Prolog

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"Vertraust du mir?" was sollte ich auf diese Frage nur Antworten, zum einen gab es niemanden dem ich eher mein Leben anvertrauen würde und zum anderen war da seit Kurzem diese kleine Stimme in meinem Kopf die leise wie ein Windhauch immer wieder Zweifel in mir weckte.
Konnte ich Sina wirklich trauen, so lange kannten wir uns nicht. Was wusste ich schon groß über sie? Im Grunde nicht wirklich viel mehr als eine Handvoll Informationen, die Maiskörnern glichen, unzusammenhängend und Muster los.
Sie war eine Tempeldienerin Durgas, gleich wie ich.
Sie zweifelte stark an unserem König, was ihr niemand verübeln konnte.
Sie sprach immerzu davon für höhere Dinge einzustehen, was auch immer sie damit meinte.
Sie behauptete so etwas wie magische Kräfte zu besitzen und um ehrlich zu sein ich nahm ihr das sogar ab. Sie war wirklich irgendwie besonders.
Und zu guter letzt sie hatte mich davor bewahrt das Mittagessen eines Tigers zu werden.
"Komm schon Nisa wenn du ja sagst kann ich es endlich fertig stellen. Bitte vertrau mir, es wird uns alle retten." Sina sah mich durchdringen mit ihren dunklen Augen an, sie hatten mich schon immer an Kohlenstücke erinnert und gerade in diesem Moment taten sie diese noch mehr. Etwas in ihr schien zu glühen, als hätte jemand einen Funken in ihre Brust gesetzt der sich nun nach und nach mit seine wie Schlangen züngelnde Flammen in ihr ausbreitete.  

Ich seufzte und holte tief Luft, ich wusste nicht ob ich das alles wirklich wollte doch etwas tief in meinem Inneren verlangte danach Sina zu folgen, und diese etwas wurde von Tag zu Tag lauter.
"Ich werde dir helfen Sina, wenn du mir sagst um was es geht." ich konnte beinahe sehen wie der Funken aus ihrer Brust in ihre Augen überschlug, während sie mich breit angrinste.
"Na dann komm mit, wir haben nicht mehr viel Zeit." Sie hatte nach meiner Hand gegriffen und zog mich hinaus aus den sicheren Wänden des Tempels in die Tiefen des Dschungels. Hier war alles so still, man glaubte die Bäume wachsen zu hören, doch Sina hielt sich nicht damit auf, sondern zog mich immer tiefer hinein, in diese Dickicht aus Blätter, Ästen und Steinen, so dich das ich mir sicher war nie wieder zum Tempel zurück zu kehren. 

Und ich sollte recht behalten, dieser Tag war der letzte an dem ich im Tempel gedient hatte. Nun hatte ich eine neue Aufgabe und ich würde sie so lange erfühlen bis alle Siegel gebrochen waren.


Die 7 SiegelGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt