Kapitel 4

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"Ich habe davon geträumt was ich zu meiner Mutter gesagt habe als ich vor 7 Jahren an ihrem Grab stand. Ich habe nie wirklich geglaubt, dass sie tot ist, weil ihre Leiche wurde nie gefunden..." erzählte ich Louis kurz was überhaupt passiert war.

 "Aber, wenn sie garnicht tot ist, wo ist sie dann?" fragte Louis nachdenklich.

"Das weiß ich ja auch nicht. Wenn sie noch lebt, dann muss sie in Irland sein! Wo anders kommt sie ohne Geld garnicht hin!"

"Stimmt schon... Aber wolltest du nicht sowieso nach Irland zu deinem Dad? Dann könntest du ihn ja fragen ob er was weiß..."

"Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dann habe ich wirklich Angst meinem Dad vor die Augen zu treten.... Weil, ich weiß ja nicht ob er immernoch ein Drogen und Alkoholjunkie ist und ob er immernoch so drauf ist wie früher" erklärte ich.

"Glaub mir, ich würde dich eh nicht alleine dahin fliegen lassen! Niall und ich haben gestern schon einen Flug gebucht, weil ich herausgefunden habe, dass dein Dad in Mullingar lebt. Morgen früh geht's los" erklärte Louis und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.

"IHR HABT WAS?! Das ist doch jetzt nicht euer ernst oder?" fragte ich schockiert.

"Es tut mir leid, aber Niall muss dringend nach Mulligar zu seiner Oma und da dachte ich, dass wir zwei direkt mit fliegen können...."

"Aber das heißt ja, dass ich zu dem "Todestag" meiner Mum in Irland bin.... Und auf den Friedhof gehen muss..." und schon fing ich wieder an zu heulen.

"Alles wird gut... Ich bin doch dann auch da"

"Ich weiß, aber trotzdem"

Nachdem wir unsere Koffer gepackt haben, entschieden wir uns ein bisschen in den Hyde Park zu gehen. Louis und ich setzten uns auf eine Bank und unterhielten uns über den weiteren Vorgang mit Irland und so weiter. Als es solangsam dunkel wurde und die ersten Leute den Hyde Park verließen, machten Louis und ich uns auch wieder auf den Weg nach hause. Der Rest der Band war komischer Weise nicht da, was mich sehr wunderte, weil niemand einen Zettel oder generell irgendeine Nachricht hinterlassen hat. Doch ehe ich mehr darüber nachdenken konnte, lagen Louis Lippen schon auf meinen. Ich genoss einfach den Moment und grinste dann in den Kuss hinein. Kurz nachdem wir uns wieder voneinander lösten kamen Liam und Niall zur Tür rein. In den Händen hielten sie beide je zwei randvolle Einkaufstüten.

"Okay, ihr zwei wart einkaufen, aber wo sind die anderen beiden?" fragte Louis.

"Zayn ist bei seiner Krebskranken Tante im Krankenhaus und wo Harry ist wissen wir nicht" erklärte Liam während er den Einkauf auspackte.

"Geht denn Harold wenigstens an sein verdammtes Handy?!" fragte Louis jetzt sichtbar wütend.

"Weiß ich nicht. Probiers aus." antwortete wieder Liam.

Louis rief zichtausendmal bei Harry an, aber jedesmal ging nur seine Mailbox dran. Irgendwas stimmt doch da nicht. Der hat sein Handy sonst nie, wirklich nie aus. Drei Stunden nachdem Louis vergeblich bei Harry anrief klingelte es plötzlich an der Tür, weshalb Louis sofort aufstand um diese zu öffnen. Als er realisierte wer an der Tür stand wurde er sofort wütend und machte dieser person erstmal eine klare Ansage.

"Wo zur Hölle treibst du dich motten in der Nacht noch rum?! Es ist gleich 12 Uhr und du kommst jetzt erst nach hause?! Ich glaube wohl es hackt! Wo warst du?!" schnauzte Louis rum.

Ich stand die ganze Zeit neben ihm, was er aber anscheinend nicht bemerkte und starrte ihn an. Selbst wenn er wütend ist sieht er noch mega süß aus.

"Darf ich erstmal reinkommen und dann alles in ruhe erklären?" fragte Harry außer puste. Er schloss die Tür hinter sich und setzte sich zu den anderen auf's Sofa. 

"Ich musste gerade vor mindestens 70 Fans wegrennen und letztendlich bin ich an der Tower Bridge gelandet. Die Fans haben es nach der hälfte der Strecke aufgegeben, aber ich habe dies natürlich mal wieder nicht bemerkt und bin ohne weiteres weitergerannt." erklärte Harry.

"Die Tower Bridge ist fast 20 Kilometer von hier entfernt! Du bist niemals soviel gelaufen!" meinte Niall und fing daraufhin an zu lachen. 

Wir anderen lachten mit und Harry schaute uns nur wütend an.

"Doch bin ich! Frag Taylor! Sie ist mir den ganzen Weg gefolgt!" sagte er angepisst bevor er in sein Zimmer verschwand. 

Auch ich ging in mein Zimmer und zog mich um, putzte meine Zähne und legte mich ins Bett. Ich schlief aber erst nach einer Weile hin und her welzen ein. Ein paar Stunden später senkte sich das Bett neben mir, was bedeutete, dass Louis jetzt neben mir lag. Ich kuschelte mich im Halbschlaf an ihn und träumte dann weiter.


Stitches*L.T.*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt