Little Mouse

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Hawks pov:

Wir hatten Frühstück gegessen und hatten uns dann Pünktchen angesehen. Es schien ihm leider nicht viel besser zu gehen. Ich hatte aber eine Idee. Durch das Leben irgendwo im nirgendwo, hatte ich viel über Heilkräuter und ähnliches gelernt und ich hatte mich an eine Pflanze erinnert, die dem kleinen vielleicht helfen könnte. Darum hatte ich Hato Pünktchen überlassen und war kurz aus dem Haus. Schnell hatte ich die kleine Pflanze gefunden und hatte sie in meine Tasche gesteckt. Sofort hatte ich mich wieder auf den Weg nachhause begeben, weil ich Hato nicht so lange alleine lassen wollte.

Es dauerte nicht lange und ich war wieder zuhause. Meine Stiefel streifte ich schnell ab und hing meinen Mantel auf. „Ich bin wieder da! Wo bist du Hato?" rief ich in die Wohnung. „Hier Papa!" hörte ich aus meinem Schlafzimmer. Ich begab mich also schnell dort hin, spürte aber auf einmal eine ganz komische Benommenheit. Ich sah ins Zimmer und Hato lag bewusstlos auf dem Boden. Meine Augen spielten nicht mehr mit und alles drehte sich, verzog sich und wurde ganz schwammig. Meine Atmung verschnellerte sich ebenfalls und mir wurde unglaublich schwindelig. Was war hier los? Hatten sie uns gefunden? War es ein Quirck? „Ha-to..." brachte ich heraus. Ich streckte meine Hand in Richtung Hato aus und versuchte ihn zu erreichen. Meine Beine gaben allerdings nach und ich schlug dumpf auf dem Boden auf. Alles wurde schwarz und ich wurde ohnmächtig.

„Wann wacht er wieder auf?" hörte ich die Stimme von Hato. Sie schien weit entfernt und ich nahm sie fast garnicht war. Irgendwer schien ihm zu antworten, allerdings nahm ich es mehr als ein Brummen war, als alles andere. Erst da bemerkte ich auch, dass ich nicht mehr auf dem Boden lag. Ich lag in einem weichen Bett. Eine dicke, wärmende Decke war über mir ausgebreitet und irgendwie fühlte ich mich befreit, hatte aber auch ein ganz komisches Gefühl im Magen. Irgendwas stimmte nicht...

Ich versuchte meine Augen zu öffnen, was auch nach einiger Zeit klappte. Erst war alles weiß und ich erkannte rein garnichts. Kurze Zeit später lichtete sich jedoch meine Sicht und ich erkannte als erstes Hato, welcher mich besorgt ansah. Er hielt eine Feder von mir fest und spielte nervös mit ihr. Als er aber sah, dass ich wach war, fing er sofort an zu strahlen. „Papa! Du bist wieder wach!" grinste er mich breit an. „Was ist passiert? Gehts dir gut?" fragte ich ihn sofort und fühlte mich noch etwas benommen, als ich mich aufsetzte. „Mir gehts gut Papa! Der Mann war ganz lieb zu mir!" versicherte er mir. Meine Alarmglocken schrillten. „Welcher Mann? Meinst du Sharo?" fragte ich ihn und er schüttelte schnell den Kopf. „Nein. Der Mann, der sich um dich gekümmert hat und mir Chicken Nuggets gemacht hat." erklärte er. „Kannst du mich zu ihm bringen?" fragte ich und wollte schon aufstehen, als eine Stimme zu mir durchdrang. „Nicht nötig. Bin schon hier." sagte diese. Sie war tief und ziemlich rau.

Ich kannte sie nur zu gut. Mit großen Augen und einem Klos im Hals folgten meine Augen dem Mann. „Na wie gehts?" fragte er, als wäre nie etwas passiert. Das machte mich sauer. Verdammt sauer! Wie konnte dieser Mistkerl es wagen?! Ich stand auf und stellte mich vor Hato. Mit einem Arm hielt ich ihn hinter mir. „Was willst du hier?" fragte ich wütend. Wenn Hato nicht hinter mir stehen würde, würde ich ihm augenblicklich den Kopf abreißen! „Freust du dich garnicht Little Mouse?" fragte er. „Freuen?! Du bist von einem Tag auf den anderen für 2,5 Jahre verschwunden und hast mich mit einem Kind alleine gelassen und jetzt soll ich mich freuen?! Du hast schon wieder mit meinen Gefühlen gespielt und hast mich- UNS im Stich gelassen!" warf ich ihm meinen Frust an den Kopf. Er konnte wirklich froh sein, das Hato hinter mir stand, sonst wären hier noch sehr viel heftiger die Fetzen geflogen.

„Hey Kleiner." wandte er sich plötzlich an Hato, ohne auf mich ein zu gehen, was mein Blut nur noch mehr zum Kochen brachte. „Gehst du einmal in deinem Zimmer spielen? Ich möchte was mit deinem Papa besprechen?" fragte er Hato, welcher fragend zu mir rauf sah. Ich nickte. Er verließ das Zimmer und sofort zückte ich eine meiner Schwertfedern, um sie ihm unter die Kehle zu halten. „Ganz ruhig Little Mouse. Lass mich doch wenigsten erklä-„ wollte er anfangen und mein Schwert wegschieben, aber ich unterbrach ihn. „Nene mich gefälligst nicht Little Mouse!" fauchte ich wütend, weil es mich nicht nur an die guten alten Zeiten, sondern vor allen Dingen an die schlechten erinnerte. „Na gut... Keigo... Lass es mich erklären. Wenn du mir nicht glaubst, kannst du mich gerne töten. Mittlerweile ist mir das ehrlich gesagt ziemlich egal." meinte er.

„5 Minuten." sagte ich und wartete. „Alles klar, also... wo fang ich am besten an...?" fragte er und schien zu überlegen. Nach ein paar Sekunden schien er sich entschieden zu haben und sah mir in die Augen. Ich hatte seine vermisst, aber momentan ließen sie mich einfach nur traurig fühlen. Die ganzen schlechten Erinnerungen, die einsamen Nächte, die Verantwortung von Hato und so vieles mehr trafen mich, wie eine harte Wand. Was auch immer seine Erklärung war, ich würde ihm vermutlich eh nicht glauben und da Hato weg war, konnte ich ihm auch problemlos die Kehle aufschlitzten.

To be continued

900 Wörter

DabiHawks 2Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt