-Neunzehn-

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Meine Fußsohlen klebten auf dem versifften Boden des Diners. Sobald ich mich in Bewegung setzte ertönte dabei ein Obszönes Geräusch, so viel zum Überraschungsmoment. Am Tresen bestellte ich bei der Kellnerin einen schwarzen Kaffee. Die Blondine goss die Schwarze Plörre in die Schäbige Tasse. Während diesen Vorgangs, sah sie mich immer wieder an. Als meine Blauen Augen ihre Braunen trafen, stieg ihr eine leichte röte in die Wangen. Mein Blick wanderte zu ihrem Namensschild. Sandy, wie Klischeehaft. Sie räusperte sich und sah wieder weg. Langsam schob sie mir die Tasse rüber.

"Möchten sie vielleicht ein Stück von unseren Hausgemachten Käsekuchen?", fragte sie und lächelte so breit wie in einer Werbung für Zahnpasta. Ihre Zähne waren definitiv Weißer als sie sein sollten. Ich stütze meine Unterarme auf den Tresen ab und erwiderte ihren lahmen Flirt: "So gerne, ich ein Stück von ihren Kuchen kosten würde, leider habe ich eine wichtige Verabredung mit einem Geschäftspartner." Sandy sah mich etwas enttäuscht an. Ich richtete mich auf und drückte den Rücken durch, so das meine Wirbel ein lautes knacken von sich gaben. Sandy sah mich offenen Mund an.

Mir was bewusst, was für eine Wirkung ich auf Frauenwelt hatte. Ich flirtete gerne, aber ich hatte kein ernstes Interesse an diesen Frauen. In den letzten Jahren hatte ich Interesse an nichts gehabt. Erst recht nicht an einer Beziehung.

Sandy starrte mich noch immer an, also spielte ich dieses Spiel einfach mit.

"Wie wäre es wenn du mir ein Stück Kuchen an den Tisch bringst und vielleicht könntest du mir deine Nummer auf die Rechnung schreiben." Ich zwinkerte ihr zu, nahm die Tasse Kaffee und lief in den spärlich beleuchteten Teil des Diners.

Hayden Hunt saß an einem der hinteren Tische, die so gut wie gar nicht beleuchtet waren. Er trug eine Schwarze Lederjacke und einen Hoodie. Niemand in diesem Schnell Restaurant wusste, wie viel Blut, diesem unscheinbaren Typen an den Händen klebte. Was an meinen Händen klebte, wussten die meisten Menschen. Die meisten sahen mich an und sahen ein Monster. Ein Monster welches dutzend Menschen das Leben genommen hat. Ein Monster das seinen Arm verloren hatte.

Hayden war ein unscheinbarer Typ, bis auf eine Narbe die seinen Kiefer zeichnete sah er aus wie jeder andere Weiße Amerikaner. Wenn die Menschen Hayden ansahen, sahen sie einen Typen der keiner Fliege zur leide tun konnte. Oh, wie man sich irren konnte.

Ich stellte meine Tasse auf den Tisch und nahm gegenüber von Hayden Platz. Er trommelte nervös mit den Fingern auf die klebrige Tischplatte. Als er seinen Blick hob, gefror seine Mimik für den Bruchteil einer Sekunde. Doch dann erschien das süffisante Grinsen auf seinem Gesicht. Seine Grünen Augen blitzten auf.

"Es war nur eine Frage der Zeit bis du mich auf suchst.", er richtete sich etwas auf. Unsere Blicke trafen sich. Kaum zu glauben, dass ich diesen Mann mal mit meinen Leben vertraut habe und jetzt wollte ich nichts lieber als sein Genick brechen. Als guter Zivilist tut man solche Dinge jedoch nicht, egal wie sehr man es wollte. Durch meine Begnadigung saß ich auf der Metaphorischen Ersatzbank, aber ich war keine Person die Tatenlos zu sehen konnte. Ich beschaffe hier lediglich Informationen für mein Team.

Nicht mehr, nicht weniger.

"Warum wollt ihr ausgerechnet jetzt Projekt Frostbite reaktivieren?", fragte ich emotionslos. Hayden rollte mit den Augen.

"Du wirst es nicht glauben, Barnes, aber wir haben sie erst vor wenigen Wochen gefunden."

Seine Aussage brachte mich zum lachen.

"Ihr wisst nicht einmal was Projekt Frostbite ist, habe ich recht?", fragte ich mit leicht amüsierten Unterton. Hayden sein Linkes Auge fing an zu zucken, als ich ihm meine Frage stellte.

Remember Me - A Bucky Barnes FanfictionGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt