Welch ungewohnte Wärme. Woher kam sie? Was war das für ein wohliges Gefühl, das mir so fremd erschien. Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und musste erstmal Klarheit beschaffen. Da kamen die ersten Grundfragen, die man sich stellte, wenn man merkte, dass man nicht im eigenen Bett war. Wo war ich? Welches Bett ist das? Welcher Tag ist heute? Als ich merkte, dass ich wegen eines Widerstandes nicht hoch kommen konnte, kamen all die Erinnerungen vom letzten Tag wieder. Logan lag auf meinem Arm. Den Kopf weg gedreht, und die Arme unter der Brust auf der er lag. Er gab einen entspannten und ruhigen Eindruck, doch ich wusste, dass er innerlich mit Schmerzen plagte. Ich wollte ihn leiden sehen, ihn zerstören, seine schöne Welt auseinander reißen. Aber warum fühlte ich mich schlecht deswegen? Ein elendes Gefühl machte sich in mir breit und zerfraß mich wie Säure. Ich hatte doch das erreicht was ich wollte, oder nicht? Logan drehte sich zu mir, seufzte einmal bis er dann herzhaft gähnte und sich leicht streckte. Ich starrte ihn die ganze Zeit an und als er es bemerkte stockte sein Atem. Er wurde kreidebleich bis er dann stark errötete und seinen Kopf in meinen Arm versteckte. Wie süß war das denn? Ich legte mich mit meinem Gewicht auf seinen Körper und blickte tief in das Meer seiner Augen. Er erwiderte meinen Blick und strich mir einmal durch die Haare. Ich kam seinem Gesicht immer näher, unser Blick wurde intensiver, seine kleine Hand lag auf meiner Wange und strich mehrmals drüber. Meine Lippen steuerten seine an und legten sich mit äußerster Vorsicht auf sie. Er seufzte kurz erwiderte den Kuss aber sofort. Meine Hände umfassten sein Gesicht und erkundeten dessen Konturen und zarte Haut. Meine Lippen bekamen nicht genug von seinen, dieses weiche und sinnige Gefühl, dass er auf ihnen hinterließ war einfach atemberaubend. Nach diesem Akt inniger Leidenschaft lösten wir uns von einander. "Dean?" Ich legte meinen Finger auf seine Lippen. "Scchh." Noch ein schneller, kurzer, zaghafter Kuss folgte. "Dean. Hör mir zu bitte." Ich seufzte und ließ ihn sprechen. "Ich muss nach Hause. Ich weis nicht was jetzt folgt, oder was du weiterhin von mir willst, beziehungsweise verlangst. Aber ich muss nach Hause. Es ist unvorstellbar wichtig." Ich stand auf, suchte unsere Klamotten auf und schmiss ihm seine zu. Er bekam keine Antwort. Jetzt mit ihm zu reden würde die Situation nur kompliziert machen. Ich hasste Gespräche. Sie nervten nur. Zum reden war ich nicht geboren. Ich setzte mich auf meinen Motorrad und er setzte sich hinter mich. Als er meinen Bauch fest umschlung, startete ich den Motor und düste davon. Die Straßen zogen schnell an uns vorbei, ein kaltes Grau schien an uns vorbei zu fliegen. Logan legte seinen Kopf an meinen Rücken und sein Griff wurde um einiges fester. Seine Adresse hatte er mir vorher noch gegeben und ich fuhr in eisiger Stille in die Richtung in der er lebte. Er war stinkreich. Jeder wusste es nur ich erlebte den Ausmaß seines Geldes. Ruhm und Ehre spielten dabei wohl eine wichtige Rolle. Aber was war Ruhm und Ehre. Sein Land zu verteidigen? Viel Geld in die Familie bringen und sie mit stolz zu befüllen? Bekannt zu sein und einen großen Namen tragen zu dürfen? Nicht die Ansichten die ich trage. Ich bin allein dazu geboren meine Familie zu beschützen. Nichts anderes im Leben sollte es geben, dass wichtiger ist als Familie. Ich setzte ihn also vor einem riesigen weisen Haus ab. Wenn es nicht das weise Hause war? Ohne ein Wort, ein Blick oder einem Anzeichen der Verabschiedung fuhr ich davon. Raus aus dem beengenden Gefühl, dass mir dieser Ort gab. Im Rückspiegel sah ich seinen traurigen Blick. Seine Augen schienen zu weinen. Warum? In unserer kleinen bescheidenen Wohnung zog ich mir die Schuhe aus und legte sie ordentlich auf den dafür gesehen Regal. Die Jacke behielt ich an und schmiss sie in meinem Zimmer, der den Flur entlang rechts lag, über meinen Drehstuhl. Harry schlief gerade und kuschelte mit Bob, unseren fetten Kater der nie etwas tat, geschweige denn das Haus verließ. Im Wohnzimmer saß meine Mutter auf dem Sofa, strickte einen Pullover und schaute eine Kochsendung. "Mum?" Sie schaute auf und lächelte mit diesem besonderen warmen Lächeln, dass nur Mütter besaßen. "Setzt dich doch, mein kleiner Junge." Sie strickte weiter und ich grübelte vor mich hin. "Wie war deine erste Liebe?" Sie hielt inne. "Grauenhaft." "Grauenhaft?" "Grauenhaft schön. Wie jede erste Liebe." Ich seufzte und starrte sie fest entschlossen an. "Erzähl mir von ihr." Sie legte ihre Stricksachen beiseite. "Bist du dir sicher?" Ich nickte und sie nahm meine Hände in ihre weichen. "Ich saß im Zug von Kalifornien zurück nach Manhatten. Ich hatte meine Familie besucht und wollte nun zurück, da meine Semester Ferien vorbei waren. Ich hatte das Pech in einen der hinteren Wagons zu sitzen, da ich meine Karten zu spät bestellt hatte. Und zu meinem Leidwesen, saßen genau 3 Männer mit mir dort. Ein Vater mit seinem Kind, das unter einer Behinderung litt, was genau er hatte weis ich nicht mehr. Ich strickte einen Pullover. Um ehrlich zu sein besaß ich nur einen großen Wollkneuel mit dem ich alles strickte, um ehrlich zu sein machte ich meine Arbeiten nach einiger Zeit kaputt und fing etwas neues an. "Was strickst du da?" waren die ersten Worte seinerseits. Er hieß George, war hübsch und vor allem charmant. In Manhatten trennten uns unsere Wege und die Nummern wurden ausgetauscht und der Rest ist Geschichte." Sie fing wieder an zu stricken. "Das war's? Erzähl bitte mehr." Bettelte ich. "Na gut. Ich liebte es ihm zu zuhören. Er erzählte so viel und man musste einfach zuhören. Seine Art war einfach wundervoll. Er war immer so sanft und fürsorglich. Er war immer für mich da und gab mir einfach Kraft. Und dann endete alles so unfassbar schnell." Ihre Miene verfinsterte sich und sie blickte traurig drein. "Er war verlobt und wurde zwangsverheiratet. Meine erste Liebe war jemandem versprochen. Weist du? Ich hatte mein erstes Mal mit ihm, so wie er mit mir. Im Endeffekt war das etwas was uns immer verbinden würde. Aber warum fragst du mich sowas? Gibt es jemanden für dich? Du lässt doch sonst niemanden an dich ran." Ich senkte meinen Blick. Sollte ich es ihr sagen? Sie war schließlich meine Mutter. "Ja, es gibt jemanden." Ihre Augen wurden groß, bis sie mich dann in den Arm nahm und mir etwas in mein Ohr flüsterte.
"Dann halte sie gut fest. Lass nicht zu das irgendjemand besitzt von dieser Person ergreift. Kämpfe für sie und verletzte sie niemals, wenn du sie nicht verlieren willst. Versprochen?"
"Versprochen."
Diese Geschichte mit dem Zug ruht auf wahren Begebenheiten. Nur das alles in Russland und Sibirien abspielte und die Entfernung zwischen Heimat und Studienort viel größer war und es noch mehr Sachen zu erzählen gibt, aber das wäre zu lang. Achja, es ist die Geschichte meiner Eltern die aber IMMER noch zsm. sind, seit über 20 Jahren und dabei 8 Kinder gezeugt haben....my crazy wonderful family❤
Das Bild beschreibt die Art wie sie aufgewacht sind. Voll cute*-* und der Anime/Manga oder eher gesagt Yaoi heißt Maiden Rose. Kann ich nur empfehlen.
Tschüssi meine Lieben Leser❤
LG o0KaktusPups0o
Xx
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Red Nails (BoyxBoy)
RandomLogan Kowalski sprüht nur vor Optimismus. Man kann ihm nicht böse sein und jeder muss ihn wegen seiner freundlichen und süßen Art einfach lieben. Er führt ein perfektes Leben in San Francisco, hat Eltern die ihn lieben und außergewöhnliche Geschwist...
