Voldemort und eine weitere Katastrophe

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Harry schlief seelenruhig in seinem Bett. Auf einmal glitt er in seinem Traum woanders hin und fand sich an einem Ort wieder, wo er nie mehr hatte hingehen wollen: Voldemorts Kopf. Er befand sich in einem Kerker, in dem es ein winziges Fenster gab, durch das das Mondlicht schien. "Du wirst mich nicht noch einmal enttäuschen, Snape!", zischte er. Nagini, die sich neben ihm auf dem Boden schlängelte, zischte ebenfalls und hob langsam den Kopf. "Verzeihung Herr", antwortete Snape, der in einer dunklen Ecke stand. "Du weißt", zischte Harry, "Was mit deiner Frau und deinen beiden Kindern passiert, wenn du nicht treu bist! Und du weißt, was mit Wurmschwanz passiert ist, als er mich verraten hat!". Er hob seinen Zauberstab. "Finde heraus, was mit diesem mysteriösem Potter ist! Crucio!". 

Eine heftige Ohrfeige holte Harry schnell wieder in die Realität zurück. Neben seinem Bett standen Sirius, Remus und Lily. Nebenan hörte er sein jüngeres Ich schreien und James beruhigend auf ihn einreden. Lily, die ihn wohl offenbar geohrfeigt hatte, hielt ihre Hand immer noch erhoben. "Was ist los? Warum schreist du so rum, als würde man dich foltern?", fragte Sirius besorgt. "Muss zu Dumbledore... muss mit ihm reden... ist wichtig... Snape in Gefahr!", brachte Harry hervor. "Was?", fragte Remus, "Wieso willst du um drei Uhr morgens mit Dumbledore reden? Und warum ist Snape in Gefahr?". "Will es nur einmal wiederholen, war schlimm mit anzusehen", brach es aus Harry heraus. Lily zögerte kurz und rief dann: "Toby!". Sofort erschien der Hauself und sah sie fragend an. "Bitte sag Dumbledore, dass wir dringend mit ihm reden müssen", sagte Lily freundlich und beugte sich zu dem Hauselfen herunter. Dieser verbeugte sich und disapparierte mit einem lauten Knall. Harry stand auf und wollte aus dem Raum rennen, wurde allerdings von seiner Mutter aufgehalten. "Willst du dir nicht wenigstens etwas anziehen?", fragte sie. Harry zögerte und warf sich schnell einen Umhang drüber. "Los!", rief er und verschwand mit den anderen aus dem Raum. 

"Was genau ist eigentlich passiert?", fragte James, der neben seinem erwachsenen Sohn herlief (Harrys jüngeres Ich war zusammen mit Remus in der Wohnung geblieben). "Erzähle... bei Dumbledore", brachte Harry hervor und hielt vor dem Wasserspeier, der das Büro des Schulleiters bewachte, an. "Passwort?", fragte dieser verschlafen. "Ähm...", sagte Harry langsam. "Lass sie hoch!", ertönte Dumbledores Stimme von oben, "Ich erwarte sie bereits!". Mürrisch glitt der Wasserspeier beiseite, um die Gruppe zur Treppe, die ins Büro führte, zu lassen. Oben angekommen stand bereits ein gemütliches Sofa für sie bereit. "Was führt euch so spät zu mir?", fragte Dumbledore und sah sie besorgt an. Alle sahen Harry an. "Hatte eine Vision", stammelte dieser, "Kann ich sie im Denkarium zeigen? Ich rede ungern darüber". Ohne ein weiteres Wort zog der Schulleiter es hervor und hielt es ihm hin. Schnell war die Erinnerung im Denkarium und sie machten sich bereit, darin einzutauchen. "Ihr müsst nicht mit", sagte Harry zu den anderen, "Es ist nicht schön mit anzusehen". "Wenn wir schon da sind, möchten wir es uns auch mit ansehen!", widersprach James und so begaben sie sich alle ins Denkarium. Als sie nach kurzer Zeit wieder auftauchten waren alle geschockt. "Er ist verheiratet und hat Kinder? Und er ist in Gefahr! Wir müssen seine Familie und ihn irgendwie retten!", sagte Sirius, der sich als erster gefangen hatte. Harry sah ihn etwas überrascht an. "Ich bin bereit mich bei ihm für alles, das wir ihm angetan haben, zu entschuldigen. Er ist schließlich auf unserer Seite und hat Krone das Leben gerettet", sagte Sirius entschlossen, nachdem er den Blick seines Patensohnes bemerkt hatte. "Ich stimme dir zu Tatze", sagte James, "Aber hat irgendjemand von euch eine Idee, wie man ihm helfen könnte?". "Nun", begann Lily zögerlich und sah Dumbledore an, "Wird er bald zurückkommen, Albus?". Dumbledore nickte. "Vermutlich schon in ein paar Stunden. Wir müssen nach ihm Ausschau halten!". "Wie wäre es", schlug Harry vor, "wenn wir die Lehrer und Hagrid mit einbeziehen, sodass sie auch nach ihm suchen und ihn gegebenenfalls in den Krankenflügel bringen?". Alle stimmten ihm zu. "Aber wie soll es dann weitergehen?", fragte James seine Ehefrau. "Wir befragen ihn", sagte sie, "Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht zu viel von Harry preisgeben". "Er beherrscht Okklumentik wie kein zweiter", beruhigte sie Harry.

Reise der ErinnerungenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt