Lilli trauert um den Verlust ihrer Großmutter Beth, bis ein letzter Brief bei ihr ankommt, in dem die Großmutter um einen letzten Gefallen bittet. Ihre Enkelin soll bitte eine Schatulle von Atlanta nach Norddakota bringe. Ein gewisser Jason Bennett...
So leise wie möglich, öffnete ich die Duschkabine, stieg ein und schob die Tür wieder zu. Es war unglaublich dunkel im Bad. Ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen. Mein Herz pochte laut und ließ das Blut in meinen Ohren rauschen wie die Wellen am Strand. Langsam sank ich zu Boden und lehnte mich mit den Rücken gegen die Fliesen. Warum sollte ich mich nur verstecken? Bisher hatten wir doch gegen alle Dämonen oder Monster gekämpft. Wieso diesmal nicht? Meine Hand zitterte als ich den Pistolengriff fest umklammerte. Noch nie hatte ich so eine Feuerwaffe in der Hand gehalten. Würde es wirklich dazu kommen, dass ich den Abzug betätigen musste?
Das kurze krachen draußen und die darauffolgende Stille machte mir Angst. Doch die Tatsache, dass ich auch dieses Höllentor in meiner Hand hielt, war kaum zu ertragen. Ich konnte genau spüren, dass diese Schatulle auf mich reagierte. Ein Summen ertönte aus dem kleinen Kästchen. So sehr es meine Angst auch anfachte, war der Wunsch groß es mit einer Dampfwalze zu überrollen oder mit einer Axt darauf einzuschlagen. Aber ich wusste genau, dass es nicht bringen würde. „Du gehörst uns!", drang eine kratzige Stimme aus dem Metam. „Was?", hauchte ich leise. Das konnte doch nicht sein. Alac meinte sie sei versiegelt. Also wie konnte da etwas nachdraußen dringen? „Wir werden dich finden!", hörte ich eine andere Stimme.
Das war nicht gut. Ich wollte nach Alac schreien, ihn bitten dieses Ding von mir fernzuhalten, aber er war da draußen beschäftigt. Also beschloss ich das Metam neben mir in die Duschwanne zu stellen und umklammerte mit beiden Händen die Waffe. „Du kannst uns nicht entkommen!", flüsterte eine weiter Stimme und ich glaubte es. Mir war bewusste, dass mich dieses Ding in den Abgrund ziehen würde. Ich versuchte mich wieder zu konzentrieren, versuchte darauf zu hören was draußen geschah. Doch da war nichts mehr zu hören. „Alac?", rief ich ihn mit der Stimme in meinem Kopf. Doch ich bekam keine Antwort. „Alac kannst du mich hören!", rief ich erneute, doch es blieb weiterhin unbeantwortet.
Trotz der Größe der Duschkabine, hatte ich das Gefühl, das diese immer kleiner wurde und mir die Luft zum Atmen nahm. Mein Brustkorb hob und senkte sich wie verrückt und ich glaubte das der Sauerstoff nicht mehr in meine Lungen gelangen würde. Ich weitete den Kragen meines Hemdes und hoffte das es besser werden würde. Doch Fehlanzeige. Dafür begannen die Wände an sich zu bewegen, so als würde sie ein und ausatmen. Mit jeden einatmen wurde die Kabine kleiner. Das musste doch eine Einbildung sein. „Willkommen in deinem Käfig. Gewöhn dich schon mal dran, Dämonenhurre!" Diese Stimme. Ich kannte sie. Ich hatte diese schon mal gehört. Dieser Ausdruck Dämonenhure. Wie in meinen Traum. War es der Einfluss des Metams, der mir diesen beängstigenden Traum schickte?
Ich stand auf und behielt das Tor im Auge und versuchte die Kabinentür zu öffnen. Doch sie ließ sich keinen Millimeter bewegen. „Alac? Hilf mir!", flehte ich ihn um Hilfe. Ich versuchte meine Stimme zu nutzen, doch das klappte nicht. Sie verstummte und es kam kein Ton raus. Ich legte die Waffe zum Metam und versuchte mit beiden Händen die Tür zu öffnen, doch es gelang mir nicht. Panik stieg in mir auf. „Wir wissen, wo du bist!", kam es triumphierend aus dem Metam. Sie wussten es? „Alac hol mich hier raus!", schrie ich mit der Stimme in meinem Kopf und hämmerte mit der Hand gegen die Duschkabine. Wieso hörte er mich nicht? Wie so kam er mir nicht zur Hilfe? War er überhaupt noch am Leben? „Wir holen dich jetzt!", flüsterte eine weitere Stimme aus dem Metam und ich sah durch die milchige Kabine, dass die Badezimmertür auf ging. Ein dunkler Schatten stand im Türrahmen und zwei rot glühende Augen starrten mich durch die Kabine an. Ruckartig ließ ich die Tür los und griff nach der Waffe zu meine Füßen. Als der Schatten sich begann zu bewegen, richtete ich diese auf die Schattenfigur.
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