Kapitel 5

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„Maglor, komm! Wir können sie nicht mitnehmen", versuchte Maedros seinen Bruder zu überzeugen, doch dieser starrte immer noch wie erstarrt auf die bewusstlose Gestalt Rayas. Die Orks kamen immer näher, als ein Horn ertönte. „Gil-Galads Truppen, wir müssen los!" Jetzt verlor der Rothaarige die Geduld und zerrte seinen Bruder mit sich, die Zwillinge an der anderen Hand. „Ist sie tot?" Diese Frage holte den Harfenspieler und Sänger wieder zurück in die Gegenwart. „Nein, nur vergiftet. Sie wird es überleben" „Wenn Gil-Galads Truppen sie finden", warf Maedros ein. „Ich möchte mich dessen versichern, Maitimo. Warte hier auf mich" Maglor schlich sich in die Nähe des Geschehens und erblickte zu seinem Erstaunen den Hochkönig höchstpersönlich. In voller Pracht saß er auf seinem Pferd und führte seine Truppe gegen die Orks, die keine Chance gegen die Elben hatten. Übrig blieb ein Blutbad. Der Blick Ereinions glitt über das Schlachtfeld und erblickte die verletzte Elbin. „Mein König, was ist mit ihr?", erkundigte sich einer der Elben. „Das fragt ihr noch?", kam es von Gil-Galad, der kurzerhand abstieg und sich der Verletzen näherte. Dann nahm er sie hoch und trug sie zurück zu seinen Männern. „Ein Giftpfeil hat sie getroffen, reite so schnell es geht ins Schloss"

Einige Stunden später:
„Woher kommt ihr?", erkundigte sich Gil-Galad. „Von den Sirion Mündungen. Ich floh von dort, zusammen mit den Zwillingen", antwortete sie. „Earendils Söhne?" „Ich war seine Beraterin. Außerdem habe ich Elwing versprochen auf sie aufzupassen" „Und wo sind sie jetzt?", fragte der Hochkönig besorgt. „Ich weiß es nicht", sagte sie wahrheitsgemäß. Die Feanorions ließ sie dabei bewusst aus. Der Elb erhob sich. „Wenn ihr wollt könntet ihr mir helfen die Mengen an Papierkram zu bezwingen", bot der Hochkönig an. „Oh, das...könnte ich tun, danke" „Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit" Damit verabschiedete sich Gil-Galad.

Bei Maglor u. Maedros:
„Guck, Maglor! Ein neuer Stern!", rief einer der Zwillinge aufgeregt und deutete auf einen Stern, der sich durch seine Helligkeit von allen Sternen an solch einer klaren Nacht abhob. „Ist das ein Silmaril der nun im Westen scheint, Maglor?", riss Maedros seinen Bruder aus seinen Träumereien. Er antwortete nicht direkt. „Und wenn es so wäre, dann bin ich froh", sprach er. „Sie hätte mein Stern sein können" Der Rothaarige seufzte. „Trauere nicht um sie, Cáno. Sie wurde gerettet" „Du hast deine Meinung anscheinend geändert", stellte der Sänger fest. „Raya ist die Unschuld in Person. Sie hat nie etwas Böses getan und trotzdem hat sie dir ihr Herz geschenkt" „Was soll das denn jetzt heißen?", erwiderte Maglor empört. „Du weißt welchen Ruf wir haben, Bruder. Er eilt uns weit voraus", antwortete Maedros düster. „Aber ich wollte etwas anderes mit dir besprechen" „Und das wäre?" „Die Zwillinge" „Was soll mit ihnen sein?", erkundigte sich Maglor „Sie können nicht ewig bei uns bleiben. Andernfalls nehmen wir ihnen die Zukunft, das Leben was ihnen noch bevorsteht", sagte der ältere. „Wohl wahr", meinte Maglor in Gedanken versunken, „Aber dieser Tag ist noch nicht gekommen"

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