Kapitel 10

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"Gehst du heute Abend auch hin ?", fragte Robyn mich und wartete gespannt auf eine Antwort. Ich hatte ihr gar nicht zugehört. Das schien sie gemerkt zu haben und verdrehte die Augen :" Warum rede ich eigentlich mit dir ? Wenn du mir eh nicht zuhörst ? Ich wollte wissen ob du heute Abend mit auf die Party kommst." " Welche Party ?", fragte ich immer noch ein wenig perplex. " Na, die Party die von den Abiturienten organisiert wurde", antwortete sie . Jetzt viel es mir wieder ein. Mein Bruder hatte die letzten Wochen von nichts anderem geredet, da er die Party mit organisierte und allen damit auf die Nerven ging. Innerlich schlug ich mir mit der Hand vor den Kopf, welche Party sollte Robyn auch sonst meinen.

" Hm... weiß nicht so recht", murmelte ich. Zu gegeben war ich nicht so der Partygänger, aber wenn Robyn und ich dann mal feiern gingen, ließen wir es richtig krachen. " Ich weiß es aber, wir gehen zu dieser Party", sagte Robyn eindringlich. Ich schmunzelte nur und nickte. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte bekam sie meistens ihren Willen. Robyn grinste nur und zog mich ins Klassenzimmer.

Acht langweilige und nervtötende Schulstunden später hatten wir es dann endlich geschafft. " Ich komm dann nachher um 6 vorbei." Hörte ich Robyn rufen als sie sich von mir entfernte um den Bus nicht zu verpassen. " Tu was du nicht lassen kannst", rief ich ihr hinterher als plötzlich mein Handy piepste.

Hi Emma, ich muss noch was für die Party organisieren und bin schon weg. Du musst heute dann wohl den Bus nehmen.

Na toll, was ein Idiot. Das wusste Matt doch bestimmt nicht erst seit 5 Minuten und den Bus hatte ich gerade verpasst. Genervt stapfte ich nach draußen und bereitete mich gedanklich auf den halbstündigen Weg nach hause vor. " Na, muss da einer laufen?", fragte mich eine amüsierte Stimme. Ich drehte mich um und sah Luke gegen sein Motorrad gelehnt dabei guckte er mich arrogant an. " Sieht wohl ganz da nach aus ", antwortete ich gereizt und wollte los laufen, als er mich am Arm fest hielt und mich näher zu sich ran zog. " Ich kann dich auch mit nehmen wenn du willst Kleine", sagte er während mich seine blauen Augen durchbohrten. Schlagartig lief es mir eiskalt den Rücken hinunter, wie er mich anschaute war fast schon ein wenig unheimlich. "Fass mich nicht an und denk nicht ich würde jemals auf dein Motorrad steigen, Arschloch !", zischte ich ihn an. Allein bei dem Wort Kleine, hätte ich ihm schon wieder an den Hals springen können. Dieser Typ machte mich dermaßen aggressiv, dafür gab es gar keinen Ausdruck. Luke ließ meine Hand los und warf mir noch mal einen selbstverliebten Blick zu, zog seinen Helm auf, stieg auf sein Motorrad und fuhr davon. Komplett alleine stand ich auf dem Parkplatz und hätte am liebsten irgendwas kaputt geschlagen so wütend war ich. Wie konnte ein einziger Mensch nur so arrogant und widerlich sein wie Luke ? Ich steckte mir meinen Kopfhörer in die Ohren und machte die Musik so laut das ich die Welt um mich rum komplett vergessen konnte und in meine ganz eigene Welt eintauchen konnte.

Einmal Badboy zum mitnehmenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt