Seungmin POV
Ich saß auf meinem Bett und sah auf die Switch, die mir Chan letzte Woche gegeben hatte – einen Tag, nachdem er mich so zugerichtet hatte. Allerdings hatte er mir die Konsole nicht selbst überreicht. Changkyun kam irgendwann nachmittags in mein Zimmer, legte mir die Tüte mit der Switch und einigen Spielen vor die Nase und verschwand dann wieder.
"Man", brummte ich, als ich schon wieder diesen blöden Schmetterling in Animal Crossing nicht fangen konnte. Frustriert ließ ich die Switch langsam auf meinen Schoß sinken und sah mich in meinem Zimmer um. Ich hatte das Zimmer schon seit einer Woche nicht wirklich verlassen. Dreimal am Tag kam jemand und brachte mir Essen, und da mein Badezimmer direkt an mein Zimmer anschloss, war das auch kein Problem.
Auch Chan hatte ich nicht mehr gesehen, seitdem der Arzt sich verabschiedet hatte. War er noch sauer auf mich? Allein der Gedanke, wie Chan mich an den Haaren gepackt und angeschrien hatte, ließ jeden Muskel in meinem Körper anspannen. Meine Augen füllten sich mit Tränen, und ich konnte den – noch leichten – Schmerz in meinem Knöchel nur noch mehr spüren.
Ich blinzelte schnell die aufkommenden Tränen weg, legte meine Switch auf den Beistelltisch und hievte mich langsam aus dem Bett. Vorsichtig trat ich mit meinem verletzten Knöchel auf. Glücklicherweise tat es nicht mehr so weh wie in den letzten Tagen. Vielleicht konnte ich heute in der Küche zu Mittag essen. Da es schon fast Zeit für diese Mahlzeit war, zog ich mir einen Bademantel über meinen Schlafanzug und machte mich langsam und vorsichtig auf den Weg nach unten.
Der Treppenabstieg war noch immer etwas unangenehm, und ich krallte mich buchstäblich ans Treppengeländer, um meinen Weg nach unten zu machen – langsam, aber vorsichtig.
Unten angekommen, wurde ich dann auch schon vom Geruch von frisch gekochtem Essen begrüßt. Meine Laune besserte sich direkt etwas, und ich ging in die Küche. Doch was ich dort fand, war nicht die Köchin – sie war wahrscheinlich schon nach Hause gegangen –, sondern Chan, der mit seinem Handy in der Hand über seinem Teller mit seinem Gericht hockte, das er wohl immer aß. Der Mann aß aus welchen Gründen auch immer nur Reis, Hähnchen und Brokkoli zum Mittag.
"Hallo", sagte ich und verbeugte mich leicht, als ich auf den kleinen Tisch zuging, der etwas abseits der Küche stand. Mein Herz schlug immer schneller, und mein Körper spannte sich wieder an. Aber auch Chan schien verwirrt und überrascht zu sein. "Isst du nicht in deinem Zimmer?", fragte er, legte sein Handy zur Seite und musterte mich sehr genau.
"Oh, ich... ich wollte mal wieder hier essen", antwortete ich dem Älteren und stützte mich am Stuhl fest, als ich am Tisch ankam. "Setz dich, ich hol dir dein Essen", sprach der andere, erhob sich und ging zur Kücheninsel.
In der Zwischenzeit setzte ich mich und sah mich in der Küche um. Auch wenn ich schon oft hier war, es war komisch, wieder hier unten zu sein, nach einer Woche. Auch war es komisch, Chan wiederzusehen. Er sah, nett gesagt, fertig aus. Er hatte tiefe Augenringe, und sein Haar fiel in Locken über seine Stirn. Sonst war es immer streng nach hinten gegelt. Aber ich mochte die Haare an ihm. Er sah so viel softer aus.
"Wie geht es deinem Knöchel?", holte mich der Mafioso aus meinen Gedanken und kam mit meinem Essen rüber, stellte es mir vor mein Gesicht. "Besser...", nuschelte ich und fing direkt an, mein Curry zu essen. Wir schwiegen, es war so still, dass man ohne Probleme das Kauen und Atmen von uns hören konnte. Gott, man hätte eine Nadel fallen hören können. Aber da Chan so an seinem Handy hing, war es für mich kein Problem, ihn weiter zu beobachten. Wie seine Nasenflügel sich langsam weiten und wieder enger wurden.
Gott, ich habe sein Gesicht vermisst.
Warte, vermisst? Nein, nein, der Mann vor mir hatte mich brutal zugerichtet und sich dann nicht mal bei mir entschuldigt. Ich merkte nicht wirklich, wie ich anfing, in meinem Curry herumzustochern und Chan dabei anzustarren, während ich mit mir selbst sprach und mich davon überzeugte, dass ich Chan nicht vermisst hatte und dass ich so schnell wie möglich einen Weg nach Hause finden sollte.
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His Possession | Stray kids
FanfictionIch zitterte an meinem ganzen Körper und drehe mich vorsichtig zu dem größeren um, und sah ihn flehend an. "K-kann ich mich noch von meinen Eltern verabschieden?" seine Augen mustern mich, als würde er die Antwort schon wissen "Das geht leider nicht...
