Kapitel 1

513 22 5
                                        

Völlig außer Atem schreckte ich aus meinem Traum auf. Es war erst 6 Uhr morgens. Mein Wecker klingelt erst in zwei Stunden, das heißt ich bin viel zu früh aufgewacht.

Aber dieser Traum, den ich gerade hatte, hat sich so real angefühlt. Viel zu real. Ich konnte noch immer das Laub zwischen meinen Pfoten spüren, als wäre ich tatsächlich dort gewesen. Aber es war nur ein Traum gewesen. Trotz allem beruhigte sich mein Puls nur sehr langsam. Aber vor was rannte ich in meinem Traum nur davon?

Da ich nun viel zu wach war, um doch noch einmal einschlafen zu können, stand ich auf und lief in mein Badezimmer, welches gleich an mein Zimmer angrenzte. Ziemlich praktisch, wenn man sein eigenes Bad hatte, vor allem wenn man es sich sonst mit 4 Älteren Brüdern Teilen musste.

Ben war mit 26 der älteste von uns. Danach kam Scott, der mit 25 nur etwas jünger war. Als nächstes kamen die Zwillinge Greyson und Aiden. Sie waren mit 20 die Jüngsten von meinen Brüdern.

Und dann bin da noch ich. Stella Meyer. Ich bin die jüngste von uns, was manchmal aber seine Vorteile hatte. Einer der Nachteile aber an der Sache ist, das meine Brüder alle sehr beschützerisch sind. Vor allem wenn es um andere Jungs geht, die Interesse an mir zeigen. Das meine Brüder und ich allesamt das Werwolf Gen von unseren Eltern geerbt hatten, machte dich Sache nicht gerade leichter, was zur Folge hatte, das ich noch nie einen Freund hatte. Trotzdem liebte ich alle 4 von ganzem Herzen.

Als ich im Bad angekommen war, erschrak ein bisschen, als ich mein Spiegelbild sah. Ich sah total fertig aus.
Meine sonst schon lockigen, fast weiß-Blonden Haare standen in alle Richtungen und ich wusste jetzt schon, das heute ein Bad Hair day ist. Auch meine Blau lila Augenringe verbesserten nicht unbedingt das Gesamtbild, sodass ich erst einmal einen Concealer aus meiner Sammlung suchte und versuchte, diese Balken irgendwie verschwinden zu lassen.

Nach einer halben Stunde konnte ich halbwegs zufrieden in den Spiegel schauen. Man sah zwar noch immer meine Augenringe, aber sie sahen um weiten besser aus als davor. Auch meine Haare hatte ich mit etwas Haaröl und einem Haargummi in den Griff bekommen und sie in einen lockeren Dutt gesteckt.

Langsam schlurfte ich in Richtung meines Kleiderschrankes und machte mich an die nächste Herausforderung des Morgens. Ich legte recht viel wert darauf, nicht unbedingt scheiße auszusehen, wodurch das raussuchen recht lange dauert.
Ich hatte mir schon oft vorgenommen, mir die Klamotten am Vortag raus zulegen, aber das Vorhaben war jedes mal nach 2 Tagen gescheitert. Ich fange also an, meinen Kleiderschrank genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir hatten schon August und ich hatte vor ein paar Wochen meinen Abschluss gemacht, hatte Sommerferien und war jetzt offiziell frei.
Ich versuche also mir etwas passendes für dieses Wetter rauszusuchen.
Nach langem hin und herüberlegen ist meine Wahl jedoch auf ein Blaues Jeans kleid gefallen, welches ich mit meinen weißen Converse kombinierte.

Inzwischen war es 7:00 Uhr und es müsste zumindest einer meiner Brüder wach sein. Ich machte mich also auf den Weg ins Wohnzimmer und stellte fest, das Ben schon wach war und gerade dabei war, Bacon in die Pfanne zu hauen.
"Guten Morgen Stella.", begrüsste mich Ben mit einem Hübschen Lächeln.

"Morgen.", ich war noch nicht wirklich wach und war nicht wirklich ein Morgenmensch, weshalb mir bei der Antwort ein leichtes Brummen entwischte.

"Da hat aber jemand gute Laune.", lachen widmete er sich wieder dem Bacon zu und ich funkelte ihn nur Böse an.

10 Minuten später half ich ihm dabei, unseren Tisch zu decken und machte mich daran, die Jungs zu wecken.

"Greyson, Aiden, Scott aufstehen! Es gibt Frühstück.", ich war noch nicht mal fertig und schon hörte ich die erste Tür auffliegen.

Lachen drehte ich mich wieder um und lief auf den Esstisch zu. Wenn ich mich nicht bald beeilte, bleibt nichts mehr für mich übrig, denn wen sie erst einmal angefangen haben zu essen, kann keiner sie mehr Bremsen.

Ich sicherte mir also meine Portion und ließ mich auf meinen Platz fallen, als die Jungs mit Sabber im Mundwinkel in der Küche stehen blieben.

"Bacon!", kam von allen nur wie aus der Pistole geschossen und schon stürzten sie sich auf dass essen.

Ich war froh, dass ich mir meine Portion schon gesichert hatte, denn innerhalb weniger Sekunden war alles weg.

Natürlich gab es nicht nur Bacon, sondern auch noch Spiegeleier und Brot, aber jeder in diesem Haushalt liebte nun einmal Bacon.

"Und was werdet ihr heute so machen?", fragte ich einmal in die Runde

"Ich gehe zu Jessica.", kam es nur von Ben.
Jessica war Ben's Mate. Er hatte sie vor fast 5 Jahren kennengelernt und sie ist so etwas wie eine große Schwester für mich geworden, die mir bei allem hilft.

Sie war immer für mich da, auch nach dem Autounfall unserer Eltern vor 4 Jahren. Damals ist eine Welt für mich zusammengebrochen und ich wusste nicht was ich tun sollte.
Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal verwandelt und wusste nicht, wie ich das ohne sie schaffen sollte. Aber meine Brüder und Jessica halfen mir dabei.

Greyson, Aiden und Scott hatten ihren Mate noch nicht gefunden, aber ich hoffte für sie, das es nicht mehr lange dauern würde.

"Wir drei gehen nachher mit ein paar anderen aus dem Rudel laufen.", meldete sich nun Greyson zu Wort und ich musste schmunzeln.

Wenn sie sagten, das sie laufen gehen, meinen sie damit nicht Joggen oder so etwas. Sie meinen damit in ihrer Wolfsgestalt frei zu laufen.

"Alles klar, dann viel Spaß euch. Und passt auf, nicht das euch noch was passiert.", antwortete ich nur.

"Ja Mama.", sagten die anderen lachend zu mir.

" Irgendjemand muss euch ja davon abhalten, Mist zu bauen.", gab ich schmollend zurück musste aber auch grinsen. " Ich gehe nachher noch ein bisschen stoppen, falls ihr mich vermisst."

Wir räumten alle zusammen noch das Geschirr weg und dann machte sich jeder auf den Weg.

Ich hoffe euch hat der erste Teil gefallen. 🙃🐺
Ihr könnt mir gerne eine Bewertung da lassen.😊
Bis zum nächsten Kapitel.👋

My MateWo Geschichten leben. Entdecke jetzt