Ich hatte mich durch folgenden Gründen zu dieser Entscheidung hinreißen lassen. Zum einen denke ich, dass es meiner Frau ganz gut tun würde. Zum anderen lasse ich mich nicht von Jean Claude abhalten, wenn ein Patenkind mich mag, obwohl ich eine Anti-Elfe bin. Jean Claude zauberte uns in das Kinderzimmer von Lavie-Parwin. Es war kein gewöhnliches pinkes Mädchenzimmer. Es war mehr schwarz blau. Mit vielen blauen Sternen an den Fensterscheiben. Ihre Eltern sind reiche Leute, daher hatte sie ein sehr großes Zimmer. Sie besaß nicht nur ein normales Bett, sondern ein zwei Meter mal zwei Meter Bett. Darüber war, am Kopfende, ebenfalls ein Bett, welches jedoch kleiner war. Aber immer noch groß genug. "Ihr könnt, wenn ihr wollt, in diesem Bett schlafen. Ich mache mein Nachtlager dann auf dem Bett darüber," Sagte Lavie-Parwin. "Das ist sehr freundlich von dir," antwortete ich, erfreud, nach dieser langen Zeit wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. "Wünscht'e dir was?" Fragte mein Liebling unser Patenkind. "Ich wünsche mir jemand, der mich Lieb hat und mich so akzeptiert, wie ich bin," Sagte sie zu ihr. "Den Wunsch können wir dir erfüllen," meinte ich, nahm sie auf den Arm und trug sie ins Bett. Meine Frau nahm die Decke und deckte das Mädchen zu. "Es ist jetzt Zeit ins Reich der Träume zu gehen, morgen können wir gemeinsam unsere Zeit verbringen," sagte ich zu ihr und streichelte ihr Haar. "Gut'nacht Süße!" Tönte meine Frau und umarmte die Kleine. Schnell war sie im Reich der Träume. Dann spürte ich ein Vibrieren. Ich schaute zu meiner Geliebten hin, welche ängstlich an ihren Hals fasste. "Clarice, es ist alles gut. Dir wird nichts geschehen." Beruhigte ich sie. "Aber warum is'es so?" Fragte sie nicht gerade zufrieden. "Damit Jean Claude ein besseres Gewissen hat, uns loszuschicken. Du wirst sehen, in ein paar Tagen stört es dich nicht mehr." Sagte ich ruhig:" Komm es ist Spät. Morgen wird bestimmt ein schöner Tag. Lass uns ausruhen." Meinte ich und legte mich ins Bett. Mein Liebling kam zu mir und drückte mich so doll, dass mir fast die Luft weg blieb. Ich ließ es zu. Mein Schatz brauchte es.
Am nächsten Morgen wurden wir wach, weil ein Kind zu uns hin krabbelte. "Seid ihr schon wach?" Fragte es. "Jetzt scho," meinte meine Frau. Ich brauchte noch einen Augenblick. Dann fiel mir alles wieder ein. Es war kein schöner Traum. Wir sind Paten! "Guten morgen, Liebes,"antwortete ich. Ich schaute sie mir genau an. Sie war wunderschön. Unser Patenkind. "Was wollen wir heute tun?" Fragte sie. "Woll'n wa mit'n Ball spiel'n? "Fragte meine Frau. "Ja,lass uns Basketball spielen!" Meinte sie freudig. Ich war nicht ganz so erfreud. Da ich bereits als Kleinkind auf Seehilfen angewiesen war, war ich Bällen gegenüber noch nie begeistert. Trotzdem erfüllte ich ihr den Wunsch und wir drei spielten gemeinsam. Nach einigen Stunden jedoch hielt ich inne. "Hast du nicht auch Schulunterricht?" Fragte ich. "Ich habe morgen Unterricht und ich müsste noch Hausaufgaben machen, aber ich habe keine Lust darauf." Meinte das Mädchen. "Oh, dat hatt' ich auch net. In de Schule." Erzählte meine Frau:" Aber es gin' wenn Cossi mir g'holf'n hatt'." "Könntet ihr zwei mit mir zusammen die Hausaufgaben erledigen?" Fragte Lavie-Parwin. "Du wirst von diesem Tag Hausaufgaben lieben!" Versprach ich ihr:" Was hast du denn auf?" "Ich muss eine Geschichte schreiben." Sagte unser Patenkind. Ich nahm meinen Zauberstab zur Hand. "Ich wünsche mir, dass ihr mir eine Geschichte herbeizaubert." Meinte sie. Hausaufgaben herbeizaubern war gegen Da Rules. Doch meine Frau verstand das nicht. Sie zauberte es herbei. Oh, nein. Unsere Halsbänder begannen zu piepen. Ich wusste was als nächstes kam. Meine Frau kreischte und ich auch. Solch großer Schmerz. Sehr lange. Als es endlich aufhörte, legte ich mich ins Bett. Diese Kopfschmerzen, welche durch den Strom kamen, machten mich fertig. Meine Frau hörte ich irgendwo wimmern. Doch ich war selber zu sehr verletzt. Ein lautes Geräusch ließ mich wissen, daß Jean Claude herbeikam. Ich richtete mich auf. Mir war sehr schwindelig. "Vergib uns, wir sind noch nicht so gut bewandert, was erlaubt ist, und was nicht." Flüsterte ich nahezu. Jean Claude schaute zu meiner Frau hin. Danach griff er sie an den Flügeln. "Bitte tue ihr nichts. Bestrafe sie nicht dafür, dass sie so zur Welt gekommen ist. Sie kann für ihren niedrigen IQ und ihrer Behinderung nichts." Flehte ich:" Ich bin mir sicher, wir werden schnell lernen, was wir dürfen und was nicht!" "Nagut," meinte er:" dann lasse ich euch gewähren. Ihr zwei werdet es schon merken, wenn es gegen Da Rules ist." Er ließ Anti-Wanda los und Verschwand. Sie flog, immer noch wackelig, zu mir hin und drückte sich an mich. "Ich will dat Ding vom Hals hab'n! "Wimmerte sie. "Es tut mir leid. Vielleicht sollte Ich auch die Regeln lernen, damit ich euch nicht in solche Situationen bringe," Flüsterte Lavie-Parwin. "Wir müssen alle Da Rules auswendig lernen. Aber erstmal brauchst du deine Hausaufgaben. Ich werde sie dir verfassen. Ich mache es einfach ohne Magie, dann kann es auch niemand wissen. Aber ab morgen machst du Hausaufgaben alleine. Und vergiss nicht, wir sind in der Schule dabei, wir wissen, ob du etwas aufbekommst!" Sagte ich ihr. Ich nahm einen Zettel uns einen Stift zur Hand und schrieb eine Geschichte auf. Danach gab ich ihr diese. Langsam hatte ich mich wieder erholt. "Ist es erlaubt, dass ihr mir einen Film anmacht?" Fragte unser Patenkind. "Ja," antwortete ich:" Was würdest du denn gerne sehen?" "Etwas was nur für mich gemacht wurde." War die Antwort. Diesen Wunsch erfüllte ich ihr. Da es keinerlei Konsequenzen gab, schlussfolgerte ich, dass es erlaubt war. Während wir den Film schauten, schlief sie ein. Meine Frau brachte sie zu Bett. In der Nacht lag ich wach. Ich dachte über unserer aktuellen Situation nach. Wir waren nicht frei. Aber Cosmo und Wanda waren es ebenfalls nicht. Ob wir wollten oder nicht, wir waren Gefangene von Da Rules. Gewiss gab es in diesem Regelbuch auch sehr sinnvolle Regeln. Aber einige waren unnötig, sinnlos und diskriminierend. Laut Da Rules mussten Anti-Elfen das Gegenteil wie Elfen sein. Doch wir konnten es nicht. Wir waren gut. Und unsere Gegenteile auch. Ich fing an, unruhig zu schlafen. Allerdings wurde ich alle zwei Stunden wach, da das Halsband sich bemerkbar machte. Selbst nachts wich es nicht von der Regel ab.
