Im Inneren des Felsens war es stockfinster, ich konnte kaum meine eigene Hand vor Augen sehen. Es war ein komisches Gefühl hier zu sein, es fühlte sich falsch an, als wollte die Höhle nicht das wir hier waren. Kalte Schauder zogen sich über meinen Körper und ich bekam eine Gänsehaut. Unsicher tastete ich nach der Rücken des Tigers, er schien kein Problem zu haben sich hier fort zu bewegen. Fast schon dachte ich er mochte es, als plötzlich ein leises Klatschen ertönte, vermutlich nicht mehr als ein Wassertropfen der in eine kleine Lacke fiel, dennoch zuckte das Tier bei dem Geräusch zusammen. Ich konnte nicht vermeiden leicht zu schmunzeln, soviel zu der mächtigen Raubkatze.
Wir bahnten uns still unseren Weg weiter durch den immer schmaler werdenden Gang. Als ich aus versehen an dem leicht feuchten Felsen strif jagte es mir ein Zittern über den Körper, was für ein widerliches Gefühl. In der Höhle stand ein modriger Geruch und die Luft hatte einen unangenehm hohen Feuchtigkeitsgehalt. Ich fühlte mich alles andere als wohl hier. Die engen Wände waren nicht gerade mein Lieblingsfall, ich spürte wie sich eine Beklommenheit in mir breit machte, doch die Neugierde auf was auch immer sich am Ende diese Ganges befand, war größer als meine Angst davor hier weiter zu gehen. Je weiter ich ging desso schwerer viel es mir Ruhe zu bewahren, es war als wollte mich mein Körper davor warnen weiter zu gehen. Es beunruhigte mich hier zu sein, das war eine Ruine aus einer lang vergessenen Zeit und meine Anwesenheit schien nicht hier her zu passen.
Nach und nach wurde der Gang wieder etwas weiter und ich konnte etwas entfernt Licht erkennen, meine Schritte wurden schneller. Vor mir hatte sich eine Art Grotte aufgetan, sie war beinahe so groß wie eines der Häuser in unserem Dorf. Die Decke war an einer Stelle eingebrochen und ließ die Sonne mit ihren warmen Strahlen den Raum fluhten. Hier waren die Steine beinahe vollkommen schwarz mit feinen weißen Adern und vollkommen glatt geschliffen. Fasziniert sah ich mich um, am Boden waren verschnörkelte Muster in den Stein geschlagen, welche alle auf die Mitte zulaufend waren. Dort stand eine rein schwarzer Sockel, verziert mit vielen kleinen Ornamenten, langsam trat ich näher dran heran, irgendetwas lag darauf. Neugierig geworden stellte ich mich davor und betrachtet das Objekt ausgiebig.
Es war ein Buch, in dunkles Leder gebunden und mit feinen goldenen Stickereien verziert. Ganz vorsichtig fuhr ich über die Vorderseite des Buches, ein heißes Prickeln in meinem Nacken ließ mich zusammen zucken. Erstaunt zog ich meine Hand zurück, musterte das Buch genauer, es war mit mehrer Schnallen zusammen gehalten. Jeder der Lederriemen schien ein eigenes Schloss mit Muster zu haben, es erinnerte mich an die Siegel die mein Vater auf seine Schriftrollen setzte. Es waren genau 7 an der Stückzahl. Ich drehte mich zu dem Tiger um, er sah mich neugierig an, als wartete er auf etwas. Von ihm kam also keine Hilfe, vorsichtig ließ ich meine Finger über das erste der Siegel gleiten. Es war eine goldene Schnalle, ich versuchte sie zu öffnen, doch der Bügel war auf beiden Seiten fest mit seinem Rahmen verbunden.
Verwundert versuchte ich mein Glück auch bei den anderen Schlössern, keines ließ sich öffnen. "Was soll das den bitte werden, warum bringst du mich hier her wenn es hier nichts gibt das ich machen kann." wandte ich mich an den Tiger doch das Tier schlief bereits. Mein Blick wanderte zu dem Loch in der Decke, es hatte mittlerweile schon zu dämmern begonnen.
Erschöpft lehnte ich mich an die Säule an und betrachtete den Tiger mir gegenüber. Für heute würde ich wohl nicht mehr von hier weg kommen. Um ehrlich zu sein störte mich das auch nicht wirklich so sehr wie mann vielleicht annehmen mochte. Ich war müde, das hier war ein geschürzter Ort und außerdem würde ich gar nicht erst versuchen über die Raubkatze zu klettern nur um dann alleine draußen in der Dunkelheit herum zu tappen. Also versuchte ich mir eine möglichst bequeme Schlafposition zu suchen und etwas Ruhe für heute zu finden. Noch während ich nach und nach in die dunkle Welt des Schlafes sank kreisen meine Gedanken rund um diese Buch mit den sieben Siegeln und meinen seltsamen Begleiter.
Sina zog mich immer tiefer in die Höhle hinein, ich konnte spüren wie sie voller Energie geladen war. Ihre Handflächen glühten noch immer und gaben eine ungewohnte Wärme an mich ab, es hatte irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich. Ich vertaute Sina, sie schien zu wissen was sie tat. Wir legten die doch lange Strecke relativ schnell zurück und kamen in einer kleinen Höhle mit einem Sockel in der Mitte an. Erstaunt stellte ich fest das ..... ebenfalls hier waren. Ich konnte auch auf ihren Gesichtern Überraschung feststellen "Sie? Du willst wirklich sie für das letzte Siegel Sina? Sie hat doch keinerlei Erfahrung mit Magie." .... Stimme hatte einen leicht vorwurfsvollen Ton angenommen und ich hob leicht erstaunt eine Augenbraue. Sie sollte besser nicht so von mir Reden, ich war höher gestellt als sie. Doch das schien hier irgendwie niemanden wirklich zu interessieren, denn auch die anderen vier nickten zustimmend. Ich drehte mich zu Sina um, doch sie schien sich nicht weiter für die Meinung der Anderen zu kümmern. Vollkommen konzentriert schrieb sie ein paar Wörter in ein Lederbuch, das auf dem Sockel lag. "Schwestern, lasst uns jetzt bitte nicht streiten. Hier vor uns liegt die Zukunft Indiens, wir können jetzt entweder unsere Kräfte vereinen und damit den König stürzten oder ihr haltet euch weiter damit auf euch über meine Entscheidungen zu beschweren." Ein zustimmendes Murren ging durch die Reihe der Frauen und sie traten in den Kreis rund um den Sockel. Sina zog mich zu ihnen und flüsterte mir leise zu "Sprich mir bitte einfach nach wenn es soweit ist." ich nickte und beobachtet wie ... das Buch aufschlug und uns alle einen ersten Blick zuwarf. "Ich hoffe ihr seit euch alle eures Opfers bewusst. Mit dem aufgaben eurer Kräfte ermöglichen wir den Stürz des Tyrannen der sich als unserer König ausgibt und die Gesetzte der Götter missachtet. Wir können ihn seine Kräfte rauben und für Menschen verwundbar machen sodass der rechtmäßige Thronfolger den Platz einnehmen kann der ihm zusteht. Wir binden unsere Mächte an diese Buch in der Grotte Durgas. Sollte jemals jemand es finden und alle Siegel brechen können, so sollen ihm alle unsere Kräfte zustehen, solange er dies mit guter Absicht tut. Will er jedoch die Kräfte missbrauchen, soll Durgas Strafe ihn treffen." sie sah uns alle eindringlich an und wandte sich dann an Sina "Ist alles bereit?" Sie nickte "Gut lasst uns beginnen." sie begannen Worte in einer seltsamen Sprache zu murmeln, die ich nicht verstand. Sina gab mir zu verstehen das ich mitmachen sollte und verunsichert wiederholte ich die Worte der Anderen.
Kurze Zeit später ging das blaue leuchten von jeder von ihnen aus und übertrug sich auf das Buch. Auch um mich hatte sich diese seltsame Glühen gesammelt. Plötzlich verstummten die Andern und kaum war es leise verschwand auch das Glühen wieder. Eine seltsame Erschöpftheit machte sich in mir breit und ich sank müde zu Boden.
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Die 7 Siegel
FantasyEs gibt Dinge die können dein gesamtes Leben ändern, einfach so, von eine Sekunde auf die andere. Manch mahl sehen wir vielleicht nicht gleich was diese Veränderung für uns bedeutet, aber das heißt nicht das wir die Chance nicht nützen sollten. ...
