Honig

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In vielen von uns schlummert ein Antrieb, der uns dazu bringt, Entscheidungen zu treffen, die sowohl wohltuend als auch folgenschwer für unser Leben sein können. Doch jede Entscheidung, die wir treffen, ist unwiderruflich. In meinem Fall gab es stets nur einen Weg: vorwärts, und manchmal auch rückwärts. Denn manchmal muss man Erfahrungen wiederholen, um sie wirklich zu begreifen.

Immer wieder wird mir unterstellt, ich sei ein arroganter Mensch. Das stimmt nicht. Ich bin vielmehr realistisch und zeige eine gewisse Überheblichkeit, wenn es um mein Leben geht. Ich kenne meinen Wert und setze ihn bewusst ein. Menschen, die das verstehen, wissen, dass jede Handlung ihre Gründe hat. Mir ist es wichtig, dass jeder diesen Wert erkennt, denn nur so erhalte ich Respekt, ohne mich verstellen oder übertrieben auftreten zu müssen. Das Einzige, was ich jeden Tag schaffe, bin ich selbst.

Ich habe festgestellt, dass diejenigen, die dir Honig ums Maul schmieren, oft die sind, die dir am meisten schaden. Sie sagen, was du hören möchtest, handeln jedoch genau gegenteilig. Wenn sie merken, dass sie dich dort haben, wo sie dich haben wollen, lassen sie dich fallen und genießen diesen Augenblick. Wir Menschen lassen uns häufig von dem blenden, was wir begehren, denn das ist es, was unsere Seele wirklich braucht.

Menschen sind meisterhaft darin, anderen das Leben schwer zu machen, ja sogar zu zerstören. In meinem Fall erklärten sie mich in ihren Augen für zerstört, doch letztlich machte mich ihr Hass nur stärker. Es stimmt, ich habe zu ihrem Urteil beigetragen; im Unterschied zu ihnen kann ich jedoch noch in den Spiegel schauen, ohne mich selbst zu verachten.

Und das ist entscheidend, denn nur so kann man den inneren Kampf gewinnen, ohne zu untergehen. Ich glaube, dass Honig für mich absolut keine Wirkung mehr hätte, denn ich bin mir bewusst, was im Leben wirklich zählt: Ehrlichkeit – sowohl zu mir selbst als auch zu meinem Umfeld. Und genau das fehlt der Menschheit oft, da viele nur egoistisch handeln. Wenn wir weiterhin so verfahren wie bisher, werden wir an einem Punkt ankommen, an dem Liebe und Respekt keine Rolle mehr spielen.

Ich plädiere dafür, dass wir beginnen, mit unserem Herzen zu denken und manche Dinge hinterfragen, anstatt sie blind hinzunehmen. Nur so können wir der Illusion entkommen, die uns tagtäglich präsentiert wird. Ich habe erfahren, wie es ist, den Honig anderer zu kosten, ohne zu wissen, ob ich ihn vertragen kann oder nicht. Doch ich habe daraus gelernt und wünsche mir, dass auch andere diese Einsicht gewinnen. Veränderungen sind zwar schwer, aber durchaus machbar, wenn man es wirklich will. Du bist nicht schlecht, wenn du diesen Honig ablehnst, denn nicht alles Süße ist auch tatsächlich schmackhaft.

Das verlorene LebenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt