Meine Eltern waren auf einer Feier und würden erst Morgenfrüh zurück kehren und meine Schwester saß mit Kind und Verlobten bei sich zu Hause rum.
Und ich?
Ich gammelte auf dem Sofa rum und schaute Fernsehen.
Doch eigentlich dachte ich nur nach.
Paul hatte ich seit Valeries Geburt kein einziges Mal in die Augen gesehen.
Im Krankenhaus meinte er, dass wir auch bald so aussehen werden, aber so weit wird es nie kommen.
Er akzeptiert sie zwar, aber will trotzdem nicht als Vater gelten.
Er meinte, er unterstütze mich mit dem Geld, aber die Erziehung müsste ich übernehmen. Vielen Dank auch!
Vorsichtig Strich ich über meinen Bauch. In den letzten Wochen ist er wieder ein ganzes Stück gewachsen.
Gestern war ich auch beim Ultraschall und die Ärztin meinte, dass alles prima sei. Alles ist in bester Ordnung.
Na, dann kennt sie mein jetziges Leben noch nicht.
Ich spürte meine Kleine nun schon öfters. Wir beide hatten noch ganze zwei einhalb Monate, um uns an unser neues Leben zu gewöhnen.
Dann würde es ernst werden.
Während all meine Freunde besoffen auf irgendwelchen coolen Partys zur geilen Musik tanzen, muss ich ein Baby füttern und Windeln wechseln.
Die hatten es gut!
Aber ich darf mich nicht beschweren.
Ich habe mich für mein Baby entschieden und jetzt muss ich das auch durchziehen!
Und darauf war ich auch stolz.
Auf meinem Gesicht bildete sich ein leichtes Lächeln.
Ich liebte die Kleine jetzt schon.
Gestern hat die Frauenärztin gesagt, dass das Baby nun Geräusche von außen wahr nehmen kann.
Also wenn ich nun mit ihr spreche...
,,Na, Kleine? Alles okay?
Ich weiß, langsam wird auch mir die Schwangerschaft stressig.
Und ich muss mir auch noch einen Namen für dich überlegen.
Mir fallen so viele schöne Mädchennamen ein. Wirst du mir helfen einen auszusuchen?
Wie wäre es mit Maya, Antonia, Clara, Louise, Mathilda, Paulina oder doch Emma..."
Beim jedem Namen trat die Kleine mich gegen die Rippen, doch beim letzten, strich sie ruhig gegen die Gebärmutterwand.
Ihr gefiel der Name wohl.
Aber war ich zufrieden damit?
Erschöpft ließ ich mich aufs Sofa zurück fallen und schlief mit noch laufenden Fernseher ein.
,,Hey, Süße! Was machst du denn da?"
Vorsichtig öffnete ich meine Augen und sah meine Mutter vor mir knien.
Sie strich mir übers Haar.
Den Fernseher hatte sie wohl ausgeschaltet.
Mit Kopfschmerzen setzte ich mich zu schnell auf, so das mir schwarz vor Augen wurde und ich erst einmal noch sitzen muss.
Meine Mutter saß noch immer vor mir: ,,Und? Wie geht es der Kleinen?"
Mama Strich vorsichtig mit der Hand über meinen Bauch.
Plötzlich fiel mir etwas ein:
,,Ähm, Mama?"
Ich zog sie neben mich aufs Sofa:
,,Ich hätte da mal eine Frage!
Wenn es in ungefähr zwei Monaten soweit ist und meine kleine kommt.
Ich hab Angst vor der Geburt und ich kann mir niemand anderes vorstellen..." Ich wusste nicht, was ich sagen soll.
Meine Mama nahm mich in den Arm: ,,Ich fühle mich geehrt!
Das ist ein großer Vertrauensbeweis."
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Der Freund meiner Schwester
RomanceSophia hat die beste Nacht ihres Lebens erlebt, mit dem best aussehensten Jungen ihrer Stadt: Paul Reinke. Als sie am Morgen danach aber rausbekommt, dass er eine Freundin hat, steht ihre Welt plötzlich über Kopf. Am gleichen Tag bringt ihre große S...
