'Francoooooo?" begann Jacky.
"Jackyyyyyyy?" antwortete dieser.
"Willst du mit mir Dienst tauschen?"
"Wann?"
"Am 3.?"
"Nagut. Aber ich hab davor und danach
Nachtdienst."
"Kein Problem. Super. Danke."
"Was hast du so wichtiges vor?"
"Erzähl ich dir dann." lachte sie geheimnisvoll.
"Was machst du?" fragte Franco sie ein paar Tage später.
"Lernen?"
"Und was? Das sind ja doch einige Seiten." fragte er als er auf ihr Buch sah.
"Warum nicht?"
"Warum? Es ist 3 Uhr in der Nacht und du siehst nicht sehr begeistert aus. Also wird es eine Begründungen haben."
"Natürlich hat es eine Begründungen. Ich schreibe in ein paar Tagen Prüfungen und. deswegen muss ich lernen."
"Warte was?Abschlussprüfungen?"
"Von was?"
"Studium?"
"Seit wann Studierst du?"
"Seit ein paar Jahren. Psychologie." meinte Jacky und zuckte nur mit den Schultern.
"Wie funktioniert das denn? Du arbeitest Vollzeit, hast hier noch zusätzliche Aufgaben und
Studierst? Ist das nicht etwas viel?"
"Geht, aber deswegen habe ich auch nichts gesagt, damit ich das nicht hören muss. Es funktioniert schon. Ich muss jetzt halt mal lernen und so, aber das geht."
"Wolltest du deswegen am 3. Tauschen? Du schreibst deine Prüfung nicht zwischer zwei Nachtschichten."
"Wie denn sonst? Das habe ich sonst auch so gemacht. Ich habe gestern Nacht gearbeitet heute 2 Prüfungen geschrieben und jetzt bin
ich wieder hier."
"Ähm. Du solltest schlafen?"
"Ne." meinte sie als der nächste Einsatz kam.
Als sie wieder kamen standen Marion und Alex vor ihrem Buch und Block.
"Wem gehört das?" fragte er.
"Mir." meinte Jacky.
"Was ist das?"
"Ein Buch?"
"Wusstet ihr das diese Dame hier studiert?" merckte Franco an und kassierte einen genervten Blick.
"Nein." kam es von den Beiden anderen.
"Jetzt wisst ihr es. Und ich leg mich jetzt hin." Und damit verschwand sie.
"Seit wann?"
"Seit ein paar Jahren schon. Sie hatte heute eine ihrer Abschlussprüfungen. Zwischen 2
Schichten. Und in ein paar Tagen ist wieder das gleiche."
"Das schafft man doch nicht."
"Scheinbar schon."
"Kann jemand von euch die Schicht vor der Prüfung übernehmen?" fragte Franco.
"Ja, ich könnte die davor nehmen." bot Marion an.
"Wie schafft sie das den alles? Macht sie nicht noch Sport? Und hat andere Hobbys?" überlegte Alex.
"Ja. Alles gleichzeitig kann doch nicht funktionieren."
"Scheinbar ja schon."
Die drei saßen noch etwas zusammen, bis es
bei allen dreien piepte.
Als sie wieder zurück waren, setzten sich die drei schonmal hin. Jacky hingegen schlurfte langsam in die Küche und kam mit einem großen Kaffee wieder.
"So müde?"
"Geht." gähnte sie nur
"Können wir mal kurz reden?" fragte Alex sie.
"Worüber?" fragte sie im halb Schlaf.
"Ich denke das ist klar. Also?"
"Nagut." knickte sie ein. Er würde sowieso keine Ruhe geben.
"Also?" fragte sie ein weiteres Mal, als er sie
nur mit einem analysierenden Blick ansah, sie unterdrückte derweil ein gähnen.
"Ich muss dir doch gar nichts sagen, du weißt doch schon was ich will? Ich finde es wirklich unverantwortlich. Abgesehen
von deiner Gesundheit und was es mit dir macht, gefährdest du andere Menschen. Was passiert mit deinen Patienten, wenn du Fehler machst? Nicht nur kannst du so deinen Job verlieren, du kannst auch
Menschen auf dem Gewissen haben. Wenn du fährst ist deine Unfallgefahr gigantisch. Du kannst die Augen kaum offen halten
während wir hier reden. Was wenn du im NEF am Steuer sitzt? Sekundenschlaf bei einer Alarmfahrt hätte schlimmste Konsequenzen. Du studierst Psychologie was du mit deiner mentalen Gesundheit anstellst weißt du. Du bist Notfallsanitäterin
was du mit deiner körperlichen Gesundheit machst weißt du auch. Du hast viele Unfälle gesehen, wegen Sekundenschlaf. Der Fakt, dass man nach 24 Stunden ohne Schlaf ähnlich ähnliche geistige Fähigkeiten hat, wie bei einem Promille ist dir bestimmt auch nicht neu. Wie viele Unfälle hast du schon wegen Trunkenheit am Steuer mitbekommen? Würdest du mit einem Promille Auto fahren? Oder arbeiten? Nein? Wie kommst du dann auf die absolut bescheuerte Idee so zu arbeiten?" fragte er. Er wurde immer lauter. Anfangs hatte
Jacky noch Konter auf der Zunge liegen, mittlerweile war sie etwas verängstigt. Irgendwann rettete sie ihr Melder, bevor sieganz im Erdboden versankt.
Franco und sie fuhren zu einem Patienten auf die Autobahn. Begleitet wurden sie von einem Notarzt von einer anderen Wache, den beide nicht kannten. Zuerst kümmerte dieser sich jedoch um den anderen Patienten für den bereits jede Hilfe zu spät
war. Das Auto, oder was davon übrig war hing in der Leitplanke. Der Fahrer war bewusstlos und über das Lenkrad gebeugt.
Sobald sie am Unfallort waren, spürte Jacky das Adrenalin kommen. Gemeinsam holten sie den Patienten aus dem Auto. Aufgrund seiner kritischen Verletzungen mussten sie
so schnell wie möglich ins Krankenhaus mit ihm. Doch bis dahin schaffe er es nicht. Seine Verletzungen waren zu schwer.
Während Jacky den Patienten dennoch ins Krankenhaus brachte, warteten die anderen draußen.
"Seit wann ist deine Kollegin mit ihrer Ausbildung fertig?" fragte der Notarzt währenddessen draußen. Franco konnte den Tonfall nicht so recht deuten.
"Seit einem Monat." antwortete er etwas unsicher.
"Wow. Keine schlechte Leistung für so wenig Erfahrung. Hätte sie nicht vor meinem Eintreffen schon so gut gehandelt, hätten wir ihn nicht mal mehr lebend aus dem Auto geholt. Wir machen uns dann mal auf
den Weg." verabschiedete er sich.
Auf dem Rückweg war die meiste Zeit stille zwischen den beiden. Jacky schien nachzudenken.
"Worüber habt ihr vorhin geredet? Alex hat ja was geschrien." fragte Franco.
"Dann hast du es ja gehört." meinte Jacky nur.
"Nicht Wort für Wort."
"Dann kann es dir egal sein." meinte sie.
Als sie wieder auf der Wache waren ging Jacky direkt zu Alex.
"Du hast recht, ich werde kündigen." meinte sie leise zu ihm, sodass nur er es hörte und verließ direkt den Raum.
"Franco? Was ist bei eurem Einsatz
passiert?"
"Verkehrsunfall, 2 Tote. Warum?"
"Wegen Jacky. Sie hat doch keinen Fehler gemacht, oder?"
"Nein, im Gegenteil, der Notarzt meinte zu mir, sie habe sehr gut gearbeitet. Worüber
habt ihr vorhin geredet? Du warst nicht ganz leise."
"Darüber wie unverantwortlich es von ihr ist, mit so wenig schlaf zu arbeiten."
"Ich glaube du bist etwas über dein Ziel hinausgeschossen." kommentierte Franco.
Er hatte gemerkt wie nah das Jacky ging.
"Hast du ihr gesagt, dass sie so Menschen gefährdet eventuell sogar Schuld am Tod ist?" hängte er hintendran.
"Etwas."
"Du weißt doch wie sie auf so etwas
reagiert. Sie gibt sich sowieso fast immer dieSchuld, wenn du ihr das auch noch sagst, dann machst das alles nur schlimmer." erklärte Franco ihm genervt.
Mit den Worten ich gehe sie suchen, verließ er den Raum.
Sie lag in ihrem Bett und
starrte an die Decke
"Weißt du was m ich der Notarzt gefragt hat? Nach dem Einsatz."
"Nein."
"Wie lange du schon mit der Ausbildung fertig bist. Weil du noch so jung aussiehst und so gut gehandelt hast."
"Komm jetzt nicht mit für dein Alter oder für deine Erfahrung. Das bringt einem toten Patienten auch wenig. Was willst du den Angehörigen sagen: Die Person ist leider
TOD, aber für die Erfahrung hat das Team schon ganz gut gearbeitet oder langfristige Schäden hätten vermieden werden können, aber die Notfallsanitäterin arbeitet halt erst
seit einem Monat?"
"Nein, natürlich. Du hast gut gehandelt und alles richtig gemacht. Punkt. Ohne Bedingung."
"Dagegen habe ich nie widersprochen."
"Ich kenne dich schon etwas mehr als 3 Jahre, ich weiß das du dir das zu Herzen nimmst."
"Alles ok, wirklich. Ich will nur mal kurz meine Ruhe. Ein paar Minuten ausruhen?"
"Ok, wenn was ist weißt du wo du mich findest."
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ASDS Oneshots 2
FanfictionDa ich beim ersten Teil nichts mehr hochladen kann, folgt hier ein zweites Buch. Viel Spaß beim lesen.
