Kapitel 1

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(Earendil, Elwing, Elrond u. Elros)

„Elrond! Elros!...bitte kommt raus!", rief Raya leicht genervt. Die Zwillinge hatten sich wieder in ihr Arbeitszimmer geschlichen und hatten mal wieder all ihre Tinte entwendet. Später hatte man sie überall gefunden. An den Wänden, auf dem Boden und sogar auf ihrem Lieblingskleid. Von den Tintenklecksen die an den Zwillingen selbst waren ganz zu schweigen. Ein Kichern verriet die beiden. „Gut, dann gehe ich jetzt eurer Nana(Mutter) Bescheid sagen, dass ihr euch wieder in meinem Arbeitszimmer herumtreibt!" Doch stattdessen hatte sie sich so nahe an das Versteck der beiden geschlichen, dass sie sie die beiden Elblinge an ihren Tuniken erwischte und zu sich zog. Dabei fiel ein halb volles Behältnis ihrer Schreibtinte zu Boden. Anscheinend hatten sich die Zwillinge schon bedient. „Ah, Raya hast du...hat sich geklärt", schaltete sich Elwing ein, die ihre Söhne anscheinend schon gesucht hatte. Sie musste schmunzeln als sie die unschuldigen Gesichter der Zwillinge sah, die sich glichen wie ein Ei dem anderen. „Ich hatte euch doch gesagt, dass ihr hier nicht hindürft! Und jetzt zieht euch was frisches an, euer Vater legt bald ab!", tadelte sie die beiden Halbelben, die, von Raya freigegeben sofort losstürmten. „Seine Reisen werden immer häufiger", bemerkte die Blonde als sie und Elwing alleine waren. Die Tochter Diors schüttelte den Kopf. „Er liebt die See, was soll man tun?", fragte sie traurig, „Dann könnte ich wieder deine Hilfe gebrauchen. Alleine wächst mir der Papierkram über den Kopf" Die blonde nickte. „Das ist falsch.", murmelte sie geistesabwesend. Elwing zog eine Augenbraue in die Höhe: „Was ist falsch?" „Ich...habe nur das Gefühl, dass etwas schreckliches passieren wird. Bald" „Vielleicht ist es auch nur ein Gefühl, Raya. Vergiss das nicht.", erinnerte die Tochter Diors sie. „Aber komm. Elros und Elrond sind sicher schon vorgerannt" „Das nennst du rennen?" Die beiden Frauen lachten.
Am Steg wartete Earendil, der Halbelb schon auf seine Frau und seine Beraterin. Die Peredhil Zwillinge hatte er auf den Arm genommen. „Wir wollen nicht, dass du gehst, Ada(Vater)", bettelte einer von ihnen. „Ich bringe euch auch etwas mit, wenn ich dazu komme", meinte der Blonde. „Wirklich? Was denn?", fragten sie begeistert im Chor. „Lasst euch überraschen" Er ließ sie herunter und ging zu seiner Gemahlin. „Bleib nicht lange fort, ja?", bat diese ihn zum wiederholten Mal. „Ich werde mich beeilen", versprach er, ehe er zu Raya schritt. „Pass auf, dass bei meiner Rückkehr alles noch steht", meinte er. „Tut mir leid, für die Zwillinge bin ich nicht zuständig", antwortete sie lächelnd. Er beugte sich zu ihr, so dass nur sie ihn hören konnte: „Ich spüre, dass etwas passieren wird. Ob es aufgrund des Silmarils ist, das weiß ich nicht, aber eines ist gewiss: Es ist nicht von Guter Natur" „Ich werde aufpassen, versprochen"

3 Wochen später:
„Was ist los, Elwing?", fragte Raya als Angesprochene ohne anzuklopfen hereinstürmte. „Wir haben Post" „Das ist nichts ungewöhnliches", bemerkte die Blonde. „Er ist von Maedros!" Ihre Feder verrutschte in einen unschönen Winkel, so durfte sie wahrscheinlich den ganzen Vertrag neu schreiben. „Ich nehme an, er fordert die Silmaril?", mutmaßte die Elbin, während sie vergeblich versuchte den unschönen Ausrutscher zu korrigieren. „In der Tat", bestätigte die Herrin der Sirion Mündungen. „Würdest du sie ihnen geben um das Volk zu beschützen?", fragte Raya. Elwing schüttelte den Kopf. „Nein. Ich glaube dieser Stein hält seine schützende Macht über uns." „Das ist Wahnsinn, Elwing. Gib ihnen die Silmaril, das Recht der Feanorions ist sowieso verwirkt.", erwiderte die Blonde, wissend, dass ihre langjährige Freundin nicht umzustimmen war und gab nach: „Gut. Aber bedenke welche Auswirkungen es auf deine Söhne haben könnte"

Die Melodie des LebensGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt