Einführung

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Plötzlich öffnete sich die Tür hinter uns und die Direktorin kam raus. Erstaunt sah sie uns beide an.

"Wollt ihr hier Wurzeln schlagen, oder was" fragte sie leicht belustigt. Ihre braunen Haare fielen ihr glatt über die Schultern, doch ihr Kostüm wies lauter Falten auf und in ihrer Hand hielt sie eine Mappe, in der lauter lose Papiere drin steckten.

"Ähm könnte ich schon mal meinen Zimmer Schlüssel haben, damit ich erstmal meine Koffer hoch bringen kann?"

"Oh natürlich. Das macht ja auch eigentlich mehr Sinn, anstatt, dass du wieder her kommen müsstest ". Die Direktorin lief rot an und drehte sich auf dem Absatz wieder um. Cat sah mich wissen an und ich grinste leicht.
Sie ging noch einmal in den Raum und kam kurze Zeit später voll, bepackt mit Schulsachen und anderen Kram wieder raus.

Sie drückte Cat die Sachen in die Hand, die darauf hin los marschierte. Ich folgte ihr, doch wir kamen nicht weit.
„Wartet!", schrie die Direktorin und hinterher und verwundert drehte ich mich um. Mit eiligen Schritten, die mehr als nur gefährlich aussahen, wenn man die Höhe ihrer Hackenschuhe besah, stürzte sie auf uns zu und riss Cat den Hefter mit den losen Papieren aus den Armen.
„Vergessen", lächelte sie und rauschte wieder ab.

„Also unsere Direktorin hast du jetzt auch kennengelernt. Ach und wunder dich nicht, sie ist immer so. Letztes Jahr hat sie die gesamten Anmeldeformulare der zwölften Klasse auf der Damentoilette vergessen und erst der Hausmeister hat sie am nächsten Morgen, eingeweicht neben dem Spülbecken gefunden".
Ich musste grinsen und folgte Cat.

Meine Arme wurden langsam schwer, da die Koffer mich immer weiter runter zogen. Als wir dann auch noch die Treppen hinauf mussten, war ich trotz meiner relativ guten Kondition, komplett am Ende und brauchte am Treppenende erst einmal kurz, um mich wieder zu sammeln.

Ich folgte Cat in einen Gang, von dem aus um die dreißig Türen abgingen. Zielstrebig steuerte sie auf eine der letzten zu. Sie nahm meinen Schlüssel und schloss auf. Hinter der Tür lag ein großes Zimmer, was unpersönlicher nicht sein konnte. Die Wände waren steril weiß, auf dem Spiegel kein einziger Fettfleck zu sehen und das Parkett frisch gebonert.

Nur der hässliche Teppich und die rote Tischdecke störte das Gesamtbild. Blaue Kühe waren auf den Teppich gestickt worden und bunte Fransen gingen zu allen Seiten ab. In der Mitte wirkte eine Stelle versenkt und er strömte einen alten muffigen Geruch aus.

Ich schliff meine Koffer rein und ließ sie mitten im Raum stehen. Mit Anlauf sprang ich auf das weiche Bett, was unter meinem Gewicht leicht knackte .
Es war unglaublich gemütlich und die Matratze war nicht zu hart und nicht zu weich. Cat, die das alles grinsend beobachtet hatte, tat es mir gleich und kuschelte sich in ihre Bettdecke.

So viel zum Thema Führung.

Ich legte mich richtig hin und versankt in der Bettdecke. Obwohl ich so viel auf der Fahrt geschlafen hatte, fielen meine Augen zu. Kurz bevor ich aber ins Traumland abdriften konnte,wurde ich unsanft an der Schulter geschüttelt.

"Hey du Schlafmütze! Wenn du nicht gleich aufstehst kriegen wir kein Abendbrot mehr. Oder hast du etwa keinen Hunger?"

Ich wollte gerade schon verneinen, doch mein lautes Magenknurren verriet mich.
Sie zog mir meine Decke weg, aus dem Bett raus und die unendlich vielen Treppen wieder runter. Unten angekommen stöhnte ich laut auf. Die jeden Tag hoch und runter und ich brauchte nie wieder Sport machen.

Wir schlossen uns einer Gruppe Schülern an, die auch in den Speisesaal wollte und ließen uns von der Masse treiben.
Unbemerkt, gelangten wir zur Essensausgabe , an der eine griesgrämige alte Frau stand.

Bad Girls BrothersGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt