7. am Arsch der Welt

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„Oh du wirst sowas von an der Tanke abgesetzt", schimpft er verspielt und zeigt mit dem Zeigefinger zu dir rüber.

Die Autotür geht auf und unterbricht eure Interaktion. „Okay was zur Hölle geht bei euch ab", kommentiert Tim mit kratziger Stimme und sieht komplett verwirrt zu Jacob hoch, der anfängt, das untere Ende seines T-Shirts auszuwinden und den Kopf schüttelt. Dann verzieht Tim das Gesicht, als er bemerkt, dass sogar über ihm vom Autodach Wasser tropft.

Du sammelst lachend und ein bisschen schuldbewusst den Schwamm wieder ein und wirfst ihn in den leeren Eimer, um das Chaos, das ihr hinterlassen habt, wenigstens ein bisschen zu beseitigen.


Bene öffnet jetzt auch die Autotür und sieht dich verschlafen, aber ungläubig lachend an „Sonst gehts euch gut oder?" Du grinst ihn an „Ach das Sperrgepäck is auch mal wach!" und Jacob muss lachen. „Welches Sperrgepäck?", fragt Bene ein bisschen verpeilt.

Aber du hast nicht vor, ihm das zu erklären und Jacob auch nicht.

Dein Blick folgt ihm, als er die Tür der Fahrerseite öffnet, um seinen Geldbeutel aus dem Seitenfach zu holen, bevor er sich die schwarze Maske an die Ohren hängt und unters Kinn klemmt. „Wollt ihr was von der Tanke?", fragt er in die Runde, „Ich geh schnell zahlen" „Ne danke Digga", antwortet Tim, „ich geh dann eh schnell selber rein" und Bene schüttelt nur mit dem Kopf.

Als Jacob dich auch mit dem Kopf schütteln sieht, zeigt er nur auf dich „Ja du kriegst sowieso nix mehr von mir!" Dir fällt empört die Kinnlade runter, als er sein Grinsen von der Maske überdeckt und anfängt, nach drinnen zu joggen.


„Boah", streckt sich Tim erleichtert durch, als er mit seinem fetten weißen Kuschelhoodie, in dem er vor zehn Minuten noch eingekringelt war, aus dem Auto aussteigt und Bene trinkt aus seiner großen Wasserflasche, während du versuchst, den nassen Rücken deines T-Shirts irgendwie trocken zu bekommen.

Du weißt noch nicht, ob du dich so wieder ins Auto setzen sollst, weil du wahrscheinlich erstens Jacobs Autositz nass machst und dir zweitens eine Erkältung holst.

Es ist zwar eh verdammt warm, aber in Kombination mit der Klimaanlage vom Auto kann das nicht gut sein.

„So ne scheiße", fluchst du ein bisschen und musst über dich selber lachen.

Außerdem musst du langsam echt mal aufs Klo.

„Müsst ihr nich aufs Klo oder so?", fragst du Bene und Tim, die immer noch am Auto rum lungern und wach werden. „Doch safe", antwortet Bene, „wir machen jetz alle Pinkel Pause und dann fahr'n wir weiter oder?"

„Was essen wär auch nice", denkt Tim laut nach, als er endlich mal aus seinem weißen viel zu warmen Hoodie schlüpft und seine Haare kurz in alle Richtungen abstehen.

Du fragst dich sowieso, wie er das die ganze Zeit bei der Hitze aushält.

„Ich hol mir auf jeden fall noch irgendwo was" „Dito", antwortest du ihm.


Bene steigt aus dem Rücksitz aus und geht zum Kofferraum, um den zu öffnen. „Was machst du?", fragt Tim ihn. „Meine Scheiß Maske suchen", flucht der Lockenkopf und fängt an, rum zu kramen.

„Wo sin wir überhaupt?", fragt er dann irritiert und sieht sich verpeilt um und du musst schmunzeln. „Am Arsch der Welt", antwortet Tim müde und trinkt seine Wasserflasche aus, während er am Auto lehnt und sich etwas gelangweilt umsieht.

„Irgendwo bei München", kommentierst du, weil du im Gegensatz zu ihnen beim Fahren aufgepasst hast und Bene nickt wenig begeistert.

Jacob kommt wieder aus dem Shop mit einem Red Bull sugarfree, ner Bäckertüte und Kassenbon in der Hand und reißt sich erleichtert die schwarze Maske runter. Du siehst ihn unbewusst ein bisschen länger an, weil sein T-Shirt mittlerweile ein bisschen an seinem Bauch klebt und sich sein Sixpack darunter abzeichnet.

Roadtrip - Jacob Rott / Elevator BoysGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt