* Fortsetzung von Dunkle Begierde *
Bitte lest erst mein 1. Buch, diese Geschichte knüpft hier an! :)
Y/N Snape muss den Verlust ihrer getöteten Eltern verarbeiten, der Einzige der Informationen hat ist ihr Bruder Brian, der im Koma liegt. Doch Sie...
Achtung Trigger Warnung! Gewalt wird beschrieben, wenn ihr sowas selbst erlebt oder empfindlich darauf reagiert, bitte überspringt dieses Kapitel. Sucht euch bitte professionelle Hilfe, ihr seid nicht alleine.
Langsam, beinahe wie in Trance folgst du seiner klauenartigen Hand, die er dir anbot.
Voldemort platziert dich schließlich zwischen ihm und den eisernen Gitterstäben der anderen Zelle.
Du wolltest heulen, schreien und weglaufen. Doch du empfandest nichtsmehr, du wusstest es war schrecklich und abstoßend was hier geschah. Doch dein Herz schlug gleichmäßig und du fühltest...nichts. Lediglich dein Verstand rebellierte.
„Sieh auf..." fauchte er, da dein Blick gen Boden gerichtet war.
Du spürtest plötzlich seine kalten Finger, die seitlich an deinem Kinn hinauf krabbelten, um es im Position zu bringen.
Dabei sahst du nun direkt in die düstere, feuchte Zelle vor dir und erblicktest eine vernachlässigte Gestalt, eines dir sehr bekannten Mannes: Sirius Black.
Dieser erwiderte dein Starren, das Bild welches ihm sich bot, ließ erahnen was Voldemort nun vor hatte. Ja er hatte davon gehört, er fand gerne neue Spielzeuge und verlangte Unmenschliches von ihnen. Um sie zu brechen und gefügig zu machen, nun hatte er dich dafür ausgewählt. Du konntest nicht ahnen, das Sirius in seiner misslichen Lage, tatsächlich eher Mitleid mit dir hatte.
„Ich habe dir reizenden Besuch mitgebracht, Black." hauchte Voldemort gelassen, doch er ließ dein Kinn nicht frei.
„Sollte ich mich jetzt freuen?" fragte er, wissentlich das er eigentlich schon seit Wochen tot war.
„Dein Zellennachbar hatte weniger Glück, er wurde von Crouch hingerichtet. Du solltest mir danken, du wirst von einer jungen Frau vernichtet." flüsterte er durchdringend, sein stimmloses Echo hallte bedrohlich durch das kalte Gewölbe.
„Mrs. Snape...wie überaus bedauerlich, dass Sie so schnell hier gelandet sind." raunte Sirius aufrichtig betroffen.
Du erinnerst dich daran, dass er dich beinahe erwürgt hatte. Er hätte deinen Tod in Kauf genommen. Er hat dich für eine Todesserin gehalten und keinen Unterschied gesehen. Und du wusstest, gleich würde es auch keinen mehr geben.
„Töte...." hauchte dir ein schlangenhaftes Zischen zu, sein Atem kitzelte über deine Wange und ließ dich erschaudern. Er war eiskalt, alles an ihm.
Ruckartig ließ er dich los und schubste dich förmlich gegen das Gitter, welches er mit mit Magie entriegelte.
„Vernichte ihn." ertönte seine widerliche Stimme hinter dir und deine Hand wanderte langsam unter deinen Mantel und ergriff deinen Zauberstab.
„Es ist wohl nur fair...das Sie es tun." sagte Sirius und atmete schwer aus, dann hob er seine Arme und steckte diese seitlich aus. Seine Augen waren geschlossen.
Du ziehst deinen Zauberstab, deine Hand war ruhig. Sie zitterte kein bisschen. Du sollst ihn jetzt töten, einfach so...ein Leben nehmen.
Du zögerst, dein Verstand machte sich wieder bemerkbar. Nein! Du bist keine Mörderin! Du willst das nicht, du kannst das nicht! Schrie deine eigene Stimme dir zu.
Dein Zauberstab wanderte höher, nun zielst du genau auf Sirius. Kerzengerade zeigte er auf ihn.
„Tu es!" fauchte Voldemort ungestüm.
„Ich will....das nicht." hörst du dich selbst sagen.
„Doch....spürst du diese Macht? Dieses Verlangen nach Überlegenheit?" Seine Stimme war ein lautes Echo, doch gleichzeitig nur ein Flüstern. Es dröhnte durch deinen ganzen Körper.
Er fing an zu kribbeln, dein Todesser Zeichen windete sich hin und her, doch es war kein Schmerz. Es fühlte sich gut an, wahnsinnig gut.
Beinahe erregend.
„I-ich..."
Deine Haut unter der schwarzen Farbe zog sich zusammen, als würde dieses unbeschreiblich gute Gefühl nun durch deinen gesamten Körper kriechen.
Du fängst an zu keuchen, du wusstest nicht wie dir geschah, doch eine geballte Kraft tummelte sich in deiner rechten Hand, die den Zauberstab hielt.
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Snape lief in euren Gemächern auf und ab. Verdammt du warst bereits seit einer Stunde fort. Mit dem dunklen Lord höchstpersönlich. Snape's sonst so strapazierbaren Nerven waren am Limit. Ihm war kotzübel, alleine bei dem Gedanken.
Was sollte er tun? Wie konnte er dich erreichen, ohne das Voldemort etwas bemerkte? Ein Patronus war ausgeschlossen. Er war kurz davor Dumbledore aufzusuchen, doch was konnte selbst er ausrichten?
Severus plagten Flashbacks von Lily Evans, er hätte sie retten können. Dumbledore hatte sein Versprechen sie zu schützen...gebrochen. Diesen Fehler würde er kein zweites Mal begehen!
Entschlossen einen Weg zu finden, suchte er den Tränkeraum auf.
Voldemort mochte dich nicht, das war seine Einschätzung. Er würde dich nicht einfach töten, dafür war er zu grausam. Er würde versuchen dich anders zu brechen oder dich testen. Wohlmöglich beides und dann entscheiden ob du für ihn von nutzen sein konntest. So hat er es schon etliche Male getan, auch mit ihm.
Snape suchten Erinnerungsfetzen heim, er war damals noch so grün hinter den Ohren. Er trickste herum mit Zaubern, versuchte sich an dunkler Magie. Verbesserte ein Lehrbuch für Zaubertränke und nannte sich Halbblutprinz, ein Synonym.
Er erinnerte sich an seinen ersten Mord, an dem Lucius ebenfalls beteiligt war. Er hatte Snape damals angeleitet es zu tun. Das Gefühl war unbeschreiblich, es war erschreckend. Es fühlte sich gut an und doch so falsch. Macht ausüben, ein Gefühl welches er erregend fand.
Doch am Töten fand er wenig gefallen, es tötete jedes Mal einen Teil von ihm selbst. Davon war der Tränkemeister überzeugt. Er hatte aufgrund zu zählen, wieviele Muggel und Blutsverräter er schon ermordet hatte. Dumbledore nahm dies in Kauf.
Solange es für einen guten Zweck war: Seine Tarnung, seine Funktion als Spion.
Für dich wünschte Snape sich ein anderes Leben, egal welches Unheil über dir schwebte, bis jetzt konnte er es immer bewerkstelligen, dich zu retten.
Doch gegen Voldemort, da war selbst er machtlos. Erschwerend war seine gespielte Treue ihm gegenüber, sofern er in irgendeiner Art negativ auffällt, sei es ein kleiner Zweifel, dann würde er damit alles zunichte machen.
„Du trägst mit das größte Opfer im Kampf gegen das Böse, im Kampf gegen Voldemort. Kann ich auf dich zählen, Severus? Wenn nicht für Harry, dann für Lily."
Dumbledores Stimme schnitt mit einem wiederkehrenden Echo durch seinen Kopf, sie machte ihn wahnsinnig.
Ja, er tat es für Lily...damals. Doch die Dinge haben sich geändert. Er hat nun dich, du bist lebendig. Und er wird dafür sorgen, dass es so bleibt.
Mit einem Ass im Ärmel und fest entschlossen appariert er abermals zum Malfoy Manor.
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