Hey meine Lieben 😊
Wir haben schon die 6K geknackt, vielen Dank dafür. 😍
Im letzten Kapitel habe ich zweimal 'Sonntag' geschrieben, das Date ist jedoch eigentlich 'Samstag' (siehe Kapitel 22). Ich weiß auch nicht, wie ich auf einmal auf Sonntag gekommen bin. Tut mir leid, falls ich euch verwirrt habe. 🙈
Hermine
Verzweifelt versuchte ich die Augenringe mit etwas Make-Up zu verdecken. Obwohl ich kein Fan von Make-Up war, würde ich Malfoy nicht glauben lassen, ich hätte wegen ihm nicht schlafen können. Die ganze Nacht hatte ich über die Reaktion der Leute, Ron und den Plan selbst nachgedacht. Kurz vor Mitternacht hatte ich Aberforth noch kontaktiert und unsere Plätze verschieben lassen. Zudem hatte ich Malfoy heute früh eine Eule geschickt und ihn gebeten, um 18 Uhr in der Eingangshalle zu warten.
Erneut wischte ich meine verschwitzten Hände an meiner Hose ab und machte mich nun an meinen Haaren zu schaffen. Wieso musste das Buch auch so gut sein? Ich wollte mich doch nur eine Weile ablenken und nicht den ganzen Tag mit Lesen verbringen. Jetzt war ich viel zu spät dran. Mit meinem Kamm gelang es mir zumindest meine Mähne etwas zu glätten.
In diesem Moment platzte Ginny fröhlich in das Badezimmer hinein. „Wie siehst du denn aus?", keuchte sie mit großen Augen.
Vielen Dank, ich wusste selbst, dass ich wie eine wandelnde Leiche aussah.
„Du.. ist das Make-Up? Mensch, Hermine, so macht man das doch nicht!", sie eilte zu mir und drückte mir einen kleinen Schwamm in die Hand, „Mach das sofort wieder runter!"
Mehr als verwirrt wischte ich das braune Zeug ab. Ginny stand wartend vor mir und musterte mich. „Ist das dein Outfit?", fragte sie skeptisch.
„Nein?", murmelte ich. Eigentlich hatte ich geplant, die Hose und den Pullover anzuziehen.
„Wir haben noch eine halbe Stunde, wird zwar knapp, aber wir schaffen das!", meinte sie enthusiastisch und drückte mich auf den Hocker.
...
„Du siehst klasse aus!", rief Ginny begeistert und strahlte über das ganze Gesicht.
Zu meiner eigenen Überraschung stimmte ich ihr zu. Ich trug ein leicht enges, rotes Kleid mit langen Ärmeln. Es betonte perfekt meine wenigen Kurven ohne zu viel preiszugeben. Damit mir später nicht kalt wurde, hatte ich noch eine hautfarbene Strumpfhose an. Die Ballerinas rundeten das Outfit perfekt ab.
Doch am meisten erstaunten mich meine Haare. Sie fielen in schönen, leichten Locken über meine Schultern und wirkten ausnahmsweise nicht buschig. Meine Augenringe hatte Ginny erfolgreich mit leichtem Make-Up überdeckt. Den Rest meines Gesichtes hatte sie jedoch auf meine Bitte hin damit verschont.
„Halte dich brav an meine Tipps, zeig endlich mal die wilde Gryffindor in dir und du wirst schon sehen, dass Malfoy dir nicht mehr widerstehen kann", meinte sie grinsend.
„Ich werde mein Bestes geben", versprach ich ihr zwinkernd und lief mit meiner Tasche in der Hand die Treppen hinab. Im Gemeinschaftsraum saß Ron mit Lavender auf dem Sofa, die ihre Zunge in seinen Hals steckte.
Ich unterdrückte das aufkommende Gefühl der Leere in mir und ging weiter. Ich würde Malfoy heute gehörig den Kopf verdrehen. Ron brauchte wohl eine klarere Ansage, wenn er weiterhin mit Lavender rumschmuste. Zudem konnte ich Malfoy vielleicht endlich Informationen entlocken und Harry damit zufrieden stellen.
Ich atmete ein paar Mal tief durch, bevor ich die letzte Stufe hinabstieg. Als ich meinen Blick hob, sah ich bereits Malfoy. Lässig lehnte er sich an der Wand an. Seine Kleidung war wie immer makellos.
