Kapitel 32

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"It's telling how engrained this sence of ,droit de noblesse' is in the Malfoys. Even at the nadir of their power and prestige, when they've suffered humiliation, imprisonment, torture, loss of their wands and close brushes with death, they claim the right to dictate terms within their own house."

- Bethany Barratt

Er ließ den Blick über die Kammer schweifen, vom kleinen Kamin in der Steinmauer hinüber zu drei leeren Betten, und fuhr sich anschließend mit einem Schnauben durchs widerspenstige Haar

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Er ließ den Blick über die Kammer schweifen, vom kleinen Kamin in der Steinmauer hinüber zu drei leeren Betten, und fuhr sich anschließend mit einem Schnauben durchs widerspenstige Haar. Natürlich. Auch hier keine Spur von ihm. Wo könnte dieser Junge nur stecken?

Albus hatte sich erst nicht viel dabei gedacht, als sein neuer Freund den schneeblonden Schopf nicht beim Frühstück in der Großen Halle hatte blicken lassen. Auch seine schmerzliche Abwesenheit in Slughorns Unterricht hatte ihn mehr neidisch als besorgt gemacht. Er selbst wäre in Zaubertränke auch gerne in Grund und Boden verschwunden, ein allzu bekanntes Gefühl für ihn. Und Albus war auch nur ein wenig enttäuscht darüber gewesen, Georgie Hopkins statt Scorpius als Laborpartner zugeteilt bekommen zu haben.

Er hatte sich irgendwie sehr darauf gefreut, dieses Jahr mit Scorpius an einem Kessel zu sitzen und gemeinsam Schrumpftränke oder ... nun ja, was auch immer zu brauen. Es war vermutlich das erste Mal, dass er einem Unterricht überhaupt mit etwas anderem als purem Missmut entgegengeblickt hatte. Wo warst du nur, Scorpius?

Die ganze Stunde hatten er und Georgie damit verbracht, Eidechsenschwänze kleinzuhacken. In unangenehmen Schweigen, ab und an unterbrochen vom nervösen Kieksen des Hufflepuffs. Georgie war eigentlich ein ganz netter Kerl, Albus hätte es wesentlich schlimmer treffen können, aber leider war der Junge auch absolut von seinem Vater besessen. Ausgerechnet. Zwar hatte Georgie bereits im ersten Jahr begriffen, dass jede Erwähnung des großartigen Harry Potters ihm bei Albus höchstens ein entnervtes Augenrollen einbrachte, aber das hielt ihn nicht davon ab, den Sohn seiner Obsession ständig wie den Mittelpunkt des verdammten Universums anzustarren. Die ganze Stunde lang. Warum brauchte ein Schrumpftrank auch so viele blöde Eidechsenschwänze? Und wie schaffte Georgie es nur, selbst mit einer Nickelbrille, die sein halbes Gesicht in riesige Glubscher verwandelte, immer noch ständig so weit daneben zu hacken, dass Albus Angst um seine Finger bekam?

Vielleicht war deshalb alles schief gelaufen. Albus bezweifelte zumindest stark, dass ein Schrumpftrank den Kessel dazu gebracht hätte, quer durchs Labor zu hüpfen und seinen schäumenden Inhalt auf Tischen, Reagenzläsern sowie auf den Schülern selbst zu verteilen. Vielleicht hatte Georgie ja vor lauter nervösem Schluckauf in den Kessel gespuckt und damit eine unvorteilhafte Reaktion verursacht? Zaubertränke waren eine fummelige Sache. Scorpius hätte das sicher besser gewusst.

Doch Scorpius war auch den restlichen Tag wie vom Erdboden verschluckt geblieben. Beim Mittagessen hatte Albus schließlich in seinem Jahr herumgefragt. Das Ergebnis: Auch in Arithmantik war der Blondschopf nicht aufgetaucht. Und nun, wo er ratlos den gesamten Gemeinschaftsraum abgesucht hatte und in ihrem verlassenen Zimmer stand, hatte er wirklich ein schlechtes Gefühl im Bauch.

𝕋𝕙𝕖 ℝ𝕖𝕚𝕘𝕟 𝕠𝕗 𝕄𝕒𝕝𝕗𝕠𝕪 || 𝕊𝕔𝕠𝕣𝕓𝕦𝕤Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt