•Kapitel 4•

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Mein Kopf dröhnte unerträglich und grelles Licht stach mir in die Augen, als ich versuchte diese zu öffnen.

Stöhnend hielt ich mir einen Arm vor die Augen und versuchte mich irgendwie zu orientieren.

Wo zum Teufel war ich gelandet?

"Wach auf November, er ist hier!"

Ich grummelte leise vor mich hin und wälzte mich auf die andere Seite.

"Musst du so rumschreien?! Wer ist wo?"

"Na ER! Unser Mate!"

Mate? Verarschte sie mich gerade?

Das Geräusch eines schnappenden Türschlosses ertönte weshalb ich meinen Kopf in diese Richtung wandte und blinzelnd die Augen aufschlug.

Meine geblendeten Augen konnten nur eine schmale Gestalt ausmachen, die sich langsam auf mein Bett zu bewegte.

"Hey, du bist ja schon wach."

Langsam verschärfte sich meine Sicht wieder, weshalb ich eine schlanke junge Frau aus machen konnte, die sich lächelnd neben mein Bett gesetzt hatte.

Ihre hellbraunen Haare hatte sie zu einem hohen Zopf gebunden und die braunen Augen strahlten Wärme und Freundlichkeit aus. In der Hand hielt sie einen Kaffeebecher, welchen sie auf den kleinen Schrank neben meinem Bett stellte.

Sie war nicht meine Mate, das spürte ich sofort. Hatte Nova sich geirrt?

Ich nickte langsam und versuchte mich irgendwie daran zu erinnern wie ich hier her gekommen war.

"Ich bin Soley, du bist auf unserer Krankenstation."

Krankenstation? Ja das machte Sinn. Die kahle und spartanische Einrichtung des Raumes passte dazu. Außer einer künstlichen Zimmerpflanze war hier nichts zu finden und die weißen Wände und grauen Vorhänge wirkten ziemlich trostlos.

Aber Moment mal! Warum Krankenstation?

Hastig richtete ich mich auf uns versuchte mich an die letzten Ereignisse zu erinnern.

Blut. Viel Blut. Rouges, der Alpha und ein Schlag gegen den Kopf.

Der letzte Abend prasselte auf mich ein und mir wurde auf einen Schlag kotzübel.

Reflexartig drehte ich mich auf die Seite und ergab meinen gesamten Mageninhalt auf den Boden des Krankenzimmers.

Die fremde Frau schien Mitleid mit mir zu haben und hielt mir fürsorglich die Haare aus dem Gesicht.

Schnell schob ich ihre Hand beiseite und richtete mich wieder auf.

"Warum habt ihr mich mitgenommen? Ich will hier sofort raus!"

Sagte ich, so energisch wie möglich und versuchte das Zittern meiner Hände zu verbergen, indem ich sie vor meiner Brust verschränkte.

Soley hob beschwichtigend die Hände und versuchte mich zu besänftigen.

"Beruhig dich, wir wollen dir nur helfen. Du hast viel Blut verloren und unser Rudelarzt hat die halbe Nacht damit verbracht die ganzen Scherben aus deinen Wunden zu holen."

Scherben? Wunden?

Ich sah an mir runter und stellte fest dass meine beiden Arme in Verbänden steckten und auch an meiner Stirn und auf der Wange konnte ich zwei große Pflaster spüren.

"Erinnerst du dich nicht mehr? Der Unfall mit den Rouges? Die Autoscheiben sind zersplittert und eine der Türen hat dich schließlich am Kopf getroffen als der Rouge dagegen lief."

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