(Maedros u. Maglor mit Elrond u. Elros)
„Ich traue ihr nicht, Cáno", äußerte Maedros seine Bedenken unverblümt. „Es reicht, wenn ich es tue" „Ich habe kein gutes Gefühl, Bruder. Sie ist unerfahren im Kampf, sie wird dir noch den Tod bringen", argumentierte der Rothaarige Elb. „Sie ist es wert, Maitimo-", wollte Maglor gerade ansetzen, da regte sich einer der Zwillinge, rieb sich kurz über die Augen und sah sich mit neugierigen Augen um. Die Blicke der Feanorions trafen sich. Sie hatten zwar einst selbst kleine Geschwister gehabt, doch wie mussten sie, zwei Sippenmörder in Kampfrüstungen und Schwertern auf diese kleinen Elben wirken?
Doch ungeachtet ihrer Präsenz rannte das Kind zu Raya, die an Maglors Schulter tatsächlich Schlaf gefunden hatte. „Raya schaust du mit uns die Sterne an?" Die Elbin kehrte aus ihren Träumen zurück in die Gegenwart und blickte sich hektisch um, ehe ihr Blick auf den Elbling fiel. „Gut, Maglor kommst du mit? Willst du noch Elrond aufwecken?" Letzteres hatte sie den kleinen Halbelben gefragt, der seinen Bruder ziemlich unsanft aus dem Schlaf holte. „Kommt er mit?", fragte einer der Zwillinge und zeigte auf Maglor. „Man zeigt nicht auf andere Leute! Aber er kann mitkommen, wenn ihr wollt" Kurz flüsterten sich die Kleinen etwas zu, dann blickte einer ängstlich zum Harfenspieler. „Muss er mitkommen?" „Wie weit wollt ihr denn weg?", schaltete sich der zweitälteste Feanorion jetzt ein. „So weit, bis wir die Sterne gut sehen können, wieso?" „Dann komme ich mit euch", beschloss er und erhob sich. Ein wenig ängstlich versteckten sich die Elblinge hinter Raya. „Na kommt. Suchen wir uns einen Platz" „Ich finde ihn zuerst!" Und dann waren sie weg. „Sollten sie dir verloren gehen, ist dir klar was passiert?", versicherte Maglor sich. Die Elbin nickte. „Sie werden nicht verloren gehen, versprochen"
Ein paar Tage später:
„Wohin wird uns unser Weg führen?", erkundigte sich Raya, doch Maedros antwortete nicht. Durch die Frage neugierig geworden, lugten die Augen der Zwillinge zu ihnen herüber. „Ohne das wir Gil-Galads Truppen begegnen? Schaffen wir es nach Himring?" „Die Festung ist verlassen. Außerdem sind wir an der Grenze von Lindon.", bemerkte Raya. „Sie ist besser als gar nichts", erwiderte der Rothaarige. „Ich würde sagen, dass Himring unsere letzte Option wäre", pflichtete Maglor der Elbin bei. Maedros schwieg daraufhin. „Und wo sollen wir sonst hin?" Eine lebhafte Diskussion der beiden Brüder brach aus, bis ein surrendes Geräusch sie innehalten ließ. Ein Pfeil hatte Maedros knapp verfehlt. Ein schwarzer Pfeil. „Orks!" Die Söhne Feanors, geübte Krieger zogen ihre Schwerter. „Bringe dich und die Zwillinge in Sicherheit!" Doch die Orks schienen überall zu sein, es regnete Pfeile auf sie. Die kleine Gruppe schaffte es zwar ein Stück Land zwischen sich und die Orks zu bringen, doch die gaben nicht auf. Dann wurde Maedros Pferd getroffen. Reiter und Zwillinge wurden teilweise unter dem Tier begraben, was mit dem Tode rang. „Elrond, Elros, kommt!", rief Raya besorgt, während Maglor seinem Bruder half das linke Bein freizubekommen, welches unter seinem Reittier lag. „Geht!" „Nicht ohne euch!" „Gut, aber entfernt euch von hier", gab der Braunhaarige nach. Das ließen sie sich nicht zweimal sagen. Nach ein paar Minuten holten auch die beiden Sippenmörder zu ihnen auf, ihre Klingen waren schwarz vor Orkblut. „Habt ihr sie alle getötet?" „Sie müssen sich aufgeteilt haben" Kaum hatte Maglor das ausgesprochen, sausten zwei Pfeile auf sie zu. Einer traf knapp hinter den Zwillingen, der andere traf Rayas Knie.
Im ersten Moment war die Elbin wie erstarrt, dann sank sie zu Boden, die Welt um sie verschwamm. Maglors Stimme war das letzte was sie hörte.
Als sie aufwachte, lag sie auf einem provisorischem Bett, ihr Bein war versorgt worden, denn es schmerzte nicht mehr. Wo waren die Zwillinge, Maglor und Maedros? „Ihr seid erwacht" Die Elbin erschrak, als sie die Stimme vernahm. Sie gehörte einem dunkelhaarigen Elb, der seine Tiara am Hinterkopf trug. Sein Gewand war nachtblau mit goldenen Verzierungen. Aber was wollte Ereinion Gil-Galad, der Hochkönig der Noldor von ihr?
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Die Melodie des Lebens
FanfictionRaya, eine Elbin aus unbekanntem Hause trifft auf Maglor Feanorion. Der fühlt sich sofort mit der ehgeizigen Geigenspielerin verbunden, doch dann stiehlt Melkor die Silmaril, das Unheil nimmt seinen Lauf und jahrelang sehen sie sich nicht wieder. Bi...
