Da bin ich 2/3

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Aber auch zu Hause blieb Uhr das alles im Kopf.
"Was ist den los mit dir? Du bist so still heute." kommentierte ihre Mutter beim Abendessen.
"Nichts. Mir geht nur der eine Fall heute noch nicht so aus dem Kopf."
"Ok. Wenn du reden willst, sag Bescheid."
"Danke, Mama." meinte sie und aß weiter.

"Habt ihr eigentlich Kinderbilder von mir? Ich meine wo ich ganz klein war?" fragte sie. Ihr war vorhin aufgefallen, dass sie solche noch nie gesehen hatte.
"Klar, warum?"
"Nur so. Ich hatte vorhin Mal Langeweile und habe meine Bilder sortiert. Da fiel mir auf, dass ich keine alten habe."
"Ich suche dir welche raus." versprach die Mutter was sie einige Tage später auch tat. 

Jacky sah sich diese genau an, doch sie fand keine vor ihren Reisen.
"Und gefallen sie dir?" fragten ihre Eltern, die sie auch ansahen.
"Ja, das ist schön, gibt es auch welche aus Deutschland?"
"Nein, leider nicht, auf dem Hinflug ist einiges verloren gegangen, so auch die Bilder."
"Wie Schade, aber ich habe ja wenigsten ein paar. Danke. Und ich muss auch zur Arbeit."
"Viel Spaß, wir sehen uns morgen früh."

Auf der Wache kamen wieder mehr Gedanken an den Fall, sie hatte gehofft, durch die Bilder würde sich die Sache erledigen, aber das Tat sie nicht, ehr im Gegenteil. Es müsste doch ein Bild mit ihren Eltern geben? Oder Großeltern? Irgendwelche Verwandten? Und sie hatte das Gefühl sie Erinnerte sich etwas, aber das konnte nicht sein, dennoch kamen ihr die Eltern des Mädchen so bekannt vor, so nah. Aber sie konnte es sich auch irgendwie nicht vorstellen. Nicht ihre Eltern, die sie so liebten und sich so gut um sie gekümmert haben. Die immer für sie da waren.

Weiterhin scrollte sie durch die Nachrichten zu dem Fall. Scheinbar war das Mädchen kein Einzelkind. Es gab sogar zwei weitere Geschwister. Eine nur ein Jahr älteren Bruder und einen sechs Jahre älteren Bruder. Doch auch die beiden waren nicht mehr am Leben. Der nur etwas ältere Bruder litt damals schon an einer Krankheit, der Urlaub war seine letzte Reise. Der älteste Sohn, hatte sich kurze Zeit später sein Leben genommen, er verkraftete den Verlust seiner beiden Geschwister nicht. Sie s fand auch sehr schnell Bilder die ihr nicht unbekannt vorkamen, konnte es wirklich sein?

"Jacky hey, Einsatz." stupste sie Marion an.

"Jacky, kannst du mal kurz mitkommen?" fragte Marion und sie folgte. Zuerst machte sie sich keine Sorgen, Marion war schließlich ihre Praxisanleiterin und sie arbeiteten viel zusammen, da zeigte sie ihr öfter was. Nur gingen sie nicht in den Übungsraum, sondern in einen der Ruheräume.
"Habe ich was Falsch gemacht? Tut mir Leid das ich den Melder überhört habe."
"Nein, dass ist es nicht. Das kann mal passieren, ich frage mich ehr was momentan mit dir los ist. Beschäftigt dich ein Einsatz?"
"Nein, das ist es nicht."
"Aber was anderes."
Jacky nickte nur langsam,  Marion würde sie wahrscheinlich für bescheuert halten.
"Ich bin da, wenn du reden willst und ich glaube das solltest du."
"Es ist aber dumm."
"Das ist es nicht, wenn es dich Beschäftigt"
"Aber du musst mir erst fertig zuhören. Du hast doch bestimmt von dem Vermisstenfall von vor 13 Jahren mitbekommen? Wo die Eltern vor ein paar Wochen abgestürzt sind?" begann Jacky, woraufhin Marion nur nickte. 
"Jacqueline, dass kleine Mädchen hat mich irgendwie an mich erinnert, nicht nur wegen dem Namen. Auch die Geschwister und Eltern kamen mir sehr Vertraut vor. Alles kam mir vertraut vor. Es hat sich so angefühlt als wäre ich das. Aber das Mädchen ist auch zwei Jahre jünger als ich und ich kann es mir bei meinen Eltern nicht vorstellen, aber trotzdem. Ich habe vorhin nach Kinderfotos gefragt und sie hatten nur welche ab 5, alle anderen seine auf der Hinreise verloren gegangen. Aber das ist schon komisch, man hat doch mindestens ein Foto von seinem Kind? das andere komische ist ich weiß nicht von einem Verwandten von mir. Ich muss doch Verwandte haben. Es ist nicht einmal ein Name gefallen. Und warum sollten sie so viel mit mir rumgereist sein, dabei schwärmten beide immer davon wie toll Deutschland war? Und wir waren oft in der Situation genug Geld zu haben und das keiner meiner Eltern örtlich gebunden war. Es hieß immer wir könne nie wieder nach Deutschland, hatten aber alle noch eine Deutsch Staatsbürgerschaft, was uns davon nicht abhalten würde. Es hieß generell oft wir könnten, trotz guter Jobangebote nicht in bestimmte Länder, was kein Sinn macht, da das immer sichere Länder waren. Aber es kann alles gar nicht sein, aber ich bekomme den Gedanken nicht aus dem Kopf." erklärte Jacky.
"Ich verstehe was du meinst, aber es ist wirklich schwierig sich da sicher zu sein."
"Deswegen habe ich ein DNA-Test machen lassen."
"Bei der Polizei?"
"Nein, ich mit meinen Eltern."
"Und?"
"Ich habe es nicht aufgemacht. Ich habe Nagst vor dem Ergebnis, was wenn da steht es sind nicht meine Eltern? Was mache ich dann? Ich kann ja nicht sagen, ich habe einen DNA-Test gemacht, ohne euer Einverständnis, was nicht mal legal ist. Und was wenn meine Vermutung....
"Wie wäre es wir schauen jetzt erstmal rein."
"Ok." stimmte Jacky zu und hohlte mit zitternden Händen den Brief raus. Sie überflog die Ergebnisse und wurde blas. 



ASDS Oneshots 2Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt