,,Alles ist wunderbar! Hier sind die Beine, hier die Arme und hier..."
Die Frauenärztin ruckelte ein bisschen an meinem Bauch herum: ,,Der kleine Herzschlag!"
Man hörte ein leises Rauschen und doch war es das beste Geräusch, was ich je gehört habe.
Die Ärztin zeigte mir bei jeder Untersuchen den Herzschlag und jedes Mal war ich neu davon erstaunt.
Und auch war es immer wieder verblüffend, mein kleines Wunder auf einem Bildschirm zu sehen.
Bei diesem Ultraschall war mal wieder Victoria mit Valerie dabei, aber nicht nur sie.
Dieses Mal war auch Paul dabei, da Victoria meinte, dass es sicher schön für ihn wäre, noch einmal ein Baby auf einem Monitor zu sehen.
Jetzt drückten beide meine Hand.
Ich sah unauffällig in Pauls Augen und lächelte glücklich.
Nach dem Ultraschall gingen wir alle noch etwas Essen.
Im Restaurant fragte Paul plötzlich:
,,Hast du eigentlich schon einen Namen für dein Baby?"
Victoria sah mich fragend an.
,,Ähm, ich weiß es nicht!
Mir Gefallen viele Namen. Einen der schönsten habt ihr beiden ja schon für eure Kleine genommen."
Victoria lächelte. Sachte wiegte sie Valerie in Ihren Armen.
,,Weißt du eigentlich schon etwas Neues über ihren Vater?"
Paul und ich verschluckten uns beide an unserem Getränk.
Wusste sie etwas?
,,Ähm, nicht mehr, als ich dir schon erzählt habe."
Paul sah mich fragend an, doch ich schüttelte den Kopf.
Denkt er echt, ich würde Victoria etwas über dieses Thema erzählen?
,,Schade, es ist nämlich wunderbar, mit dem Vater des Kindes zusammen zu leben. Stimmt's, Schatz?"
Paul sah mich die ganze Zeit heimlich an: ,,Ja, dass ist viel schöner. Man kann sich gegenseitig Sachen abnehmen und dem anderen helfen."
,,Na, dann habt ihr ja Glück!", zischte ich. Doch Victoria lächelte: ,,Keine Sorge! Paul und ich werden dir bei allem helfen. Dann ist von nun an eben Paul ihr Vater!"
Wieder verschluckten Paul und ich uns an unserem Getränk.
Ich begann zu husten.
Paul sah sie entsetzt an: ,,Wie bitte?"
Victoria stupste ihn spielerisch an: ,,Natürlich nicht der biologische! Was denkt ihr denn? Aber du kannst ihr doch so wie mir die Sachen abnehmen. Halt solche Dinge, welche eigentlich der Vater sonst tun sollte. Valerie ist so leise und friedlich, da kannst du dich ruhig um Sophia kümmern. Natürlich aber nicht die ganze Zeit!"
Paul sah mich fragend an, dann starrte er wieder zu Victoria: ,,Und wie ist es mit dem finanziellen?"
,,Na, deine Mutter hat uns doch angeboten, Sophia mit dem Geld ein bisschen zu unterstützen. Dir kann sie das Geld geben und du gibst es Sophia."
Paul und ich lächelten uns an.
Victoria hat gerade genau das gesagt, was Paul und ich uns eh schon vorher schon gedacht hatten.
Sie hatte es erlaubt!
Paul darf der Vater für mein Baby sein.
Wievielte Wahrheit an diesem Satz steckte, wusste Victoria zum Glück nicht.
Paul und lächelten noch immer.
Als wäre das Lächeln auf unseren Lippen eingebrannt.
Ich legte vorsichtig meine Hand auf meinen Bauch.
Noch ungefähr ein Monat und dann würde mein kleiner Schatz da sein.
Endlich! Ich freue mich schon riesig meine Kleine im Arm zu halten.
In zwei Monaten würden dann auch Victoria und Paul heiraten.
Am 2. Februar.
Aber ich wusste noch immer nicht, was dieses Gespräch zwischen Marc und Victoria bedeutete.
Aber alle hatten es vergessen und denken nur noch an die Hochzeit.
Victoria ist schon so was von aufgeregt.
Und Paul ebenso.
Mein größter Wunsch war, auch einmal so ein Leben zu haben wie die beiden.
Glücklich, verliebt, verheiratet mit mindestens drei Kindern.
Aber ich habe mir mein Leben selbst verbaut.
Wer nimmt mich denn noch mit einem Baby? Eine, die mit siebzehn Jahren vom Verlobten ihrer Schwester schwanger wird.
Richtig, NIEMAND!
Ich weiß, ich bin altmodisch, aber ich finde, Kinder sollten erst nach der Hochzeit kommen, damit man zu 100 Prozent weiß, dass der Vater deines Kindes dein Mann fürs Leben ist und man nicht so endet wie ich jetzt.
Minderjährig schwanger und eigentlich ohne Vater.
Nicht, dass man mich falsch versteht.
Ich liebe das kleine Leben in mir aber vor einem Jahr hatte ich mir mein jetziges Leben ganz sicher nicht so vorgestellt.
,,Alles okay, Sophia?"
,,Wie bitte?", schreckte ich auf.
,,Worüber denkst du nach?"
Meine Schwester weiß einfach immer, was mit mir los ist.
Als könnte sie in mich hinein sehen.
Ich sehe Paul in seine blauen Augen.
Hoffentlich bekommt unsere Tochter seine Augen.
,,Es ist nichts!"
Doch wohl auch Paul hat bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmte.
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Der Freund meiner Schwester
RomanceSophia hat die beste Nacht ihres Lebens erlebt, mit dem best aussehensten Jungen ihrer Stadt: Paul Reinke. Als sie am Morgen danach aber rausbekommt, dass er eine Freundin hat, steht ihre Welt plötzlich über Kopf. Am gleichen Tag bringt ihre große S...
