Der Kleine macht mich so an, vor allem in dieser Trainingsshorts. Ich kann kaum die Finger von ihm lassen. Heute morgen auf der Heimfahrt hielt ich noch im Wald an, weil der Kleine meinte mir während dem Fahren einen blasen zu müssen. Der Reiz es im Auto zu tun, während ich fahre, hat mich so geil gemacht das ich mich ziemlich schnell in seinem kleinen Mund entladen habe.
Und jetzt sitzt er da auf mir im Ring mit seinen Boxhandschuhen und den roten Wangen. Ich bin wirklich froh das er so Notgeil ist, denn dann denkt er auch nur an Sex, anstatt sich zu verlieben. Hoffe ich zumindest.
Toni schreit uns zum zweiten Mal an, als wir gerade dabei waren aufzustehen. Ja, ok, ich wollte noch nicht wirklich aufstehen, denn man konnte meine Erregung ziemlich gut sehen.
Als ich stehe, geht mein Blick zu Ryker. In seinen Augen kann ich Enttäuschung und noch etwas anderes sehen, doch ich kann es nicht deuten. Ich merke wie ich rot werde. Wieso hat er das nun sehen müssen? Hätte ich früher bemerkt dass er schon in der Halle ist, hätte ich Deacon sicher nicht wieder auf mich gezogen.
Ryker lässt mich, während er trainiert, nicht aus den Augen. Sogar als ich wieder im Ring stehe und Deacon erkläre wie er am besten seine Beine hinstellt, spüre ich Rykers festen Blick auf mir. Er macht mich nervös. Ziemlich.
"Hey, AJ, hey, du stehst auf meinem Fuß. Du musst mir nur sagen wenn du auf mich stehst, du musst es nicht wirklich tun." höre ich Deacon kichern. Ich erschrecke mich und schaue nach unten. Ich steh tatsächlich auf seinem Fuß. Schnell mache ich einen Schritt zurück grinse leicht.
"Sorry," flüster ich und schaue Ryker wieder an, "willst du nicht langsam zu uns rüber kommen?" frage ich ihn und er nickt leicht.
Er klettert die Matte nach oben und springt locker über den Ring. Alles was er macht, gleicht einem Raubtier, das ist so sexy und wenn ich Deacon so anschaue denkt er wohl das gleich, seinem Blick nach zu urteilen.
Ryker geht zu Deacon, legt seinen Zeigefinger unter sein Kinn und drückt ihm leicht den Kiefer nach oben. "Mund zu, sonst zieht es." Deacon senkt seinen Blick, aber grinst verlegen vor sich hin.
Ryker läuft zu Toni, der außen am Ring steht und lässt sich von ihm die Hände einwickeln, bevor er in die Boxhandschuhe schlüpft.
"Helm an Andrew." herausfordernd sieht er mich an, vor allem wenn er meinen Namen ausspricht, dann weiß ich dass ich mich in acht nehmen muss.
"Verlass den Ring Deacon, Toni zeigt dir sicher die Geräte, damit du langsam mit dem Muskelaufbau anfangen kannst." sagt er mit festem Befehlston zu dem Kleinen.
Was hat er denn jetzt? Ernst schaut er mich an und wartet bis ich fertig bin.
Ich stelle mich ihm gegenüber. Nachdem wir unsere Handschuhe gegeneinander gestoßen haben um uns Glück zu Wünschen, stellt sich Ryker in die Rechtsauslage, was für mich schwierig wird, denn er ist Linkshänder und ich Rechtshänder, somit muss ich umdenken. Er hat damit kein Problem, denn er kämpft auch nur gegen Rechtshänder, aber ich halt nicht gegen Linkshänder außer ihm. Während wir noch im Kreis laufen und ich nachdenke, saust Rykers linker Arm schon nach vorne und trifft mich am Kopf. Ich nehme Deckung und versuch mich beim nächsten Schlag zu ducken. Dies gelingt mir auch doch ist Ryker so schnell, dass der andere Arm gleich hinterher kommt und mich am Kinn trifft und ab dann, ist das gar kein Boxen mehr was Ryker macht, sondern prügeln. Ich seh in seine Augen. Diesen sturen, verschwommenen Blick den er gerade hat, sieht man bei ihm äußerst selten. Dieser Blick zeigt mir das ich keine Chance habe und er momentan auch nicht anwesend ist.
"Ryker..." versuche ich zu ihm durchzukommen, doch hört er mich nicht. Deacon ruft ihn auch, aber auch auf ihn hört er nicht. Toni steigt in den Ring nachdem Ryker einfach nicht aufhört auf mich einzuschlagen. Er schlägt nicht mit voller Wucht und die Handschuhe tun auch nicht richtig weh, aber er macht mir dennoch Angst.
Toni stellt sich flink hinter ihn und zieht ihn am Helm zurück, so dass Ryker gegen den Ring schleudert und auf der Matte liegen bleibt. Ich laufe schnell zu ihm hin. Gerade wollte ich ihm helfen, doch er dreht sich von mir weg. Er will etwas vor mir verstecken, doch ich habe es schon gesehen. Er weint. Ryker sitzt mit dem Rücken zu mir, doch das hält mich nicht auf. Ich gehe hinter ihm in die Knie und lehne meine Brust an seinen Rücken, meine Arme lege ich über seine Schulter und meine Wange an sein Ohr.
"Babe, was ist denn los mit dir?" frage ich vorsichtig und streiche ihm über seine Arme.
"Lass mich einfach. Es tut mir leid, ich wollte nicht auf dich einprügeln. Ich denke ich gehe jetzt." sagt er mit verletztem Ton. Er schüttelt mich ab und steht auf. Ich verstehe nicht was mit ihm los ist.
"Ryker..." versuche ich es nochmal, doch er winkt ab, schaut Deacon an und sagt:"Trainiert einfach noch etwas, man sieht sich später in der Bar." Und schon verschwindet er in der Umkleide.
Wann er dann die Boxhalle verlassen hat habe ich nicht gesehen, da wir dann wirklich trainiert haben.
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Smokey Notes
RomanceRyker ist Mitte dreißig und lebt im Herzen von New York. Er ist stolzer Besitzer einer Jazzbar. Liebesgeschichten, Horrorszenarien und sogar erotische Erlebnisse, werden ihm jede Nacht erzählt. Solange der Whisky läuft und die Musik gut ist, laufe...
