Monat ist es jetzt her, sie liegt noch immer im Koma und niemand weiß ob sie je aufwachen wird. Ich bin jeden Tag bei ihr. Immer erzähle ich ihr alles. Ich glaube daran, dass sie mich hört. Ich stehe gerade auf als ich etwas im Licht schimmern sehe. Eine Träne bahnt sich den Weg über Sophies Gesicht. Ich wische sie weg und flüstere:" Ich komme morgen wieder, versprochen.." Dann gehe ich nach Hause. Es ist schon dunkel und neblig. Die Straßen sind leer und der kalte Wind zieht durch die trostlosen Straßen.

Sophie pov.

Traurig höre ich Luca zu. Ich hätte nie gedacht, dass es unsere Clique so zerstört.. Ich will weinen doch es geht nicht. Ich will ihm sagen, dass alles gut wird, doch ich schweige. Als er gerade aufsteht merke ich eine warme Flüssigkeit über meine kalte Wange laufen. Luca lächelt traurig und wischt die Träne weg. "Ich komme morgen wieder, versprochen..", flüstert er und verlässt den Raum. Hoffentlich bin ich morgen noch da.. Dann wird wieder alles still. Das piepen wird leiser und als ich meine Augen öffne stehe ich wieder vor meiner kleinen Wohnung. Ich gehe rein und gucke in den Spiegel. Meine Flügel sind groß, mit einem leichten gelbstich. "Ich bin wieder da!", rufe ich und meine Schwester kommt aus der Küche. "Und wie war es? Gibt es irgendetwas neues?", fragt sie gespannt und lässt sich auf die Couch fallen. Ich lasse mich neben ihr nieder und erzähle ihr alles was Luca mir erzählt hat. Als ich fertig bin schaue ich meine große Schwester an, die mich aufmunternd anlächelt. "Noch ist nichts zu spät!", probiert sie mich aufzumuntern," Du bist nicht Tod, aber leben tust du auch nicht! Bald wird die Frist vorbei sein und du darfst entscheiden, ob du zurück gehst oder nicht!" Ich schaue sie traurig an " Wenn sie nicht vorher die Geräte ausschalten.. und was wird dann aus dir? Ich will dich nicht alleine lassen, Amy" Emilia lächelt und antwortet:" Ich bin nicht alleine. Du weißt wie viele Leute hier sind! Man lernt immer neue Leute kennen, trifft alte bekannte und letztens habe ich einen Freund von mir getroffen. Außerdem kommst du irgendwann zurück! Und du weißt, wo du mich treffen kannst! Ich werde auf dich warten!" Mit Tränen in den Augen nehme ich sie in den Arm. Warum musstest sie damals sterben..? Warum ist die Welt so fies..?

Is it too late..?// Freedom Squad FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt