Kapitel 8 - Jongho

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San hatte es mal wieder übertrieben. Die Show die sich auf dem Tisch vor mir bat war köstlich. Dazzling war bekannt für seinen Reichtum, die feine Gesellschaft, aber vor allem für das wilde Nachtleben. 

Nahezu jeder Laden hatte 24/7 geöffnet, so, dass man die ganze Nacht durchfeiern konnte. Und das wollte man natürlich ausnutzen. San tanzte wie ein Psychopath den Tisch auf und ab, um ihn hatte sich ein Publikum gebildet und ab und zu traute sich jemand herauf um mit ihm zu tanzen, zu singen oder sich ein Battle abzuliefern. 

Ich feuerte natürlich immer seinen Gegner an. Auch wenn mir schon von Anfang an bewusst war, dass San gewinnen würde. Jetzt stieg er vom Tisch, nahm einen Cocktail von einem Passanten entgegen und kletterte auf die große Bühne auf der eine Liveband Performer. 

Xdinary Heroes prangte ein großes Neonschild über ihnen. Sie jubelten San zu und animierten die Menge ihn mit zu bejubeln. San griff sich ein Mikrophon und fing an in das Lied einzustimmen welches die Band gerade spielte. 

Soweit ich es erkannte war es Strawberry Cake. Während San sang wurde sein Publikum immer lauter. Auch ich entschied mich dazu mit zu machen. San zwinkertet mir zu. Natürlich war er nicht wirklich betrunken. 

Dieser Typ liebte einfach nur Aufmerksamkeit. Er hatte eine hohe Alkoholtolleranz. Als das Lied endete, beendete San seinen Gesangsvortrag mit einem MIC drop. Die Menge übertraf ihren Lautstärken Rekord. 

San hob die Hand und es wurde leiser. Er schrie aus voller Kehle. „Break the Walls!", die Band spielte direkt danach weiter und es hatte einen perfekten Effekt. Ich warf ihnen ein Paar Münzen zu, San sprang von der Bühne und tanzte in der Menge weiter. 

Ich setzte mich an den Rand um ihm dabei zu zusehen. Doch gerade als ich ein paar Sekunden gesessen hatte, packte mich eine Hand von hinten. Ich erschreckte des Todes und blickte über meine Schulter, da ich nicht aufstehen konnte. 

„Captain! Haben sie mich erschreckt!". Die anderen waren wieder da. Der Captain wirkte stark verärgert, hatte ich etwas falsch gemacht? Auch die anderen sahen etwas trübselig aus. Yunho hatte einige Kratzer im Gesicht und Seonghwas Haare waren nicht so ordentlich gerichtet wie sonst, geschweige denn von seinem Mantel. 

„Was? Was ist passiert?", „Wir waren bei einer Kundin und da ist so ziemlich alles schief gelaufen. Später mehr dazu.", mein Captain blickte sich um. „Wo ist San?". Ich deutete auf die Menge die immerfort lautstark zu den Songs de Band tanzten. 

„Ich hole ihn.", „Gut, wir wollen los.", „Jetzt schon?", ich blickte betrübt drein, er hielt sich den Kopf. „Ja Jongho, jetzt schon.". Ich nickte und lief zu San, packte ihm am Arm. Ich deutete ihm mir zu folgen, er kam erst mit als ich ihm sagte, dass der Captain gehen wollte. 

„Mensch Captain. Warum müssen wir jetzt schon gehen? Es war gerade so lebendig.", „San, deinem Sozialem Drang kannst du bald wieder nachgehen. Im Moment ist es sicherer, dass wir erst einmal zum Quartier gehen!". 

San schien zu verstehen und pfiff Shiber zu sich, der Köter folgte ihm brav zur Fähre und bald waren wir im Quartier angekommen. Inzwischen war es etwas nach 00:00 Uhr. „Was machen wir jetzt?", fragte ich, jetzt wo meine Partylaune vergangen war, war ich müde. 

„Ich schlage vor, wir gehen jetzt alle erst einmal  schlafen und reden dann morgen. Einverstanden?", „Einverstanden", kam es von mir und Yunho, er wirkte stark genervt, zum Glück teilten wir uns kein Zimmer. 

„Gut, bis Morgenfrüh Crew!", meldete sich unser Captain und wir alle sahen ihm zu wie er die Treppen langsam hoch schlurfte. Danach lösten wir uns auf unsere Zimmer auf. Ich und Hwa teilten uns das rechte Zimmer im oberen Flur, Yunho und San das linke, der Captain das mittlere. 

