Vor meiner Haustüre ging ich das, was ich meinen Eltern sagen wollte, noch einmal im Kopf durch. 'Mom, Dad. Wir müssen reden. Ich weiß, das mag jetzt schockierend kommen und wird euch sicherlich nicht erfreuen, aber...' und schon wurde ich, von der sich öffnenden Türe, aus meinen Gedanken gerissen. „Da bist du ja endlich." sagte mein Vater erfreut. „Ist sie das Schatz? Sie soll ins Wohnzimmer kommen." hörte ich meine Mutter rufen. Ich war ein wenig verwirrt, denn normalerweise freuten meine Eltern sich nicht so, wenn ich nach Hause kam. Wieso sollten sie auch, schließlich bekamen sie mich jeden Tag zu sehen.
Angekommen im Wohnzimmer, sah ich Dads alten Freund, Jeff. Ich kannte Jeff schon immer, aber da er nach Michigan umgezogen war, hatten wir uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Neben Jeff saß ein mir unbekannter Junge, der an die 18 Jahre alt war. „Rose, Mensch bist du groß geworden. Komm her, lass dich drücken!" forderte Jeff mich auf. „Mark, sag deiner Sandkastenfreundin doch mal hallo." Warte was? Mark? Das konnte doch nicht wahr sein. Mark war mein Kindheitsfreund und Jeffs Sohn. Damals hatten wir uns fast jeden Tag gesehen. Ich hatte ihn gar nicht wieder erkannt. Der Junge der damals kleiner als ich war, ist heute einen Kopf größer als ich und sein damals, so junges und rundliches Gesicht, ist heute geschmückt von einem Bart. Unglaublich. „Hey Mark! Unglaublich, wie du dich verändert hast!" sagte ich und umarmte ihn. „Dasselbe kann ich wirklich nur zurück geben!" „Ihr versteht euch ja prächtig. Dann werden wir euch beide jetzt mal alleine lassen. Jeff und ich gehen angeln. Bis später." sagte mein Vater und ging.
„Komm, lass uns in den Garten setzen." sagte ich zu Mark. Ich holte noch zwei Gläser Limonade und setzte mich an unseren Gartentisch. „Erzähl schon, wie geht es dir, Rose? Was gibt es neues?" „Mir geht es bestens, danke Mark. Eigentlich hat sich nicht viel verändert. Ich gehe nach wie vor zur Schule und ab und zu gehe ich aus. Mehr hab ich um ehrlich zu sein eigentlich nicht zu erzählen. Was gibt es bei dir so neues? Hast du dich, nach dem Umzug, gut eingelebt?" „Ja, das habe ich. Und dort ist es wirklich toll. Mich würde es freuen wenn du uns auch mal besuchen kommst." „Das würde mich auch freuen." Eine weile saßen wir dann schweigend da und tranken unsere Limo. „Du, Rose. Ich wollte dich da mal etwas fragen." „Nur zu." sagte ich. „Wie läuft es eigentlich mit deinem Freund?" „Das ist schon eine ganze Weile nicht mehr aktuell. Ist auch besser so." „Achso okay, dann hab ich ja nichts zu befürchten." „Wie meinst du das?" fragte ich. „Nun ja, ich werde ja bei euch für zwei Monate wohnen. Ich hatte schon befürchtet mir Stress mit deinem Freund einzuhandeln, aber das ist ja nun ausgeschlossen." „Du tust was?" fragte ich schockiert. „Du wohnst zwei Monate bei uns? Wie kommt es denn dazu? Und wieso weiß ich nichts davon?" „Ich dachte du wüsstest es. Komisch. Aber ja, ich wohne bei euch weil ich demnächst in der Nähe von hier einige Spiele haben werde. Du weißt schon, ich spiele ja Tennis. Und es wäre einfach ein zu großer Aufwand, jedesmal von mir aus, hierher zu fliegen." „Okay. Dann hoffen wir mal, dass das eine lustige Zeit wird."
Als Mark und ich fernsahen, hörte ich unsere Väter durch die Tür kommen. Ich war noch immer ein wenig verwirrt darüber, dass mein Vater mir nichts davon gesagt hatte, das Mark bei uns wohnt und wollte ihn deshalb zur Rede stellen. „Hey Dad, hast du mal eine Sekunde?" fragte ich. Wir gingen in die Küche. „Und, wie habt ihr euch verstanden? Gefällt er dir?" fragte er neugierig. „Ja, wir verstehen uns. Ich verstehe bloß nicht, wieso du mir nichts davon gesagt hast? Ich sollte es doch wissen, wenn Mark für zwei Monate hier wohnen wird. Ich mein, ich hab ja nichts dagegen. Wenn ihm seine Tennis Spiele wichtig sind, ist das okay dass er hier bleibt, aber nächstes mal wüsste ich es mir gerne." „Tennis Spiele?" fragte mein Vater lachend. „Kind, er ist nicht wegen irgendwelchen Spielen da. Sondern deinetwegen!" „Wie bitte?" „Jeff und ich dachten uns, dass ihr euch mal wieder sehen solltet. Immerhin wäre Mark doch die perfekte Partie für dich!" „Das ist jetzt nicht dein Ernst. Du schleppst mir hier einen Jungen an, um mich mit ihm zu verkuppeln?" fragte ich entsetzt. „Was ist denn schon dabei?" „Das ist doch echt unglaublich!" sagte ich und ging wütend aus dem Haus.
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Arizona
Romance„Schon wieder diese beschissenen Homo-Pärchen. Das ist doch pervers. Und dann strahlen diese Idioten das auch noch im Fernsehen aus. Damit unseren Kindern auch schön dieser Scheiß in die Birne getrichtert wird." beschwerte sich Roses' Vater mal wied...
