Lilli trauert um den Verlust ihrer Großmutter Beth, bis ein letzter Brief bei ihr ankommt, in dem die Großmutter um einen letzten Gefallen bittet. Ihre Enkelin soll bitte eine Schatulle von Atlanta nach Norddakota bringe. Ein gewisser Jason Bennett...
Seine große Hand strich sanft über meinen Oberarm und hinterließ eine warme Spur auf meiner Haut. Er hatte recht, die Wunde war verheilt. Verwundert schaute ich auf meinen Arm und strich selbst ungläubig darüber. „Liegt das an der Paste?", wollte ich wissen und hielt meinen Oberarm fest. Er schüttelte nur leicht den Kopf. „Nein, nicht nur. Der Heilungsprozess kommt von deinem Blut als Angelicus", verriet er mir und legte ein kleines Lächeln auf. Ich nickte langsam und wandte mich von ihm ab und lief auf die Tür neben der Küche zu. Ein heißes Bad. Es beunruhigt mich etwas gleich ein Bad nehmen zu können, aber diesmal war kein Metam ein meiner nähe. Als meine Hand den Türknauf berührte sah ich über meine Schultern zu Alac. Er schnappte sich die Tasche und kramte in den Klamotten rum. Ich beobachte ihn eine Moment. Seine freie Oberkörper, die angespannten Muskel und die dunklen Linien Seine Bannsiegels, ließen ihn bedrohlich aussehen. Aber das war er gar nicht. Natürlich hatte er dämonische Kräfte, aber er war nicht bösartig. Auch wenn er es einen weißmachen wollte. Ich hatte gesehen zu was er fähig war und will auch nichts verharmlosen. Doch mir gegenüber, war er unglaublich sanft. Wie automatisch wanderten meine Finger an meine Mund.
Als er merkte, dass ich ihn beobachtete flüchtete ich ins Bad und schloss eilig die Tür hinter mir. Mein Herz pochte wild. Trotz der der geschlossenen Tür fühlte ich seinen brennenden Blick auf mir. So viele Dinge sind grade passiert und am meisten verwirrt mich diese unbändige Verlangen zwischen meinen Schenkeln. Ich musste mich beruhigen und runter kommen. Ich sah mich im Bad um, was schlicht eingerichtet war. Ein Waschbecken mit Spiegel, eine Toilette und auf der anderen Seite eine alte Wanne. Am Ende der Wanne war ein kleines Fenster.
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Hier und da waren ein paar Spinnweben und es duftet nach alten Fichtenholz. Für einen kurzen Moment erinnerte ich mich daran wie Alac roch. Als ich ihm auf dem Bett so nahe war, vernahm ich den Duft von Sandelholz. Er roch wirklich gut für ein dämonisches Wesen. Mit dem Gedanken drehte ich den Wasserhahn auf und ließ das Wasser in die Wanne laufen.
Rumpelnde Geräusche drangen aus der Leitung und dann ergoss sich eine braune Flüssigkeit aus dem Hahn. Nach wenigen Minuten verschwand die Trübung und klare Wasser folgte. Normal wenn eine Leitung lange nicht genutzt wurde. Auf dem Wannenrand fand ich den Stöpsel und verschloss damit den Abfluss und das Wasser begann sich in der Wanne zu sammeln. Während ich darauf wartete, dass sie sich füllte, sah ich in den Spiegel. Nicht nur dass die Wunde verheilt war, auch meine Schulter tat nicht mehr weh, so wie die kleine Platzwunde an der Stirn. Alles erschien mir so unwirklich. Und dennoch passierte es tatsächlich. 48 Stunden und ich hatte das Gefühl so oft dem Tod ins Gesicht geschaut zu haben. Doch ein Gesicht kam mir zu oft ins Gedächtnis. Alac und seine grünen Augen. Ich schloss meine Augen und versuchte mir das Gefühl ins Gedächtnis zurufen was sein Kuss und seine Berührungen in mir auslösten. Ich spürte fast wie seine Hand auf meinem Rücken, zwischen meine Schulterblätter wanderte und mir wieder diese Kribbelnde Gefühle durch den Körper floss.
Ich war immer noch verwirrt über das intensive Gefühl, das in mir war als sich meine Flügel zurück zog. Es glich schon fast einem Höhepunkt, lustvoll und intensiv. Das leise Klopfen an der Tür riss mich ruckartig aus meinen Gedanken. „Ja?", rief ich und drehte mich zur Tür, die sich langsam öffnete. „Ich habe hier ein Handtuch für dich und ein paar frische Sachen zum Anziehen.", hallte seine tiefe Stimme durch den kleinen Raum und verursachte eine Gänsehaut auf meiner Haut. Er kam zum mir, blieb so dicht vor mir stehen, so dass ich seine Körperwärme spürte. Seine Augenbrauen waren wieder zusammengezogen und das Grün seiner Augen glühte leicht. Achtsam legte er alles auf den Waschbeckenrand. Seine Hand strich eine meiner Strähne aus meinen Gesicht, wanderte an meinen Hals über die Schulter an meinen Rücken hinab und drückte mich leicht an sich. Seine Lippen berührten mein Schlüsselbein. „Wenn du mich brauchst, ruf.", bat er mich knurrend, lies von mir ab und verließ das Bad wieder. Mein Herz setzte ein paar Schläge aus um anschließend doppelt so schnell weiter zu schlagen. Ich versuchte mich zu beruhigen und holte dann wieder Luft als sich die Tür hinter ihm schloss. Der Duft von Sandelholz lag in der Luft. Das machte es nicht leichter für mich. Eine Welle von Lust überkam mich. Es war aber nicht nur meine, ich konnte auch seine Lust spüren.