Ganz ruhig, Hermine, du schaffst das, beruhigte ich mich. Mit einem letzten tiefen Atemzug schritt ich entschlossen auf zu. „Guten Abend, Malfoy", begrüßte ich ihn und lächelte.
Seine grauen Augen musterten mich kurz. „Nicht schlecht, Granger", meinte er, wobei sein rechter Mundwinkel leicht zuckte.
Bei Merlins Bart, ich würde das wirklich tun. Ich ging auf ein Date mit Draco Malfoy, dem Jungen, der mich jahrelang beleidigt und wie Dreck behandelt hatte.
„Wollen wir?", fragte ich und deutete auf die Eingangstür.
Wortlos stieß er sich von der Wand ab und marschierte voraus. Sein dunkelblauer, unheimlich teurer Umhang wehte hinter ihm her. Seufzend schloss ich zu ihm auf und überlegte, über was wir uns unterhalten könnten. Ich war überrascht als er mir die Tür aufhielt.
„D-danke", stotterte ich leicht und schimpfte mich innerlich selbst. Ich war eine selbstbewusste, mutige Gryffindor, die nicht bei so etwas banalem stottern sollte.
„Nichts zu danken, Granger", schnaubte er.
„Du hältst also jedem Mädchen die Tür auf?", fragte ich leicht genervt.
Da fuhr Malfoy abrupt zu mir herum. Er war mir so nahe, dass ich seinen Atem auf meinem Gesicht spüren konnte. Zudem zog ich bei jedem meiner Atemzüge seinen wundervollen Duft nach frisch geschnittenem Gras, neuem Pergament und etwas, das wohl einfach Malfoy war, ein.
„Das nennt man Manieren, Granger, auch wenn dein Trampel Weasley nichts davon versteht", seine grauen Augen bohrten sich in meine als er diese Worte praktisch ausspuckte.
Wütend fuhr ich ihn an: „Lass Ron da raus!"
„Du hegst wohl noch Gefühle für ihn, wie rührend. Zu schade, dass er Brown wohl.."
„Halt die Klappe, Malfoy!", rastete ich komplett aus und packte ihn am Kragen.
Da weiteten sich seine grauen Augen bemerklich und ich meinte so etwas wie Angst in ihnen erkennen zu können. Wahrscheinlich dachte er an das dritte Schuljahr zurück. Der Schlag musste wohl ziemlich wehgetan haben, freute ich mich.
„Kein Wort mehr über Ron oder du kannst dir dein Abendessen sonst wohin schmieren!", drohte ich ihm.
Daraufhin nickte er leicht. Als meine Wut sich langsam auflöste, bemerkte ich erst, dass ich ihm noch um einiges näher gekommen war und auf meinen Zehenspitzen stand. Unsere Nasen berührten einander beinahe. Malfoy schien dies ebenfalls realisiert zu haben, denn er schluckte laut. Mein Blick fiel auf seinen schlanken Hals, bevor ich ihn schnell wieder hob. Ich wollte mir von ihm nicht anhören müssen, dass ich ihn angaffte. Dabei fiel mein Blick auf seine sinnlichen Lippen. Sie sahen unwahrscheinlich weich aus. Am liebsten würde ich ihn an mich ziehen und..
Schockiert stieß ich ihn von mir und versuchte die peinlichen Gedanken zu vergessen. Ich räusperte mich, woraufhin er sich ebenfalls räusperte und seinen Kragen zurecht zupfte. Als ich dies bemerkte, konnte ich den Blutfluss in meinen Wangen nicht unterdrücken.
„Kein Grund sich zu schämen, Granger – auch wenn ich zugeben muss, dass es mich etwas.."
„Bilde dir bloß nichts darauf ein, Malfoy. Ich war lediglich in Gedanken!", vereidigte ich mich.
„Natürlich, Granger. Ich erinnere dich daran, wenn du das nächste Mal wütend wirst und über mich herfällst", spotterte er.
„Darauf kannst du lange warten, Malfoy."
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Potter's slytherin plan
Fanfic„Ron ist ein Idiot, aber er liebt dich wirklich. Er braucht nur einen kleinen Schubs. Er denkt, du würdest immer da sein. Du musst ihm zeigen, dass du durchaus an anderen Jungs interessiert bist", flüsterte Harry Hermine leise zu. „Und wie soll ich...
