Frostiges Klima

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Heute morgen war das Licht anders, ich lag auf dem schwarzen Ledersofa und schaute aus dem Fenster. Der Wald wurde über Nacht weiß gefärbt und von unserem Dach hingen Eiszapfen hinunter.
Es klopfte an meiner Zimmertür, >>Edward, wir müssen los<< sagte Alice.
>>Ja, bin bereits fertig<< antwortete ich und stand auf.
Wie immer waren wir früh dran und kurz nach uns kam Bella mit ihrem ohrenbetäubenden Transporter.
Ich beobachtete sie, wie sie ausstieg und um ihren Transporter lief.
Ich hörte verschiedene Gedanken und doch ähnelten sie sich.. "Bella wird gleich vom Van zerquetscht.." Sie schaute umher und unsere Blicke trafen sich. Sie schaute mich mit einem neutralen Gesichtsausdruck an. Dann schaute sie wieder auf den Van.
Ich rannte so schnell das mich kein menschliches Auge wahrnehmen konnte und schupste Bella vorsichtig zur Seite. Sie rutschte dabei aus und knallte mit dem Kopf auf den eisigen Asphalt. Sie versuchte aufzustehen, doch ich drückte sie runter während der Van sich auf uns zu bewegte.
Er hatte sich knirschend um das Heck des Transporters geknüllt und schlingerte nun seitlich weiter auf Bella.
Ich fluchte, weil ich in das Schicksal eingegriffen hatte.
Ich schob meine Hände vor ihren Körper und ließ den Van auf uns zu gleiten.
Der Van prallte an meiner Hand ab und kam rüttelnd zum stehen. Ich schaute Bella ins Gesicht, doch sie gab keine Reaktion von sich.
Ich griff unter dir Karosserie des Vans, dann zog ich Bella zur Seite und ließ den Van an den Transporter knallen.
Dann kam der Van endgültig auf dem Asphalt zum Stillstand - genau dort, wo sich eine Sekunde zuvor Bellas Beine befunden hatten.
Eine endlose Sekunde lang herrschte absolute Stille, dann schrien alle durcheinander.
Ich schaute wieder in Bellas Gesicht und immer noch keine Reaktion.
Ich fragte sie leise und besorgt >>Bella? Ist alles in Ordnung?<<
>>Mir geht's gut<< ihre Stimme klang eigenartig.
Sie versuchte sich aufzusetzen und merkte anscheinend nicht das ich sie fest hielt.
>>Vorsicht<< warnte ich sie. >>Ich glaube, du bist ziemlich hart mit dem Kopf aufgeschlagen.<<
>>Au<< sagte sie überrascht.
>>Hab ich's mir doch gedacht<< sagte ich und unterdrückte mein lachen.
>>Wie zum...<< Sie hielt inne und versuchte sich zu orientieren. >>Wie bist du so schnell hier gewesen?<< fragte sie.
>>Ich stand direkt neben dir, Bella<< sagte ich ernst.
Ich ließ ihre Taille langsam los, sie drehte sich weg und setzte sich auf.
Sie rutschte so weit weg, wie es der schmale Zwischenraum gestattete. Sie blickte auf und schaute etwas irritiert.
Und dann fanden sie uns.. Mit tränenüberströmten Gesichtern schrien sie uns an, schrien sich gegenseitig an.
>>Nicht bewegen<< kommandierte jemand.
>>Holt Tyler aus dem Van<< brüllte ein anderer.
Hektische Betriebsamkeit umgab uns. Bella versuchte aufzustehen, doch ich drückte sie an der Schulter wieder runter.
>>Bleib erst mal sitzen.<<
>>Aber es ist kalt<< maulte sie.
Sowas hatte ich nicht erwartet und konnte mein lachen nicht zurück halten.
Sie wurde fast zerquetscht und sie mault rum, weil ihr kalt ist. Unglaublich diese Bella.
Plötzlich schaute mich Bella an, ihre Augen wurden schmal >>Du warst dort drüben, bei deinem Auto<< sagte sie und mein kichern erstarb.
Sie ist sehr aufmerksam für einen Menschen.
>>Nein, war ich nicht<< mir ist nichts anderes eingefallen außer zu widersprechen.
>>Ich hab dich gesehen<< beharrte sie darauf während um uns Chaos herrschte.
Von fern näherten sich die schrofferen Stimmen von Erwachsenen.
Doch sie ließ nicht locker, sie hatte natürlich recht, aber ich würde es nicht zugeben.
>>Bella, ich stand neben dir und ich hab dich zur Seite gezogen<< sagte ich und versuchte sie davon zu überzeugen, dass es so war wie ich es gesagt habe.
>>Nein<< sagte sie stur.
>>Bella, bitte<< sagte ich.
>>Warum?<< hackte sie nach.
>>Vertrau mir<< bat ich sie leise.
Dann hörten wir die Sirenen.
>>Versprichst du, mir später alles zu erklären?<< sagte sie.
>>Schön, wie du willst<< willigte ich gereizt zu.
>>Schön<< funkelte sie zurück.
Sechs Rettungshelfer und zwei Lehrer - Mr Varner und Coach Clapp - waren notwendig, um den Van weit genug beiseitezuschieben, damit sie mit den Tragen zu uns herankamen.
Ich lehnte es vehement ab, sich tragen zu lassen und Bella versuchte es mir nach zu machen. Doch ich sagte ihnen, das Bella sich den Kopf gestoßen und wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung hat.
Bella lief rot an als sie ihr die Halskrause angelegt haben und es haben sich sämtliche Schüler und Lehrer eingefunden, um mit ernsten Mienen zuzusehen, wie sie in den Krankenwagen geschoben wurde. Ich durfte vorne sitzen.
Bellas Vater Charlie Swan war auch schon in Polizeimontur eingetroffen und brüllte panisch als er Bella auf der trage erkannte >>Bella<<.
>>Mir geht's gut, Char- Dad<< sagte sie matt >>Nichts passiert<<.
Er wandte sich an den erstbesten Rettungshelfer, um eine zweite Meinung einzuholen.
Sie hoben Bella auf die trage und sie schaute etwas seltsam zum hell braunen Auto mit der Delle. Der Krankenwagen wurde von einem Streifenwagen zum Bezirkskrankenhaus eskortiert.
Bella biss die Zähne zusammen und schaute mich grimmig an, ob sie schmerzen hat oder sauer auf mich ist?
Sie brachten Bella in die Notaufnahme, einen langen Raum mit nebeneinander aufgereihten Betten, zwischen denen Pastellfarben gemusterte Vorhänge hingen.
Über die Gedanken einer Krankenschwester beobachtete ich alles, sie legte Bella die Manschette zum Blutdruckmessen um den Arm und pumpte sie auf, dann schob sie ihr ein Thermometer unter die Zunge. Dann wurde es erneut hektisch, eine weitere Trage und Krankenhauspersonal kamen an mir vorbei.
Unter den blutbeschmierten Binden, die eng um seinen Kopf gewickelt waren, war Tyler Crowley kaum zu erkennen.
Tyler musterte Bella mit bangem Blick >>Bella, es tut mir so leid!<<
>>Mir geht's gut, Tyler - aber was ist mit dir, du siehst schrecklich aus!<< antwortete Bella.
Während sie miteinander sprachen, wickelte eine Schwester die schmutzigen Binden ab und legte unzählige oberflächliche Schnittwunden auf seiner Stirn und seiner linken Wange frei.
Wie stark es nach Blut roch und mir im Hals brannte.. Hauptsache Bella ist nichts schlimmes passiert.
Tyler ignorierte Bellas Frage. >>Ich dachte, ich bringe dich um! Ich war zu schnell und kam falsch auf das Eis ...<< Er zuckte zusammen, als eine Schwester ihm das Gesicht abzutupfen begann.
>>Mach dir um mich keine Sorgen; wie du siehst, hast du mich verfehlt.<<
>>Wie bist du so schnell ausgewichen? Du warst direkt vor mir und dann warst du auf einmal weg ...<<
>>Ähm ... Edward hat mich beiseitegezogen.<<
Tyler war verdutzt und fragte >>Wer?<<
>>Edward Cullen - er stand neben mir.<<
>>Cullen? Den hab ich gar nicht gesehen ... Wow, ich nehm an, das ging einfach alles zu schnell. Geht's ihm gut?<< fragte Tyler besorgt.
>>Ich glaub schon. Er muss hier irgendwo sein.<<
Dann rollten sie Bella in ihrem Bett davon, um ihren Kopf zu röntgen. Immer wieder sagte sie genervt, das ihr nichts fehlt und ihr fehlte wirklich nichts. Keine Gehirnerschütterung, ich bin erleichtert.
Bella fragte die Krankenschwester ob sie endlich gehen darf, aber die Schwester meinte, sie müsste erst mit dem Doktor reden. Bella seufzte und schaute genervt zu Tyler, der sich pausenlos entschuldigte und versprach, es wiedergutzumachen. Sie konnte noch so oft beteuern, dass es ihr gutging, er hörte nicht auf, sich Vorwürfe zu machen. Irgendwann schloss sie die Augen und ignorierte womöglich alles um sich herum. Er murmelte weiter reumütig vor sich hin.
Nachdem ich endlich rein gehen durfte, stellte ich mich neben Bellas Bett >>Schläft sie?<< fragte ich. In diesem Moment öffnete sie ihre Augen.
Ich konnte mir mein grinsen nicht verkneifen und sie schaute mich wütend an.
>>Hey, Edward, tut mir wirklich leid -<< setzte Tyler an.
Ich hob eine Hand, um ihn zu unterbrechen.
>>Nichts passiert<< sagte ich lächelnd.
Dann setzte ich mich, zu Bella gewandt, auf den Rand von Tylers Bett und grinste erneut.
>>Also, wie lautet der Richterspruch?<< fragte ich sie, obwohl ich bereits die Antwort kannte.
>>Mir fehlt nicht das Geringste, aber sie lassen mich nicht gehen<< klagte sie. >>Wieso bist du nicht an eine Bahre geschnallt wie alle anderen Beteiligten?<<
>>Alles eine Frage von Beziehungen<< antwortete ich. >>Aber keine Sorge, ich bin gekommen, um dich hier rauszuholen.<<
Dann kam auch schon Carlisle um die Ecke gebogen und Bella starrte mit offenem Mund. Was sie wohl gerade denkt? Es frustriert mich, nicht zu wissen was in ihrem kleinen zerbrechlichen Kopf vorgeht.
>>Also, Miss Swan<< sagte Carlisle >>Wie fühlen Sie sich?<<
>>Mir geht's gut<< sagte sie.
Carlisle ging zum Röntgenschirm am Kopfende von Bellas Bett und schaltete ihn an.
>>Die Aufnahmen sehen gut aus. Tut Ihr Kopf weh? Edward sagt, Sie seien ziemlich hart aufgeschlagen.<<
>>Meinem Kopf geht's auch gut<< wiederholte sie seufzend und warf mir einen bösen Blick zu.
Bella zuckte zusammen als Carlisle mit seinen kühlen Fingern ihren Schädel abtastete.
>>Empfindlich?<< fragte er.
>>Nicht sehr<< antwortete sie.
Ich unterdrückte mein lachen, sie schaute zu mir hinüber und ihre Augen verengten sich.
>>Gut. Ihr Vater wartet draußen, Sie können jetzt mit ihm nach Hause fahren. Aber kommen Sie wieder her, wenn Ihnen schwindelig wird oder wenn Sie irgendwelche Probleme beim Sehen bekommen.<<
>>Kann ich nicht wieder in die Schule?<< fragte Bella.
>> Vielleicht sollten Sie es für heute ruhig angehen lassen. <<
Bella warf einen Blick auf mich. >>Darf er in die Schule?<<
>>Irgendjemand muss schließlich die Nachricht überbringen, dass wir überlebt haben<< sagte ich süffisant.
>>Um ehrlich zu sein<< korrigierte Carlisle, >>sieht es so aus, als säße der größte Teil der Schule im Wartezimmer.<<
>>Auch das noch<<, sagte Bella und verbarg ihr Gesicht in den Händen.
Carlisle zog seine Augenbrauen nach oben. >>Möchten Sie lieber noch bleiben?<<
>>Nein, nein!<< beteuerte Bella, schwang die Beine über die Bettkante und sprang schwungvoll zu Boden. Zu schwungvoll - sie schwankte und Carlisle musste sie auffangen. Er sah sie besorgt an.
>>Mir geht's gut <<, versicherte sie ihm ein weiteres Mal.
>>Nehmen Sie ein paar Tylenol gegen die Schmerzen<<, empfahl Carlisle ihr, während er sie stützte.
>>So schlimm ist es nicht<<, beharrte sie.
>>Es scheint, als hätten Sie großes Glück gehabt<<, sagte Carlisle und setzte lächelnd eine schwungvolle Unterschrift auf ihre Krankenakte.
>>Ich hatte Glück, dass er zufällig neben mir stand<<, sagte sie und blickte mich scharf an.
>>Oh - ja, stimmt<<, sagte Carlisle und tat als sei er sehr beschäftigt mit seinen Unterlagen. Dann wandte er sich ab und ging zu Tylers Bett.
>>Sie dagegen werden noch ein wenig bei uns bleiben müssen, fürchte ich<<, sagte er zu Tyler und begann mit der Untersuchung seiner Schnittwunden.
Als Carlisle uns den Rücken zugewandt hatte, kam Bella auf mich zu.
>>Kann ich kurz mit dir sprechen?<< zischte sie leise.
Ich trat einen Schritt zurück und biss die zähne zusammem. Ihr verlockender Duft machte mir wieder zu schaffen.
>>Dein Vater wartet auf dich<< sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen.
Sie warf einen Blick auf Carlisle und Tyler.
>>Ich möchte unter vier Augen mit dir sprechen, wenn du nichts dagegen hast<< sagte sie hartnäckig.
Ich schaute sie wütend an, dann machte ich kehrt und entfernte mich mit schnellen Schritten von ihr. Sobald wir in einen kurzen Gang eingebogen waren, drehte ich mich zu ihr herum.
>>Was willst du?<< fragte ich genervt.
>>Du bist mir eine Erklärung schuldig<< erinnerte sie mich.
>>Ich hab dir das Leben gerettet - ich bin dir gar nichts schuldig<< sagte ich gereizt und Bella zuckte zurück.
>>Du hast es versprochen.<<
>>Bella, du hast dir den Kopf gestoßen, du weißt nicht, was du redest<< sagte ich schneident.
>>Mit meinem Kopf ist alles okay<< funkelte sie mich trotzig an.
>>Was willst du von mir, Bella?<<
>>Ich will die Wahrheit wissen<< sagte sie. >>Ich will wissen warum ich für dich lüge.<<
>>Was ist denn deiner Meinung nach passiert?<< fauchte ich.
Dann sprudelte es aus ihr heraus >>Ich weiß nur, dass du nicht in meiner Nähe warst - und Tyler hat dich auch nicht gesehen, also erzähl mir gefälligst nicht, dass mein Kopf was abbekommen hat. Der Van hätte uns beide getötet - hat er aber nicht und dann hatte er plötzlich Dellen, wo deine Hände waren - und das andere Auto auch, aber du bist überhaupt nicht verletzt - und der Van hätte eigentlich meine Beine zerquetschen müssen, aber du hast ihn hochgehalten ...<< Sie schaute wütend, bekam glasige Augen und biss die Zähne zusammem.
Ich war sprachlos, bis ich mich wieder fing.
>>Du bist also der Meinung, ich hätte einen Van angehoben?<< fragte ich.
Bella nickte nur mit zusammengebissenen Zähnen.
>>Das wird dir niemand glauben, das ist dir klar, oder?<< sagte ich spöttisch.
>>Ich hab nicht vor, es jemandem zu sagen<< sagte sie langsam und deutlich.
>>Warum ist es dann so wichtig?<< fragte ich verwundert.
>>Es ist mir wichtig<< beharrte sie. >>Ich lüge nicht gerne und wenn ich es tue, will ich einen guten Grund dafür haben.<<
>>Kannst du mir nicht einfach danken und die Sache vergessen?<<
>>Danke.<<
>>Du lässt nicht locker, oder?<<
>>Nein.<<
>>Dann hoffe ich, dass du mit Enttäuschungen umgehen kannst.<<
Wir funkelten uns böse an und dann brach sie das Schweigen.
Ich musste mich zusammenreißen - es war schwer, ihrem wütenden, wunderschönen Gesicht zu widerstehen.
>>Warum hast du dir überhaupt die Mühe gemacht?<< fragte sie mit frostiger Stimme.
Irgendwie verletzte mich dieser Gedanke und ich zögerte, da ich keine Antwort auf diese Frage hatte >>Ich weiß es nicht<< flüsterte ich.
Ich drehte mich einfach um und ging davon.
