Kapitel 10

258 9 0
                                    

Deine Sicht

Ich war zutiefst geschockt und erschüttert.
Natürlich liefen mir auch die Tränen.
Wer hätte da nicht geweint, wenn deine eigene Wohnung komplett zerstört wurde.
Es war ist doch mein... Zuhause !
Ich weinte in meine Hände hinein
Das darf doch alles nicht wahr sein.
Einen leichten Druck spürte ich an meiner Schulter.
" Komm, lass uns gehen. " sagte er in einem ruhigen und sanften Ton.
Ohne aufzuschauen wusste ich das es seine Hand war und griff nach ihr.
Er zog mich vorsichtig hoch.
Jetzt stand ich vor ihm, konnte ihn aber nicht ansehen, denn ich wollte nicht das er meine Tränen sieht.
Auf das, was er jetzt machte, war ich nicht vorbereitet.
Er drückte mich fest an sich und legte seine starken Arme um meinen kleinen Körper.
Durch diese Geste, konnte ich nicht mehr an mir halten und ließ mich komplett fallen.
Meine Tränen bahnten sich weiter unkontrolliert ihren Weg über meine Wangen.
Meine Finger krallten sich verzweifelt, in sein Hemd und mein Gesicht vergrub ich an seiner Brust.
Er gab mir die Zeit die ich brauchte und hielt mich einfach nur.
Keine Ahnung wie lange wir so da standen, denn ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, aber nach einer Weile beruhigte ich mich etwas.
Er löste die Umarmung ein wenig.
Seinen Zeigefinger und Daumen platzierte er an mein Kinn und hob meinen Kopf so leicht nach oben, damit ich ihn in die Augen sehen musste.
" Du bist eine starke Frau D/N ! Lass uns zurück ins Anwesen fahren."
Zustimmend nickte ich.
Plötzlich positionierte er einen Arm hinter meinem Rücken und den anderen hinter meinen Kniebeugen.
Ohne viel Kraftaufwand hob er mich hoch und trug mich vor sich zum Auto.
Ich lehnte meinen Kopf an seine Brust und nahm seinen angenehmen Duft in mich auf.
Vorsichtig setzte Madara mich auf den Beifahrersitz und schnallte mich behutsam an.
Das war eine ganz neue Seite an ihm, die mir sehr gefiel und ich hoffe, daß er noch mehr von sich preisgeben wird.
Durch das sanfte brummen des Motors, wurden meine Augen schwer.
Ich war völlig fertig von den vielen Emotionen, die ich durchlebte und langsam verdunkelte sich meine Sicht.

Allmählich kam ich zu mir, hielt aber meine Augen noch geschlossen.
Einen Moment wollte ich dieses schöne, warme Gefühl, in der Decke eingemurmelt zu sein, auskosten.
~ Sooooo schön ~
Aber irgendwie roch die Decke etwas anders als sonst... und ich kann mich nicht daran erinnern, mein Bett neu bezogen zu haben.
Nun musste ich doch meine Augen öffnen... sie taten mir noch vom weinen leicht weh.
Ich stellte fest, nicht in meinem Bett zu sein und dementsprechend auch nicht in meinem Zimmer war.
Zurückhaltend sah ich mich um.
Ich lag auf einer Couch, die total bequem ist, aber es war auch nicht die Couch aus dem gemeinschaftlichen Wohnzimmer.
In diesem Raum war ich noch nicht gewesen.
Langsam setzte ich mich auf.
Auch dieses Zimmer ist ausgesprochen gemütlich eingerichtet, alt mit modernen Akzenten.
Regale und Schränke in dunklen Brauntönen, die Fensterseite wurde in einen dezenten rot tapeziert und die Vorhänge hatten ein kräftiges rot, sowie die Couch und der Sessel.
Ein schöner ausgeglichener Raum, zumindest fühlte ich mich wohl...
Und meine Frage in wessen Wohnzimmer ich bin, würde mir auch beantwortet, denn von hinten sprach eine angenehme Stimme.