Als ich schon halb pennend im Bett lag, kramte Seonghwa noch in seiner Tasche rum. „Fuck! Dieser Arsch hat meine zwei kleinen Handknarren behalten! Dieser Idiot.", „Meinst du die Weinroten, die du nur gekauft hast, weil sie zu deinem Mantel passen?", „Genau die.", Hwa blickte in Richtung Garderobe. 

„Sie dir an was mit meinem Mantel passiert ist! Er ist zerknittert und hat lauter Staub und Flecken, das muss ich alles waschen.". Ich nickte. „Und das kannst du alles morgen machen, viel Spaß dabei.". Ich schaltete meine Nachttischlampe aus und als Hwa seine Tasche weggeräumte hatte, tat er es mir gleich.

Shiba weckte mich am nächsten Tag. San öffnete im vorbeigehen die Tür, Shiba hüpfte auf mein Bett und sprang wild darauf herum. Ich packte den Hund und schmiss ihn auf Seonghwas Bett. 

Dieser schrie auf. „Packt den Köter von mir runter!", Shiba hechelte, stolz auf sich selbst, und rannte dann aus dem Raum. Hwa warf mich mit einem Kissen ab. „Hyung! Das darfst du nicht.", 

ich verteidigte mich mit meinen Händen und flüchtete ins Bad. Yunho, der noch seine Zahnbürste im Mund hatte, schob ich raus. Er guckte mich nur verwirrt an, ich schloss die Tür. Weiteren Ärger gab es nicht. 

Yunho war auch schon oft genug vor Hwa geflüchtet. 

Als ich im Bad fertig war, begab ich mich runter in die Küche. Die anderen waren bereits da. Yunho und der Captain saßen mit einer Tasse Kaffee am Tisch, Seonghwa machte irgendetwas in der Küche und San spielte mit Shiba, machte nicht den Eindruck als hätte der Alkohol ihm einen Kater verschafft. 

„Morgen Jongho", kam es vom Captain, „Guten Morgen.". Die anderen und ich wechselten schnell ein paar unanständige Gesten. Es war etwas gegen zehn Uhr morgens. 

Alle wirkten ausgeschlafen, auch unser Captain der gestern noch wie eine wandelnde Leiche gewesen war. Er hatte den Tassen nach zu urteilen schon seinen dritten Kaffee heute, war das gut? 

Ich nahm mir ebenfalls eine Tasse und setzte mich aufs Sofa von wo ich einen guten Blick auf den Fernseher hatte. Es liefen Nachrichten. „Hey da bin ja ich!", San lehnte sich übertrieben über die Sofalehne. 

Ich schubste ihn von mir weg. Man sah einen kleinen Ausschnitt von Sans Show in Dazzling gestern als von irgendeiner Prinzessin berichtet wurde die sich anscheinend gerade in Crescent aufhielt. 

Der Grund für die Sicherheitsverschärfungen wie es schien. „Guck Shiba, dein Papa ist im Fernseher!", San hob Shiba übers Sofa und setzte ihn über mich. „San lass den armen Hund!", Yunho war ebenfalls zum Fernseher gekommen. 

Er streichelte Shibas Bauch und setzte sich neben mich, immer noch die Tasse Kaffee in der Hand. „Schaltet die Kiste aus!", ich tat was Seonghwa sagte und wir setzten uns an den Tisch. Er war bereits gedeckt, Pancakes, Schnittchen, Frühstückssaft, etc. 

San griff voll zu, Yunho dachte nicht einmal daran auch nur etwas süßes an zu langen. Seonghwa musste dem Captain sein Pad entreißen damit dieser aß. „Am Tisch keine Technik!", „Das ist so altmodisch Hwa.", verteidigte San unseren Captain. 

Hwa bedrohte ihn mit einem Messer und San schloss seine Klappe. Während ich aß, schaute ich ein wenig durch die Runde. Mir vielen wieder Yunhos auffällige Kratzer, die über sein ganzes Gesicht verteilt waren, auf. 

Ich stupste ihn an und als er mich ansah deutete ich um mein Gesicht. Er verstand und winkte ab. „Später", Ich lehnte mich genervt nach hinten. „Sagt mal Leute, ich will ja nicht nerven, aber das gestern hat doch schon Spaß gemacht, ich würde gerne wissen warum ihr uns da gestern einfach raus geholt habt.", San konnte sein Mund wohl nicht mehr halten. 

Der Captain legte sein Besteck aus der Hand und schaute ernst in die Runde. „Komm schon Joongi! Können wir das nicht nach dem Essen klären? San, du wirst es doch noch bis nach dem Frühstück aushalten?".

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Strawberry cake! Sweet time is fake! ~ Xdinary Heroes 

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