Ich spürte, wie sie immer noch verlassen im Gang da stand und mir nach schaute. Dann hörte ich wie sie langsam auf die Tür am Ende des Gangs zu lief.
Jeder war gekommen, den sie in Forks kannte und alle starrten sie an. Über Charlies Gedanken beobachtete ich alles. Er stürzte auf sie zu, abwehrend hob sie die Hände.
>>Alles okay mit mir<< versicherte sie ihm mürrisch.
>>Was hat der Doktor gesagt?<<
>>Dr. Cullen hat mich untersucht und gesagt, dass mir nichts fehlt und dass ich nach Hause gehen kann<< sagte sie und seufzte.
>>Lass uns fahren<< drängte sie als sie Mike, Jessica und Eric sah, die langsam auf sie zuliefen.
Charlie hielt seine Hand schützend hinter ihrem Rücken, ohne sie zu berühren und führte sie durch die Glastüren nach draußen. Sie winkte ihren Freunden zu und lächelte verlegen.
Rosalie stand draußen und wartete auf mich. Sie kam paar Schritte auf mich zu und fragte mit leiser Stimme >>Was sollte das auf dem Schüler Parkplatz?<<
Ich antwortete nicht.
>>Willst du das wir auffliegen?<< fragte sie lauter als wir im Auto saßen. >>Antworte<< forderte sie.
>>Keine Ahnung und nein<< beantwortete ich beide fragen. >>Hätte ich sie sterben lassen sollen?<<
Diesmal gab sie mir keine Antwort.
>>Sie wird uns nicht verraten<< sagte ich und kaum war es ausgesprochen, schaute sie mich entsetzt an.
>>Woher weiß sie was wir sind?<< fragte sie wütend.
>>Sie weiß nicht was wir sind. Sie weiß, das auf dem Schüler Parkplatz etwas nicht mit rechten Dingen ablief<< sagte ich amüsiert.
Ich parkte in der Einfahrt vor dem Haus und wir stiegen aus.
Rosalie sprach kein Wort mehr mit mir, dennoch hörte ich ihre Gedanken und schaute sie grinsend an, während wir rein gingen.
Ich ging in mein Zimmer, suchte mir ein Buch aus dem Bücherregal aus, legte mich auf das Sofa und fing an zu lesen.
Es dauerte nicht lang um ein Buch durchzulesen, ich legte es zur Seite und blieb liegen. Ich ließ den Tag Revue passieren und musste an das Gespräch im Krankenhaus denken. Wie gern ich ihr zartes und zerbrechliches Gesicht in den Händen halten würde.
Draußen war es bereits dunkel und ich musste Bella wieder sehen. Ich hielt es nicht mehr aus und machte mich auf den weg zu Bella.
Ich öffnete mit dem Ersatzschlüssel, der auf dem Türrahmen lag, die Eingangstür und schlich mich ins Haus. Ich lauschte kurz und vergewisserte mich ob alle schliefen. Charlie saß zusammen gesackt im Sessel und der Fernseher lief noch.
Die Treppen sprang ich mit einem Satz hoch und landete leichtfüßig. Leise ging ich in Bellas Zimmer und blieb an der Tür stehen. Ich fühlte mich wie ein Stalker, aber ich konnte nicht anders. Wie eine Motte vom Licht angezogen wird, ging ich näher ran, bis ich neben ihrem Bett stand und der Anblick wie atemberaubend schön sie im Mondlicht strahlte, ließ mich alles vergessen.
Ihre zarte Haut sah seidig-weich und noch blasser aus. Ihr Haar glänzte und schimmerte im Mondlicht.
>>Edward<< murmelte sie.
Ich zuckte einen Schritt zurück und würde mein Herz immer noch schlagen, dann würde es jetzt aussetzen. Für einen kurzen Augenblick dachte ich sie wäre wach geworden und dabei redet sie im Schlaf. Ich ging näher an sie heran, beugte mich über sie bis ich mit der Nasenspitze ganz nah an ihrem Hals war. Ich atmete tief ein, es brannte höllisch in meiner Kehle und doch war es erträglich.
Sie drehte sich auf die andere Seite. >>Edward<< nuschelte sie diesmal.
Seufzend ging ich aus ihrem Zimmer und verließ das Haus. Den Ersatzschlüssel positionierte ich an der selben Stelle und verschwand im Wald.

Edward und BellaGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt