Ich hasse mich dafür.

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Sapnap pov: 

Ich saß in der Küche. Karl war seit etwas zwei Wochen am schlafen und war nicht wach zu bekommen. Ich hatte fast garnicht geschlafen, was man an den fast schwarzen Augenringen sehen konnte. Zwei Hände fuhren über meine Schultern und massierten sie leicht, bevor sie weiter fuhren und sich von hinten um meinen Nacken schlangen. „Du solltest schlafen Schatz. Er wird schon wieder auf wachen..." flüsterte Quackity mir ins Ohr und küsste leicht meinen Hals ab. Er machte sich genau so Sorgen wie ich, hatte aber viel mehr Hoffnung. Ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen und stützte sie auf dem Tisch ab. Stille Tränen flossen über meine Wangen und fielen auf den Tisch. Quackity stoppte mit seinem Vorhaben und umarmte mich fest. Nicht mehr lange und ich fing an zu schluchzen. Erst leise, dann aber immer lauter. 

Ich weinte einfach und konnte meine Sorgen und Ängste nicht mehr verstecken. Ich wollte einfach das er aufwacht. Ich wollte ihn in meinen Armen halten und durch kitzeln, bis er nicht mehr konnte. Ich wollte abends mit ihm einschlafen und morgens mit ihm auf wachen. Ich weinte noch eine ganze Weile, bevor ich müde wurde. Meine Tränen gingen langsam aus und ich schlief ein. 

Quackity pov: 

Vorsichtig legte ich Sapnaps Kopf auf dem Tisch ab, bevor ich ihn langsam hoch hob. Er war relativ leicht, was auch an den nicht vorhandenen Malzeiten lag. Die letzten zwei Wochen war er eigentlich nur bei Karl und vergas eigentlich alles. Ich trug ihn in unser Schlafzimmer, da Karl im Gästezimmer lag. Ich gab ihm noch einen Kuss auf die Stirn und schrieb einen kleinen Zettel. Dann machte ich mich auf den Weg und suchte nach XD. 

Ich fand ihn relativ schnell. Er saß unter einem großen Baum und auf den ersten Blick, sah er aus wie eine Statur. Ich ging auf ihn zu und rüttelte ihn, um ihn aus seinen Gedanken zu holen. Er sah mich an und schien sofort glücklicher zu werden. „Hallo mein Junge." begrüßte ich ihn und umarmte ihn einmal kräftig. Er tat es zwar nicht, aber ich wusste, dass er Umarmungen nicht so mag, darum ließ ich ihn auch schnell wieder los. „Ich habe eine wichtige Frage!" sagte ich und sah ihn ernst an. Er nickte nur und wartete auf meine Frage. Ich war etwas nervös und sah nach unten. „Weißt du was mit meinem Freund Karl ist? Ich habe keine Ahnung was mit ihm los ist und-... Ich weiß einfach nicht was mit ihm los ist. Weißt du irgendwas?" fragte ich vorsichtig. Er schien nervös zu werden. Ein anderer hätte nichts bemerkt, aber ich kannte ihn mein ganzes Leben. 

„Es ist mir nicht gestattet dir etwas zu sagen..." sprach er und es kostete ihn viel Überwindung. Er wollte mich nie enttäuschen, weshalb das SEHR wichtig sein musste. „Sag mir nur ob es ihm gut geht?" fragte ich vorsichtig und er nickte. „Und wie geht es dir?" fragte ich beruhigt. „Gut..." flüsterte er. Er lügt... „Bitte sei ehrlich mit mir." sprach ich also. Er atmete tief ein und aus. „Du glaubst du er könnte mich mögen?" fragte er vorsichtig. Er grinste nur. Das dieser Starrköpfige Gott sich tatsächlich mal verlieben würde, hätte ich niemals für möglich gehalten. „Frag ihn! Zu verlieren hast du nichts und je länger du wartest, desto schmerzhafter könnte es werden! Aber ich bin mir ziemlich sicher, er mag dich auch." ermutigte ich ihn. Er nickte nur. „Ich frag ihn heute!" sagte er sicher. „Aber was schenke ich ihm?" fragte er und schien leicht panisch zu werden. Ich winkte zu mir und er beugte sich fragend vor. Ich flüsterte ihm etwas ins Ohr und als ich mich wieder zurück lehnte strahlte er förmlich. Es machte mich glücklich. „Ich sag dir wie es gelaufen ist!" sagte er schnell und teleportierte sich weg. 

Lächelnd richtete ich mich auf. Ich machte mich auf den Weg zurück. Als ich vor der Tür stand, schloss ich diese auf und trat grinsend ein. Ich wusste das es Karl gut ging, mein Sohn hat vielleicht bald einen Freund... Ach, das Leben ist schön! Dachte ich. Ich schloss die Tür hinter mir und wollte in die Wohnung treten, als ich plötzlich gegen die Wand gedrückt wurde. „Wie kannst du es wagen?!" fragte mich jemand mit einer tiefen und bedrohlichen Stimme. Ich sah verwirrte nach oben und die Angst kroch in mir hoch. Bad stand vor mir und knurrte mich an. „W-was meinst du?" stotterte ich und hatte, wenn ich ehrlich bin, ziemlich Angst. „Du hast dein eigenes Kind gefoltert!" schrie er mich nun an und drückte mich fester gegen die Wand. Meine Flügel taten weh und ich zischte auf. „Papa! Lass ihn runter!" schrie Sapnap. „Er nimmt Drogen, trinkt Alkohol und schlägt seine Kinder und du schützt ihn auch noch?!" schrie er in Sapnaps Richtung. Meine Luft wurde knapper, da er meine Kehle zusammen drückte. Viele, schlimme, Erinnerungen kamen hoch und Tränen liefen über meine Wangen. 

„Ich wollte nie werden wie er! Ich wusste es nicht. Ich habe ihn gehasst, weil er aussah wie mein toter Sohn. Er hat mich jeden Tag an diesen schmerz erinnert. Jeden Tag an den Schmerz erinnert, den ich fühlte, als ich mein Kind verlor. Darum habe ich es getan. Ich wusste nicht das er mein Sohn ist. Glaubst du ich wäre stolz darauf?! Ich hasse mich dafür. Ich werde mir niemals verzeihen und ich werde immer darunter leiden! Du solltest doch am besten wissen, dass ich meine Kinder liebe!" schrie ich und meine Tränen wurden mehr. Meine Luft war zu wenig und meine Sicht wurde schwammig. Die Tränen unterstützten das und ich konnte nur einen leicht geschockten Bad erkennen. Es tut mir so leid mein Junge... Dachte ich noch und wurde schließlich ohnmächtig. Bad schien mich los zu lassen, denn ich schlug auf dem Boden auf. Ich hörte irgendein lautes Geräusch und wie mich jemand schüttelte. 


Es hat ein wenig gedauert, aber ich habe wieder ein paar Ideen. Die Kapitel werden leider nicht regelmäßig kommen, aber ich hoffe das ist trotzdem okay.

To be continued 

1009 Wörter

KarlnapityWo Geschichten leben. Entdecke jetzt