Früh am Morgen musste ich dann aufstehen. Meine Frau schlief noch. Sie war so niedlich, wenn sie schlief und dabei an ihrem Fuß nuckelte... Aber es half alles nicht. Ich musste erst sie wecken, und dann Lavie-Parwin. Als alles erledigt war und wir zur Schule mussten, fragte ich vorher noch:" Als was müssen wir uns tarnen?" "Als meine zwei Therapiehunde, "antwortete sie. "Was'n Therapiehunde? "Fragte mein Liebling. "Ein Therapiehund ist ein Hund, welcher darauf spezialisiert ist, Menschen mit bestimmten Krankheiten und Behinderungen zu begleiten,"Erklärte ich ihr. Ich hob mein Zauberstab in die Luft und meine Frau und ich verwandelten uns in zwei schöne Schäferhunde. Lavie-Parwin konnte uns nur noch an dem Monokel und den schiefen Zähnen meiner Frau erkennen. Sie legte uns je ein Geschirr an und dann ging es zur Schule. In der Schule lagen wir, während der Unterrichtszeit einfach unter ihrem Tisch. Ich war so müde, dass ich sogar einschlief. In der Pause hingegen standen wir zwei vor ihr und beschützten sie vor Mobbern. Auf dieser Schule gab es sehr viele davon. Am liebsten hätte ich jeden, der ihr böse Wörter sagte, verprügelt, aber ich befürchtete das dies nicht mit den Regeln vereinbar gewesen wäre. Außerdem bin ich eher ein Theoretiker und kein Draufgänger.
Wir hatten sehr viel Freude mit Lavie-Parwin. Nun wussten wir auch, was erlaubt war, und was nicht. Wir hatten uns sehr gut an unsere Situation gewöhnt. Doch dann wurde Lavie-Parwin erwachsen und die Zeit rückte immer näher, sich zu verabschieden. Doch meine Frau wollte das nicht. Und ich auch nicht. Nur hatte Jean Claude uns in seiner Gewalt. Er brachte uns zurück zur Elfenwelt. Dort machte er die Halsbänder ab, um uns die Ketten wieder anzubinden, als ich diesen Moment nutzte, um mit meiner Frau abzuhauen. Ich sah nämlich das eine Schreiben auf dem Tisch. In diesem Schreiben stand, dass wir beseitigt werden sollten....
Wir waren wieder auf der Erde. Doch nicht sehr lange. Sofort war Foop dort und Jean Claudes Truppen. Wir flogen panisch durch die Luft. Jeder schoss auf uns, jeder wollte uns zuerst bekommen. Plötzlich merkte ich einen stechenden Schmerz in dem Flügel. Ich fiel. Während ich fiel, hörte ich irgendwo meine Frau kreischen. Und das Böse Lachen Jean Claudes. Er hatte mein Liebling erwischt. Ich landete unsanft auf dem Boden. Dann zog ich einen Betäubungspfeil aus meinem Flügel. Es nützte nichts. Ich musste zu Fuß fliehen. Ich musste es schaffen, um später meine Frau retten zu können. Panisch und wie ein wilder rannte ich durch den dunklen Wald. Ich sah nichts. Der einzige Vorteil war, er würde mich auch nicht finden. Ich rannte und rannte. Ästen peitschen mir über das Gesicht, doch ich blieb nicht stehen. Plötzlich wurde ich in die Luft gewirbelt. Schnell bemerkte ich, ich war in eine Falle getappt. Ich war in einem Schmetterlingsnetz gefangen und je mehr ich versuchte mich zu befreien, desto mehr verwickelte ich mich darin. Ich hörte das Lachen Jean Claudes. Ich schaute in seine Richtung. "Du hast den Auftrag gesehen, nicht?" Fragte er mich. Ich sagte nichts. "Es sollte für euch eine Erlösung sein," meint er. "Du willst uns loswerden, da wir als Anti-Elfen von dir gehasst werden," meinte ich. Er nahm das Netz und brachte mich zurück zum Gefängnis. In einer Zelle wurde ich von ihm persönlich an eine sehr kurzen Kette angekettet. Ich konnte mich nicht einmal hinsetzen. Ich lag dort auf dem Boden und wartete. Mehr konnte ich nicht machen.
Es war schon sehr viel Zeit vergangen, als Plötzlich eine Gestalt in meine Zelle kam. Ich wollte ausweichen, doch ich kam nicht von der Stelle. Ich schrie vor Angst. Dann wurde mir ein Taschentuch vor Mund und Nase gehalten. Ich versuchtemich zu wehren.... Allmählich merkte ich, wie ich die Kontrolle über meinem Körper verlor.

DU LIEST GERADE
Anti-Cosmo Und Piroschka
FanfictionAnti-Cosmo hatte nach der Transplantation immer öfter den Drang nett zu sein. Doch dies konnte er sich in seiner Position nicht erlauben. Dachte er, bis eine außergewöhnliche Elfe plötzlich in seinem Schloss vor ihm stand und ihn als auch seine Frau...