" Ich hoffe du konntest dich etwas ausruhen?!" er setzte sich gegenüber in den Ohrensessel.
" Ähh... Ja danke, aber du hättest mich auch in mein Zimmer bringen können. Ich möchte dir keine Umstände bereiten. Du konntest ja wahrscheinlich dein Wohnzimmer nicht richtig nutzen. " schaute ich dann etwas beschämt zur Seite.

" Sieh dich doch nicht immer als Umstand an. Ich konnte mich hier frei bewegen, du hast nämlich geschlafen wie ein Stein... Und es hat noch andere Gründe, weshalb ich dich hier her gebracht habe."
Ich wurde leicht rot, bei den Gedanken, das er mich hätte beobachten können.
~ Hoffentlich hab ich nicht geschnarcht! ~
" Welche Gründe denn? Du hättest mich doch auch schon früher ansprechen können." blinzelte ich mein Gegenüber an.
" Nun das gestaltete sich etwas schwer und da wären wir auch schon bei meiner ersten Frage..." er ließ eine kleine Pause und ich saß gespannt wie ein Flitzebogen auf der Couch.
" Warum gehst du mir aus dem Weg und ignorierst mich?"

~ Oh ha... Ich glaube das wird ein Verhör ! ~
Aber ich werde versuchen ihm die Wahrheit zu sagen.
" Naja, also das ist so... Als wir unsere kleine Auseinandersetzung hatten, hast du einen Satz gesagt, der mich sehr verletzt hat! "
Ich wich seinem Blick aus, denn ich wollte den Satz nicht wiederholen.
" Verstehe... Meine nächste Frage ist über den Tag, als auf uns geschossen wurde. Woher wusstest du wo ich war und in welcher Etage? "
Ich musste leicht schmunzeln.
Darüber machte er sich Gedanken?

" Dafür muss man kein Genie oder Detektiv sein... Als du raus bist, konnte ich sehen in welches Gebäude du gegangen warst.
Ich hab also schnell meinen Chef bescheid gegeben, dass ich nur kurz was holen müsse. Am Fahrstuhl habe ich dann gewartet, in welcher Etage er hält... Daher wusste ich es.
Vielleicht war auch Glück dabei, das keine anderen Leute den Aufzug benutzten. "
Madara hörte mir aufmerksam zu und nahm jedes meiner Worte in sich auf.
Seine Augen funkelten vor Neugier, woraufhin ich lächelte.
" So so... Du hast mich also verfolgt und hinterher spioniert? "

Er hatte seinen Ellenbogen auf der Lehne des Sessels und stützte seinen Kopf mit der Hand ab.
Ich traute meinen Augen kaum, als ich ihn ansah, denn er lächelte!!!
Und das war kein gestelltes, sonder ein ehrliches Lächeln.
Sein wahres Lächeln.
Nun sah er nicht mehr so unnahbar, kühl und ernst aus.
Ich war wirklich sehr angetan, denn es ist wundervoll und steht ihm viel besser.

Sein Lächeln verschwand auch nicht, als er mir seine letzte Frage stellte

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

Sein Lächeln verschwand auch nicht, als er mir seine letzte Frage stellte...
" Und jetzt die wichtigste Frage ! Wieso bist du mir gefolgt ?"

~ Tadaaaa... Wie soll ich da jetzt raus kommen ? Soll ich ihm wirklich einfach die Wahrheit sagen ? Was ist wenn er mich auslacht oder schlimmer noch mich a weißt ?! Verdammt nochmal... Ok ganz ruhig...~
Schimpfte ich im Inneren mit mir selbst.
~ Gut dann wollen wir mal... ~

1010 Wörter

_______________________________________

Bis zum nächsten Kapitel ihr lieben🥰🥰

I will be always by your side (MadaraxReader)🍋 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt