Am späteren Abend bat Tina Jacky nochmal runter. Sie hatte dem Vater schon alles erklärt.
"Wir haben geredet und wir werden uns vertragen, auch wenn wir beide nicht der gleichen Meinung sind. Und auch wenn wir irgendwie verstehen, warum du so gehandelt hast, können wir das alles so nicht bleiben lassen. Irgendeine Konsequenz muss her."
"Die Sache mit Emilia ist, dass wir alle unseren Eltern nichts gesagt haben, falls ihre Eltern auf die Idee kommen euch zu fragen, wo sie ist." erklärte Jacky eine weitere Sache, die sie die gesamte Zeit verschwiegen hatte.
"Danke, dass du jetzt ehrlich bist, nur ändert sich an deiner Strafe erstmal nichts."
"Das könnt ihr mir nicht antun. Ihr könnt machen was ihr wollt, aber ihr könnt mir nicht verbieten Dustin und Emilia zu sehen. Das wäre nicht fair. Ich habe zwar falsch gehandelt, aber das könnt ihr mir nicht antun."
"Du musst vorher fragen. Jedesmal."
"Bekomme ich wenigstens mein Handy wieder?"
"Nein, du kannst mal schön so drüber nachdenken."
Genervt verließ sie das Zimmer.
Etwas später kam Tina nochmals hoch.
"Dein Handy klingelt die gesamte Zeit, ich bin mal drangegangen. Oli will mit dir reden." meinte die Mutter, als sie die Tür weiter öffnete.
GESPRÄCH
T: Hier bei Jacky
O: Hallo hier ist Oli von der Arbeit. Ist sie da?
T: Ich kann mal schauen einen Moment.
T: Ich denke sie schläft, ist es wichtig?
O: Schon.
T: Soll ich sie wecken?
O: Wenn es geht.
T: Warte sie schläft nicht, sie wird dich gleich zurückrufen.
GESPRÄCH ENDE
Sie setzte sich auf die Bettkante und drehte Jacky vorsichtig. Ihr fiel sofort auf das sie nicht schlief, als sie eine Träne sah.
"Hey Jacky, was ist los?" fragte sie.
Doch diese drehte sich nur wieder weg und zog die Decke ganz hoch.
"Schön, dann nicht. Du rufst jetzt Oli zurück."
"Ich will nicht." kam es durch die Decke.
"Das ist mir egal. Wenn du uns schon ignorierst, dann rede wenigstens mit deinen Freunden. Ruf ihn an. Ich bleibe hier stehen bis du es machst."
GESPRÄCH
O: Jacky?
J: Ja?
O: Schön mal von dir zu hören. Hast du meine Nachrichten gesehen?
J: Nein.
O: Alles gut bei dir?
J: Ja.
O: So hörst du dich nicht an. Ich möchte dich nochmal sehen. Wann hast du Zeit?
J: Weiß nicht.
O: Ok, dann sehen wir uns morgen. Denk dran, wenn du irgendwann mal wieder arbeiten willst, dann musst du dich vorher untersuchen lassen. Also 11 Uhr, klar?
J: Jap
O: Ok, bis morgen.
GESPRÄCH ENDE
Danach legte sie ihr Handy wieder auf den Nachttisch und drehte sich wieder weg. Sie hörte wie ihre Mutter das Handy nahm und den Raum verließ. Sie hoffte das Oli ihr nicht angehört hatte, wie schlecht es ihr ging.
Doch das Stimmte nicht. Oli hatte am anderen Ende der Leitung aufgehört. Was war bloß bei ihr los? Das sie Nachrichten ignorierte kannte sie, doch das sie auf allen Medien nicht erreichbar war? Und warum ging ihre Mutter an ihr Handy?
Am nächsten Morgen betrat Tina wieder den Raum und Jacky wieder in ihrem Bett vor, diesmal lass sie ein Buch.
"Dein Chef hat dir geschrieben. Du wirst um 14 Uhr bei ihm erwartet. Ich habe für dich zugesagt. Dann kannst du gleich nachdem du bei Oli warst dahin." bestimmte sie. Als Antwort zog Jacky nur ihre Decke wieder ganz hoch.
Um kurz vor 10 verließ sie ihr Zimmer und schlich sich vorsichtig runter.
"Du isst erst und du nimmst dein Handy mit. Und du fährst Auto, kein Fahrrad." wurde ihr mal wieder Vorgeschrieben.
So parkte sie um kurz vor 11 und machte sich auf den Weg zu Oli.
"Guten Morgen." begrüßte sie diesen.
"Hi. Also wie geht es dir?"
"Gut."
"Jetzt mal Ernsthaft Jacky. Du meldest dich seit Wochen nicht, nirgendswo. Das erste Mal das man überhaupt eine Antwort bekommt, ist wenn deine Mutter an dein Handy geht? Und du kannst mir nichts vormachen, wie verweint du dich angehört hast? Außerdem sehen deinen Augen so aus. Also?"
"Was erwartest du? Dustin geht es schlecht."
"Ich erwarte das du darüber redest. Warum geht deine Mutter an dein Handy?"
"Weil sie es mir weggenommen hat."
"Warum? Du bist doch wirklich nicht mehr in dem Alter wo man so etwas macht?"
"Scheinbar wieder. Wann darf ich wieder arbeiten?"
"Das schaue ich jetzt, und der Zeit kannst du mir erzählen, was dazu geführt hat."
Doch Jacky blieb still.
"Du bleibst nochmal 4 Wochen zu Hause, dann darfst du wieder."
"Bitte, geht das nicht früher? Ich will nicht noch so lange zu Hause bleiben."
"Nein, deine Rippen sind noch nicht bereit."
"Nagut, aber Ich wollte noch auf ein paar Fortbildung, jetzt wo ich nicht arbeiten kann und dafür kann ich ja nicht krankgeschrieben sein."
"Das soll ich dir glauben?"
"Ja?"
"Ich schreibe dir das da aber genauso drauf. Und du kannst dir sicher sein, dass ich rausfinde, ob du mich angelogen hast oder nicht."
"Ok, danke. Sonst noch was?"
"Du kommst in 2 Wochen wieder. Und ich schreibe dir wann und du kommst, kein du hast es nicht gelesen, klar?"
"Ja."
"Dann darfst du in 2 Wochen auf Fortbildungen, wenn du mir erzählst was bei dir los ist."
"Das ist Erpressung."
DU LIEST GERADE
ASDS Oneshots 2
Fan-FictionDa ich beim ersten Teil nichts mehr hochladen kann, folgt hier ein zweites Buch. Viel Spaß beim lesen.
