Daikoku nickte. „Ich weiß zwar nicht, ob wir euch eine große Hilfe sein werden, aber wir werden euch..."
„Vielleicht ist das keine so gute Idee", mischte sich Kofuku ein. Tränen rannen über ihre Wangen. „Ich bringe doch nur Unglück. Möglicherweise war das alles ja meine Schuld. Mein Unglück klebt an jedem, mit dem ich zu tun habe. „An dir, an Yukine und auch an Hiyori. Mag sein, dass ihr euch von Anfang an besser von mir ferngehalten hättet. Auf keinen Fall hätte ich bei dieser denkwürdigen Kamuhakari eure Schicksale mit einander verknüpfen dürfen. Nicht ich. Glaub mir! Ohne uns bist du besser dran."
„Was laberst du denn für einen Unsinn, Kofuku? Wir Götter sind nicht allwissend und schon gar nicht unfehlbar. Das Schicksal spinnt gerne seine eigenen Fäden und kein Gott kann daran etwas ändern. Du bist seit langem meine Freundin und warst immer für mich da. Wenn du und Daikoku nicht gewesen wärt, wäre Yukine zum Ayakashi geworden und ich vermutlich gestorben, oder ich säße heute noch in Yomi fest. Und wer hätte den Mut aufgebracht das Ritual des Gelübdes durchzuführen? Du hast Hiyori kein Unglück gebracht. Du warst ihr immer eine gute Freundin." Yato senkte den Kopf. „Wenn jemand für ihr Leid verantwortlich ist, dann bin ich das. Mein Vater hat mich als Rache- und Kriegsgott erschaffen. Ich brachte von jeher jedem nur Unheil und den Tod. Dennoch war ich zu selbstsüchtig um mich von Hiyori fernzuhalten. Ich hätte die Bande durchtrennen müssen. Tenjin hatte mich gewarnt. Doch selbst als mein Vater das Krankenhaus ihrer Eltern angegriffen hatte und Hiyori fast zum Ayakashi wurde, konnte ich sie nicht aufgeben. Also gib dir nicht die Schuld für das, wofür ich verantwortlich bin! Deshalb werde ich alles tun um..."
„Sie hat Recht, Yato. Wir würden das alles nur verschlimmern. Und wer weiß wozu das letztendlich führen würde", unterbrach Daikoku den Glücksgott. „Kofuku kann ihre Aura nicht kontrollieren."
„Na gut, ich verstehe das. Und Kofuku versprich mir, nicht auf mich zu wetten."
„Das werde ich nicht", versprach die Unglücksgöttin und ein kleines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht.
„Was hat eigentlich Yukine zu dem Ganzen gesagt?", erkundige sich Daikoku.
Yato legte die Hände an seine Wangen, so wie es Yukine bei ihm getan hatte. Seine Augen leuchteten verträumt. „Ach ja. Er hat mich einfach geküsst. Ist er nicht süß?"
„Das ist ja schön für dich, aber was hat er gesagt?"
„Sagt ein Kuss nicht mehr als tausend Worte?"
„Yato, das meinte ich nicht. Schließlich war Hiyori so etwas wie seine große Schwester. Und ausgerechnet in dem Moment, in der er sich über die Gefühle zu dir bewusst wird, steht deine Ex-Freundin sozusagen von den Toten auf. Denkst du nicht, dass macht ihm zu schaffen?
„Was soll das heißen? Glaubst du er will nicht, dass wir Hiyori unbeschadet zurückbekommen. Du spinnst wohl. So denkt Yukine nicht."
„Da hast du wahrscheinlich Recht. Aber was denkst du darüber?"
„Das ist doch jetzt völlig egal. Wichtig ist, dass wir Hiyori retten und meinen Vater endgültig dingfest machen."
„Ist das so?"
„Ja, so ist es." Yato stand auf. „Und ich muss jetzt zu Tenjin. Er mochte Hiyori sehr. Vielleicht wird er uns helfen." Und schon war er wieder verschwunden.
„Schrecklich die Sache mit Hiyori. Und Yuki kann einem leidtun. Er muss mit so vielen Dingen gleichzeitig zurechtkommen. Er scheint erwachsener zu sein, als wir alle dachten", meinte Kofuku und wischte sich die letzten Tränen aus dem Gesicht. „Ob Yato sich dem Allem bewusst ist?"
„Ich hoffe nur, er versucht nicht wieder einen Alleingang. Ein zweites Mal würde Yukine ihm das nicht verzeihen."
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Noragami - Der Himmel muss warten
FanfictionAusgerechnet als Yukine sich endlich seiner wahren Gefühle für Yato bewusst wird, erfahren sie, dass die für tot gehaltene Hiyori lebt und sich die ganze Zeit in den Händen von Yatos Vater befand. Die beiden machen sich auf den Weg sie zu befreien...
