Kapitel 6 Part 1

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Ariana

Doktor Treymac verschwand durch die Tür und es wurde ruhig im Zimmer. Demetrius und ich waren jetzt allein. Er stand immer noch da und schaute unsicher durch den Raum, anscheinend wusste er nicht wo er hinsehen sollte. "Du kannst dich also an den Unfall erinnern?", fragte er vollkommen unvermittelt. Ich runzelte die Stirn und sah ihn an. "Wäre es besser für mich wenn ich mich nicht erinnern würde?" "Vielleicht wäre es besser für mich", er schaute mich jetzt direkt an und ein Schauer durchfuhr meinen Körper wie ein Blitz. Seine Augen waren Blau - Eisblau. Wenn ich meine Situation mit einem Wort beschreiben müsste wäre mir ganz klar welches ich nehmen würde: Kacke! Wieso musste es aber auch ausgerechnet er sein? Und warum war es mir nicht früher aufgefallen? Er hatte dunkelblonde, lockige Haare und eisblaue Augen. Auch sein Körperbau war dem des Jungen in der Rüstung gleich. Es bestand kein Zweifel Demetrius Basdekis war der Junge aus meiner Vision. Aber welchen Grund sollte er haben, New York zu zerstören? Ich musste mich mehr als beherrschen, nicht aus dem Bett zu springen und die Flucht zu ergreifen. Ich schaute ihn einfach weiter an, bemüht ruhig, als ich ihm antwortete: "Vielleicht". Eine kurze Pause entstand. "Wieso hast du niemandem davon erzählt?", in seiner Stimme lag eindeutig ein misstrauischer Ton. Das war meine Chance, ihn auf Abstand zu halten also nutzte ich sie. "Was hätte ich denn davon?", fragte ich und setzte das hinterlistigste Lächeln auf, das ich besaß. "Nein ich kann warten, ich hab Zeit, alle Zeit der Welt." Ich wusste auch nicht wie, aber die Worte waren einfach so aus mir herausgesprudelt. Zugegebenermaßen musste ich mich aber loben, es war allem Anschein nach sehr wirkungsvoll, denn seine Gesichtszüge verzogen sich und eine gewisse Unsicherheit zeichnete sich nun ab. Innerlich lächelte ich zufrieden. Na bitte ging doch! Auf einmal verhärtete sich Demetrius' Miene wieder. "Pardon?", fragte er. Ich war überrascht so viel Rückgrat hätte ich nicht von ihm erwartet. "Oui, qu'y a-t-il?(Was ist?)", antwortete ich und setze eine arrogante Miene auf. "Mademoiselle préférez les questions significatives?(Bevorzugt die Mademoiselle sinnvolle Fragen?)" Scheiße dieser Arsch konnte auch noch Französisch! "Bien sûr, Monsieur(Ja natürlich Monsieur)" "Gut und ich bevorzuge sinnvolle Antworten!", erklärte er. Meine Augenbrauen schnellten in die Höhe. "Dann solltest du dich mit jemand anderem unterhalten, denn deutlicher werde ich nicht!", genervt verdrehte ich die Augen. "Na schön, weißt du was, ich wollte nett sein, aber darauf kann ich auch verzichten!", brüllte er, stampfte zur Tür, riss sie auf und knallte sie hinter sich wieder zu. Erneut erfüllte Stille das Zimmer, aber es war eine erdrückende Stille. Eine Stille die mir bewusst machte, welchen Fehler ich gerade begangen hatte. Warum hatte ich das getan? Um ihn auf Abstand zu halten? Wenn ja hatte das wunderbar funktioniert.


Ich weiß es ist nicht gerade viel Neues aber besser als nix oder?

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jul 25, 2015 ⏰

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