2.Freitag

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Es war Freitag. Laut unserem Deal sollte ich Logan heute durchficken. Jedenfalls hatte ich das vor. Ob ich es nun wirklich ausführen würde oder nicht stand noch nicht fest. Vielleicht sollte ich es sanft angehen und ihn erst nach einiger Zeit gnadenlos durchficken. Ich war zwar ein Sadist, vorallem was den kleinen Kowalski anging, aber ich war noch lange kein Vergewaltiger. Bei ihm würde ich vielleicht eine Ausnahme machen, denn der Gedanke Kowalski zu vergewaltigen, war gar nicht so schlecht. Es würde mir sogar großen Spass bereiten. Wenn ich nämlich eins hasste dann ihn. Ich verabscheute Perfektion und er war eine auf zwei Beinen. Sein blendent strahlendes Lächeln, die Glanz befallenen Augen, die grässlich schön frisierten Haare, sein Körper und Charakter. Einfach alles war perfekt. Jedesmal wenn ich ihn sah, wollte ich ihm am liebsten ins Gesicht scheissen. Wie sehr wollte ich ihm wehtun, ihn leiden sehen. Seine kleine schöne Welt sollte vor seinen Augen zusammenbrechen und ich sollte der schuldige sein. Langsam und schmerzvoll würde ich ihn zerstören. Nichts das irgendwie nach Leben aussieht würde mehr übrig bleiben. Genau das hatte ich vor. In der Pause setzte ich mich an meinen Stammtisch zu Kate. Sie war der Schulstreber und wurde eine Zeit lang gemobbt. Ich konnte das nicht mit ansehen und so beschloss ich immer in ihrer Nähe zu bleiben. Wenigstens was die Pausen und die Fächer, die wir gemeinsam hatten, betraf. Also setzte ich mich genau neben sie hin. Keine Begrüßung. Wir redeten nie. Keine vertrauten Gesten oder Gespräche. Ich wollte keine Freundschaft. Es war gut wie es war. In ihrer Nähe hatte ich Ruhe, konnte einfach ausatmen und ich selbst sein. Sie las irgendein Buch über Napoleon und als ich mich setzte lächelte sie. Sie lächelte immer, bekam nie eins zurück. Sie war ein guter Mensch und gute Menschen sollten nicht verletzt werden. Ich gab zu, dass ich sie nett fand und das ich sie ein klein wenig mochte. Mehr aber auch nicht. Sie war dabei ihre Brotdose zu öffnen und überreichte mir dann einen Muffin. Sie gab mir immer was süßes. Vielleicht als Dankeschön oder aus Nettigkeit. Ich wusste es nicht, aber ich freute mich immer auf die Läckereien. Bedanken tat ich mich nie. Ich aß einfach und als die Pause zu Ende ging, stand ich auf und ging. Keine Verabschiedung. Nichts das eine Freundschaft aufbauen könnte. Sie war einfach nur da und ich mochte ihre Nähe, aber bitte nichts das uns näher bringen würde. Ich konnte dieses Gefühl von Geborgenheit und Wärme nicht ab. Es war mir zu Angst einflößend. Eine neue Hölle wollte ich nicht durchleiden. Das Mein Vater uns verlassen musste, weil er meine Mutter betrogen hatte und das meine damalige Freundin mich in dieser Zeit verlassen hatte, war schon genug Schmerz. Ich bin zu tief gefallen. Ich würde niemals wieder versuchen in eine schöne Welt zu fliegen. Nur ein Sturz und alles wäre für immer zerbrochen. Ich wollte nicht nochmal mit gebrochenen Herzen einschlafen und verlorener Seele aufwachen. Als ich lässig und doch angst einflößend durch die Mensa lief, überkam mich auf einmal ein seltsam berauschendes Gefühl. Logan kam um die Ecke und steuerte auf einen Tisch zu. Wie ein nie endendes Licht gleitete er über den Boden und sein Lachen glich das eines Engels. Für diesen einen Moment gab es nur ihn und mich. Die anderen spielten keine Rolle für mich, sie waren nur ein nebensächlicher Teil des Geschehens. Er bemerkte meinen eisernen Blick und erwiderte ihn für einge kurze Sekunden. Er sah mich so neugierig, so unschuldig an. Seine Augen leuchteten und seine Wangen waren von einem leichten Rosaton geküsst worden und seine Haut schien zu leuchten. Er wurde nervös unter meinem emotionslosen und kalten Blick und unterbrach dann den Blickkontakt, dabei wurde er rot wie eine Tomate. Meine Vorfreude wurde nur noch größer. Als sich die letzte Stunde langsam dem Ende neigte, packte ich meine Sachen ein und verließ den Raum. Ich wartete am Eingang auf Kowalski und freute mich wie sich ein kleines Kind auf ein Lolli freute. Ich stand angelehnt an einer Säule und hatte den Blick auf meinen Handy gerichtet. Ich schrieb meiner Mutter eine Sms, dass ich heute später zu Hause sein würde. Ich hatte nämlich keinesfalls vor zu Hause meine Spielchen mit Logan zu führen. Für meine Affären und nächtlichen Betthasen, hatte ich einen perfekten Platz. "Dean?" Diese Stimme. So lieblich und süß. Zum dahin schmelzen. Es war eher ein Flüstern und er war nicht in der Lage mich anzusehen. Ich grinste und machte mich zum gehen bereit. "Komm." Ein einziges Wort reichte. Ich wollte nicht reden. Ich hasste es zu Reden. Er war nur da um mich zu befriedigen. Mehr auch nicht. Und da stand sie. Im glanze der Sonne. Mein liebster Schatz. Ich warf Logan meinen Zweithelm rüber und zog meinen eigenen an. Der Helm war ihm etwas zu groß und er kriegte es nicht geschissen ihn enger zu machen. Ich stöhnte auf und zog ihn zu mir rüber, da ich bereits auf meinem Motorrad saß und zu faul war aufzustehen. Er war mir ziemlich nah, aber nicht mehr lange und er würde mir noch näher sein. Ich machte ihm den Helm enger und als er richtig saß, bedeutete ich Logan sich hinter mir zu setzten. Als ich den Motor startete und losdüste, klammerte sich Logan wie ein Äffchen an mich. Seine Arme waren so klein und ziemlich weiblich. Wie sah wohl der Rest seines Körpers aus? Ich spürte seine Angst und Nervosität. Ich bog in einen kleinen Asphalt Weg ein, der umgeben von einem Wald war.

Red Nails (BoyxBoy)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt