Es waren einige Wochen vergangen, seit Briana von ihrer Schwangerschaft erfahren hatte. Seitdem war wieder etwas Ruhe im Hause des Paares eingekehrt. Louis ging wieder regelmäßig ins Studio und auch Briana war Wochentags arbeiten.
Sie hatten den Rat von Joanna also sehr gut umgesetzt.
Und auch für Louis wurde es mit der Zeit normaler, mit dem Gedanken aufzustehen, dass sie bald Nachwuchs bekommen würden.
Briana war ihm da einen Schritt voraus und mittlerweile soweit, dass sie sich auf ihr Kind freute.Nach dem ersten Schock und einer vier Tage anhaltenden Verzweiflungskrise, die man, dachte Louis, auf die Hormone schieben konnte, hatte sie sich doch recht schnell mit der Situation angefreundet.
Louis machte hingegen der Gedanke an ein Baby im Stillen manchmal noch ein wenig Angst. Ihm grauste es davor, seinem Management von Brianas Schwangerschaft zu berichten und so hatte er seine Freundin darum gebeten, ihren Zustand erstmal für sich zu behalten.
Auch wenn er wusste, dass sie soetwas nicht ewig geheim halten konnten, wollte Louis wenigstens noch ein paar ruhige, schlagzeilenfreihe Tage, ehe sich Klatsch und Tratsch die Mäuler über sie zerrissen.
Im Moment war das Paar dabei, zu kochen. Das machten sie mittlerweile öfter.
Louis hatte Briana erklärt, dass er mehr Verantwortung übernehmen wollte und sich dabei vorallem aufs Kochen bezogen. Freudig hatte er sämtliche ihrer Schränke nach Kochbüchern aller Art durchsucht und war sogar fündig geworden.
In den Büchern hatte er einzelne Rezepte, die er ausprobieren wollte mit bunten Klebezetteln versehen. Gerade war er dabei, eine vegetarische Gemüsepfanne zuzubereiten und Briana, die ihrem Freund das Kochen noch nicht so ganz zutraute, assestierte ihm.
,,Lou, was willst du denn mit dem Fleisch? Das ist eine Gemüsepfanne.'', fragte sie, als er mit einer Packung Putengeschnetzeltem aus dem Kühlschrank zur Küchenzeile lief.
,,Seh' ich vielleicht aus wie ein Veganer? Da kann doch nicht nur Grünzeug rein.''
Er riss die Folie ab und kippte den Inhalt in die mit Öl bedeckte, heiße Pfanne, die Briana schon bereitgestellt hatte. Zufrieden begann er, mit dem Pfannenwender in ihr herumzustochern, um die Stücke voneinander zu trennen.
,,Und gewürzt werden muss das nicht?'', fragte sie ihn und man konnte ihr die Genugtuung ansehen, als sie Louis' verwirrten Gesichrsausdruck sah.
,,Äh, doch... Das wollte ich gerade machen."
,,Ach, tatsächlich?"
,,Ja.'' Provozierend in ihre Richtung schauend tastete er im Schrank nach der Salz- und Pfefdermühle.Schließlich würzte er das Fleisch und fühlte sich im geheimen ziemlich professionell.
Stolz betrachtete er sein brutzelndes Werk und fing an, das Gemüse klein zu schneiden.,,Soll ich dir helfen?"
,,Nö."Mit einem Handgriff waren die Karotten, die Louis kleingeschnitten hatte, in einer Schüssel. Er griff nach dem Henkel der Bratpfanne und ließ sie auf der Herdplatte ein wenig kreisen.
Briana unterdessen fand, dass der Anblick ihres kochenden Freundes ein gar nicht so schlechter war.
,,Lou?''
,,Hm?'', machte er und hob den Kopf.,,Du siehst echt heiß aus beim Kochen.''
Ihr Kommentar verfehlte seine Wirkung nicht. Verlegen lächelnd kratzte er sich am Hinterkopf.
Diese Chance nutzte Briana, tat einen Schritt auf ihn zu und legte eine Hand an seine Seite.
Er wandte sich ihr zu, sodass sie die andere Hand an seinen Nacken legen konnte.Er kam ihr entgegen und keine zwei Sekunden später lagen ihre Lippen aufeinander.
Briana versuchte, all ihre Dankbarkeit in diesen Kuss zu legen.Was sie jedoch weder wusste, noch spürte, war, dass Louis nicht halb so viel bei dieser Art von Berührung für sie empfand, als sie es tat.
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,,Und?", fragte Louis gespannt, als Briana ihren ersten Löffel von dem Teller nahm.
Sie kaute ein wenig herum und verzog dann plätzlich das Gesicht.,,Uääähhh", machte sie und sah zu, wie ihm all seine Gesichtszüge entgleisten.
Einen Moment war es still, ehe sie in schallendes Gelächter ausbrach.
,,Ruhig Blut, Lou.'', japste sie, als er beleidigt die Arme vor der Brust verschränkte.
,,Es schmeckt doch.'' Sie nahm einen zweiten Löffel, um ihm zu demonstrieren, dass sie es ernst meinte.Schließlich lockerte Louis seine Haltung und nahm vorsichtig einen Löffel von seinem Teller. Als der erste Bissen seinen Mund erreichte, fing er an, wie ein Honigkuchenperd zu grinsen.
,,Isch sag doff, isch ferde beffer.'', schmatzte er ihr entgegen.
Briana stockte für einen Moment.
Dann sprang sie plötzlich auf, rannte aus der Küche und ließ einen verwirrten Louis am.Küchentisch zurück.
Dieser wollte ihr verdattert folgen, doch unmissverständliche Laute drangen aus den Badezimmer an sein Ohr und er überlegte es sich anders.Sofort machte sich Sorge in ihm breit.
Lag es am Essen?
War das Fleisch vielleicht verdorben?Hastig lief er zum Mülleimer und wühlte nach der Verpackung. Sie war ganz oben, sodass er sie recht schnell in der Hand hatte.
Auf ihr Stand als Verfallsdatum 15th May.
Erleichtert lies er die Packung zurück in den Müll fallen.
Der 15. war erst in drei Tagen.
Aber was war dann?Er hörte die Klospülung und stand auf, um seiner scheinbar kranken Freundin entgegen zu laufen.
,,Briana, alles gut? Was ist los, hast du dir was eingefangen? Komm, leg dich erstmal aufs Sofa, ich mache dir einen Tee.''
Besorgt legte er ihr die Hand auf den Rücken und wollte sie in Richtung Couch schieben, doch sir drehte sich, sodass seine Hand an ihrer Hüfte lag und sie sich in die Augen sahen.Noch mehr verwirrt stellte Louis fest, dass ihr Gesicht amüsiert wirkte. Es schien seine Sorge zu sein, die sie so belustigte.
,,Lou, entspann dich mal. Ich bin nicht krank.'', sagte sie und fuhr mit den Händen über seine Brust, hinauf zu seinen Schultern, wo sie verharrten.
Louis kam nicht mehr mit.
,,Aber... Aber du bist doch gerade... Hast du nicht eben...?"
Sie kam ein wenig näher, hielt aber den Abstand zwischen ihren Mündern.
,,Hast du's vergessen?'', lächelte sie.
,,Ich bin schwanger. Das ist normal.''Natürlich! Louis realisierte einen Schlag in der Magengrube, auf den normalerweise immer ein Glücksgefühl folgte. Dieses blieb aus. Stattdessen folgte ein wenig Angst, so wie immer.
Trotzdem lächelte er ebenfalls, lehnte sich vor, um ihre Lippen miteinander zu vereinen und legte währenddessen die zweite Hand an ihre Taille.
Briana lehnte sich noch mehr in den Kuss, entzog sich ihm jedoch recht schnell wieder.
Verschmitzt lächelnd sagte sie:
,,Über einen Tee würd' ich mit trotzdem freuen.'', drehte sich um und schmiss sich auf die Couch.Kopfschüttelnd wandte Louis sich ab und ging in die Küche, um ihr ihren Wunsch zu erfüllen.
You're brave, Lou!
Midnight Sun
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Still Wanted. - Larry Stylinson
FanficBriana, Louis Freundin ist Schwanger. Für Louis ein Schock. Er ist noch nicht bereit für ein Kind. Doch mit der Zeit gelingt es ihm, sich einzureden, dass er mit Briana angekommen ist und sich auf das Kind freut. Zumindest bis er in New York auf ein...